„Olympic BBQ“ des Olympiastützpunktes Berlin

15. September 2026 | Allgemein

Berliner Spitzensport blickt Richtung Los Angeles

Sportliches Get-together am Wannsee / Sportsenatorin Spranger: „Kämpfen darum, das größte Sportereignis der Welt in unsere Stadt zu holen.“ / Kanutin Pauline Jagsch mit Rückenwind in den neuen Olympiazyklus / Eiskunstlauf-Stars Minerva Hase und Nikita Volodin bringen Berliner Geschichte aufs Eis / Tim Linke fiebert Heim-EM entgegen / Fünf erfolgreiche Athletinnen und Athleten verabschieden sich

Große Erfolge, wertvolle Erfahrungen, emotionale Abschiede und der Blick nach vorn: Beim traditionellen „Olympic BBQ“ des Olympiastützpunktes Berlin kamen am 15. September 2026 im Veranstaltungshaus am Wannsee der Berliner Sparkasse wieder Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainer sowie Unterstützerinnen und Unterstützer des Berliner Spitzensports zusammen. Die Berliner Sparkasse und der Olympiastützpunkt Berlin luden zum spätsommerlichen Get-together ein. Im Mittelpunkt standen die zurückliegende Saison, die Erfahrungen bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen und die nächsten großen Ziele auf dem Weg nach Los Angeles 2028. Gleichzeitig hieß es Abschied nehmen: Fünf erfolgreiche Berliner Sportler beenden ihre aktive Laufbahn.

Sportsenatorin Iris Spranger: „Wir legen uns voll ins Zeug“

Sportsenatorin Iris Spranger betonte beim Olympic Barbecue einmal mehr die Bedeutung des Berliner Spitzensports für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele: „Unsere erfolgreichen Athletinnen und Athleten haben in den vergangenen Jahren die Sportmetropole Berlin bei Olympischen und Paralympischen Spielen und bei Welt- und Europameisterschaften mit vollem Einsatz hervorragend vertreten. Auch für sie legen wir uns bei unserer BERLIN+-Bewerbung voll ins Zeug und kämpfen gemeinsam darum, das größte Sportereignis der Welt – die Olympischen und Paralympischen Spiele – in unsere Stadt zu holen.“ Am 26. September 2026 gibt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in Baden-Baden bekannt, mit welchem Konzept (Berlin+, München oder KölnRheinRuhr) Deutschland in das internationale Bewerbungsverfahren ziehen wird.

Für Pauline Jagsch (konnte krankheitsbedingt nicht vor Ort sein) war die vergangene Saison eine wichtige Etappe auf dem Weg Richtung Los Angeles. Die Kanutin vom SC Berlin-Grünau sammelte wertvolle Rennerfahrung in verschiedenen Bootsklassen (K1, K2 und K4), wurde Welt- und Europameisterin im K1 über 500 Meter, zudem Europameisterin im K2 und zweifache WM-Bronzegewinnerin (K2, K4). Sie geht also voller Zuversicht in das vor-olympische Jahr. „Ich nehme ganz viel Rückenwind, gute Rennerfahrung in allen Booten und natürlich einen Haufen Selbstvertrauen mit. Trotzdem aber auch eine gewisse Demut, denn das Niveau steigt von Jahr zu Jahr. Das gibt mir noch mehr Motivation, dranzubleiben und mich weiterzuentwickeln“, so Pauline Jagsch.

Auch die mögliche Berliner Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele beschäftigt die Athletin. „Berlin ist unsere Hauptstadt und kann Großereignisse, wie man in der Vergangenheit gesehen hat. Aus meiner Sicht bedeutet es für den Sport super viel und bringt einen großen Mehrwert mit sich. Kinder und Jugendliche dürfen träumen, Menschen werden für Sport begeistert und die Bevölkerung rückt wieder zusammen. Denn das ist das, wofür wir als Sportler stehen und kämpfen: Fairness, Teamgeist und Zusammenhalt.“

Minerva Hase: Berliner Geschichte wird zur Kür

Auch für Eiskunstläuferin Minerva Hase und ihren Partner Nikita Volodin (Berliner SV 1892) war die vergangene Saison geprägt von großen Erfolgen und besonderen Erfahrungen. Nach der olympischen Bronzemedaille in Mailand folgte bei der Weltmeisterschaft für das Paar der Traum von WM-Gold. Hase blickt mit großer Dankbarkeit zurück – und mit einer wichtigen Erkenntnis: „Nicht immer nur der erste Platz bedeutet, dass das Ziel erreicht ist. Auch diese kleinen Ziele auf dem Weg dahin und eine erkämpfte Bronzemedaille sind super wertvoll.“

Im neuen Olympiazyklus nimmt die in Berlin geborene und aufgewachsene Hase zudem ein Stück Heimat mit aufs Eis. Das neue Kurzprogramm beschäftigt sich mit dem Mauerfall und der Berliner Techno-Szene. „Diese Berliner Kultur aufs Eis zu bringen, ist etwas ganz Schönes. Es ist einfach ein megacooler Mix aus Geschichte, Kultur und Zukunft, den wir da vereint haben.“

Auch als Trainingsstandort bleibt Berlin für Hase und ihr Team ein wichtiger Erfolgsfaktor: „Wir haben uns hier mittlerweile unser Team aufgebaut, in das wir Vertrauen und mit dem wir super zusammenarbeiten. Dass Annika und Robert wieder zurück in Berlin sind, zeigt, wie sich das Training hier in den letzten Jahren entwickelt hat. Wir merken immer mehr, wie internationale Paare Lust haben, nach Berlin zu kommen und an diesem Stützpunkt zu trainieren.“

Tim Linke: „Die Chance, sich das Ticket zu sichern“

Für Tim Linke (SCC Berlin) und die deutsche Sitzvolleyball-Nationalmannschaft beginnt ebenfalls die nächste wichtige Etappe. Nach EM-Silber und der Auszeichnung als bester Libero sowie Platz sechs bei der Weltmeisterschaft richtet sich der Blick bereits auf die Heim-EM 2027 in Leipzig. Dort geht es um wichtige Quotenplätze für die Paralympischen Spiele in Los Angeles.

„Nach Platz sechs bei der WM ist die Motivation noch größer geworden. Der Weg in Richtung Heim-EM 2027 hat begonnen“, sagt Linke. „Die Chance, sich dort direkt das Ticket zu sichern, ist das große Ziel. Jetzt heißt es: Schritt für Schritt den Grundbaustein in den Trainingslagern legen.“

Eine Berliner Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele sieht Linke zugleich als große Chance für den Para-Sport und die Inklusion: „Es gibt keine bessere Bühne für den Para-Sport. Wir haben die Infrastruktur und die Rahmenbedingungen. Für die Inklusion würde das enorm viel verändern. Der Schub durch Paralympische Spiele wäre ganz, ganz groß.“

Zu den weiteren sportlichen Gästen des Abends zählten Leichtathlet Emil Agyekum (Vize-Europameister und Deutscher Rekordhalter über 400 Meter Hürden), Annika Hocke und Robert Kunkel (Eiskunstlauf), Leopold Reimann, Malte Brelage (Para-Eishockey), Pauline Pfeif und Elena Wassen (Silber EM Turm Synchro), Frauke Hundeling (Silber EM Rudern 2026) und Charline Scheiding (Europameisterin Team Recurve Bogenschießen 2026).

Abschied von erfolgreichen Sportlerinnen und Sportlern

Zum Olympic BBQ gehörten in diesem Jahr auch besondere Momente des Abschieds. Florian Unruh (Bogenschießen), Marc Koch (Leichtathletik), Johanna Schikora (Flossenschwimmen), Anton Finger (Rudern) und Elisa Tartler (Bogenschießen) beenden ihre aktive Sportlaufbahn.

Alle fünf haben den Berliner Spitzensport über viele Jahre geprägt, große internationale Wettkämpfe bestritten und mit ihren Leistungen für besondere sportliche Momente gesorgt. Beim Olympic BBQ wurden sie für ihren Einsatz und ihre Erfolge gewürdigt und aus dem Kreis der aktiven Athleten verabschiedet.

Ihr Abschied steht zugleich für die besondere Kontinuität des Berliner Spitzensports: Während erfolgreiche Athletinnen und Athleten ihre Karriere beenden, machen sich bereits die nächsten Generationen auf den Weg zu internationalen Meisterschaften und Olympischen und Paralympischen Spielen.

„Der Weg nach Los Angeles hat längst begonnen“

Dr. Harry Bähr, Leiter des Olympiastützpunktes Berlin: „Das Olympic BBQ ist jedes Jahr ein besonderer Moment für uns: Wir feiern gemeinsam die Erfolge unserer Athletinnen und Athleten, sagen verdienten Sportlerinnen und Sportlern Danke und verabschieden in diesem Jahr gleich fünf Persönlichkeiten aus dem aktiven Spitzensport. Gleichzeitig richten wir den Blick nach vorn. Der Weg nach Los Angeles 2028 hat längst begonnen. Wir wollen unsere Athletinnen und Athleten auf diesem Weg bestmöglich begleiten und gemeinsam die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Berlin auch beim nächsten Olympia- und Paralympics-Zyklus mit einem starken Team vertreten ist. Die Begeisterung für den Sport und die Unterstützung durch unsere Partner sind dabei ein ganz wichtiger Teil unseres Erfolgs. Die Berliner Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele gibt dem OSP-Team und den Sportlerinnen und Sportlern eine besondere Motivation.“

Das „Olympic BBQ“ am Wannsee verbindet damit Rückblick und Aufbruch: Erfolge werden gefeiert, verdiente Sportler verabschiedet und neue Ziele ins Visier genommen. Für Berlins Athletinnen und Athleten beginnt bereits jetzt der Weg Richtung Los Angeles 2028 – mit neuen Herausforderungen, neuen Träumen und dem Rückenwind einer starken Sportmetropole.

Claus Frömming                                                   Shari Koch

Presse & Öffentlichkeitsarbeit                            Marketingmanagerin OSP Berlin

TOP Sportmarketing Berlin GmbH                     Olympiastützpunkt Berlin

Hanns-Braun-Straße – Friesenhaus I                 Fritz-Lesch-Str. 29

14053 Berlin                                                          13053 Berlin

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