Sportliche Ergebnisse Januar 2020

Sportliche Erfolge 2020

Im ers­ten Monat des neu­en Jahres 2020 stan­den bei den Berliner Athleten zahl­rei­che kon­ti­nen­ta­le Meisterschaften auf dem Programm, wobei es bei den Wintersportlern um best­mög­li­che Platzierungen auch in Hinblick auf die nach­fol­gen­den Weltmeisterschaften ging. Bei den Sommersportarten wur­de zwar auch um Top-Ten-Platzierungen gekämpft, aber viel­mehr stand die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio im Fokus. Sowohl die Wasserballer als auch die Handballer erreich­ten die­se Zwischenetappe.

Hier die Ergebnisse im Detail:

Bob- Europameisterschaft

Bei der Europameisterschaft in Winterberg star­te­ten 22 Viererbobs aus 17 euro­päi­schen Ländern. Alle drei Podiumsplätze gin­gen davon an die deut­schen Teams. Ein Fotofinish um den Titel lie­fer­ten sich die Viererbobs mit den Piloten Johannes Lochner und Francesco Friedrich, wobei das Team von Hansi Lochner am Ende die Nase vorn hat­te. Das per­fek­te deut­sche Ergebnis kom­plet­tier­te Nico Walther mit sei­nen Anschiebern Paul Krenz, Kevin Korona und Eric Franke. Der Rückstand des Piloten vom BSC Sachsen Oberbärenburg betrug nach zwei span­nen­den Läufen 0,22 Sekunden.

Eiskunstlauf-Europameisterschaft

Nach einem durch­wach­se­nen nach­olym­pi­schen Jahr über­rasch­ten die Berliner Teilnehmer in Österreich mit her­vor­ra­gen­den Top-Ten-Platzierungen. Der deut­sche Meister Paul Fentz lie­fer­te dabei den bes­ten Wettkampf sei­ner Karriere ab. Mit 230,01 Punkten lan­de­te der 27 Jahre alte Berliner auf dem ach­ten Platz und sicher­te Deutschland zwei Startplätze für 2021. Nach sei­nen ent­täu­schen­den Auftritten 2019 mit Platz 15 bei der EM und Rang 28 und bei der WM glänz­te er in Graz, vor allem mit sei­nem Kurzprogramm.

Bei den Paaren bot sich ein eben­falls posi­ti­ves Bild. Die bei­den Berliner Sportpaare Minerva Fabienne Hase und Nolan Seegert sowie Annika Hocke und Robert Kunkel (erst seit kur­zem gemein­sam auf dem Eis) über­zeug­ten nach tol­len Kurzprogrammen auch im Kürwettbewerb und beleg­ten die Ränge fünf und sie­ben. Für bei­de Paare ist zukünf­tig das Siegertreppchen in Schlagdistanz. Zudem darf die deut­sche Eislaufunion im nächs­ten Jahr drei Paare für die EM in Zagreb ent­sen­den; ein drit­tes Berliner Duo mit Jelena Pawlowa und Ruben Blommaert steht bereits in den Startlöchern.

Die rus­si­sche Dominanz im Eiskunstlauf war sel­ten so groß wie in Graz 2020, denn sie gewan­nen zehn von zwölf Edelmetallen, dar­un­ter alle vier aus Gold.

Eisschnelllauf-Europameisterschaft

Die mehr­fa­che Berliner Olympiasiegerin Claudia Pechstein lief bei ihrer 22. Eisschnelllauf-EM in Heerenveen im Massenstart unter die Top Ten; dabei erreich­te sie den ach­ten Rang. Michelle Uhrig wur­de Siebte und sorg­te damit für die bes­te deut­sche EM-Platzierung. Claudia wur­de zudem über 3.000 m Zwölfte und Michelle Fünfzehnte. Die Nachwuchsläuferin Lea-Sophie Scholz beleg­te über 1.000m in 1:19,24 Minuten den 15. Platz und  Michael Roth kam über 1.000m auf Platz 20.

Handball-Europameisterschaft

Die Europameisterschaft im Handball fand in Norwegen, Schweden und Österreich statt und erleb­te mit 24 Nationen einen Teilnehmerrekord. Das deut­sche Team um Bundestrainer Christian Prokop errang mit einem 29:27 Sieg gegen Portugal Rang fünf. Dabei ver­lief der Start in die kon­ti­nen­ta­le Meisterschaft  jedoch ver­hal­ten. Am Ende gab es dann eine deut­li­che Steigerung, ledig­lich die bei­den Finalisten Spanien und Kroatien erteil­ten der deut­schen Mannschaft Niederlagen. Jetzt geht es im Turnier vom 17. bis zum 19. April in Berlin um die Tokio-Tickets.

Im EM-Team spiel­te auch Paul Drux von den Füchsen Berlin, wäh­rend Fabian Wiede ver­let­zungs­be­dingt (Schulter OP) nicht spie­len konn­te.

Hockey-Hallen-Europameisterschaft-Damen

Bei der Hallen-EM in Minsk schramm­te das jun­ge Damen-Team knapp am Podestplatz vor­bei. Im Spiel um Bronze ver­lor die Mannschaft von Bundestrainer Akim Bouchouchi im Penalty-Shootout gegen die tsche­chi­sche Mannschaft 3:4, nach­dem es in der regu­lä­ren Spielzeit kei­nen Sieger gab. Noch in der Vorrunde besieg­ten die "Damas" Tschechien mit 4:1 sowie die Ukraine mit 4:3 und Belgien mit 7:3. Im Halbfinale kam dann das Aus gegen den spä­te­ren Europameister Weißrussland, der die Niederlande im Finale nach Shootout mit 5:4 besieg­ten. Im deut­schen Team war auch die BHC-Torhüterin Anna KIlian.

Damit blie­ben die deut­schen Damen erst zum zwei­ten Mal nach 2016 ohne Medaille. Von 1975-2018 wur­den sie 15x Europameister, 2x Vize-Europameister und 1x Bronzemedaillengewinner.

Hockey-Hallen-Europameisterschaft-Herren

Im aus­ver­kauf­ten Horst-Korber-Sportzentrum besieg­te das deut­sche Team den aktu­el­len Europa- und Weltmeister aus Österreich klar mit 6:3. Schon in der Gruppenphase domi­nier­te das jun­ge Team deut­lich mit einem Torverhältnis von 24:3 aus zwei Spielen. Beim erwar­te­ten engen Match mit den Niederlanden ging das Team von Bundestrainer Valentin Altenburg mit 7:6 als Sieger vom Spielfeld. Später im Halbfinale gelang dem Team ein unge­fähr­de­tes 6:1 gegen die Russen, die auch das klei­nen Finale gegen die Niederlande mit 10:3 ver­lo­ren.

Im deut­schen Team spiel­ten Paul Dösch vom BHC Berlin als Kapitän und der "Ex-Berliner" Thies Ole Prinz, der als "Bester Spieler" des gesam­ten Turniers aus­ge­zeich­net wur­de.

 Wasserball-Europameisterschaft-Frauen

Deutschlands Wasserball-Frauen ver­ab­schie­de­ten sich mit einem Sieg von den Europameisterschaften in Budapest. Durch das 15:13 nach Fünf-Meter-Schießen gegen Serbien beleg­te die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. am Ende Rang elf.

In der Vorrunde hat­te es das Team von Bundestrainer Troost mit star­ken Gegnern zu tun. Alle fünf Spiele ver­lo­ren die Frauen zwei­stel­lig (Spanien 4:19, Frankreich 5:17, Niederlande 3:23, Italien 4:13 und Israel 3:10).
Im Team waren auch Lynn Krukenberg, Jennifer Stiefel, Belén Vosseberg und Nicole Vunder von den Wasserfreunden Spandau 04.

Wasserball-Europameisterschaft-Männer

Deutschlands Wasserballer ver­ab­schie­de­ten sich mit einem Sieg von der Europameisterschaft in Budapest. Mit 9:8 gewann die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. das Spiel um Rang 9 gegen Georgien und sicher­te sich damit als Nachrücker die Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier in Rotterdam (22. - 29. März). In der Vorrunde der Gruppe A gab es für das deut­sche Team drei Niederlagen (Kroatien 9:17, Niederlande 6:12, Montenegro 3:10). Im Viertelfinale gab es dann das Aus durch ein 6:12 gegen Spanien. Ihre letz­te Chance im Kampf um die Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier nutz­te das Team um Bundestrainer Hagen Stamm mit dem 15:10 gegen Rumänien.

Europameister wur­de Gastgeber Ungarn mit dem 14:13 nach Fünf-Meter-Schießen gegen den WM-Zweiten Spanien und sicher­te somit auch das Olympia-Ticket für Tokio 2020.
Im DSV-Kader waren sie­ben von 13 Spielern aus Berlin vom deut­schen Meister Wasserfreunde Spandau 04: Mateo Cuk, Lucas Gielen, Maurice Jüngling, Ben Reibel, Marin Restovic, Marko Stamm und Denis Strelezkij