Schwierige WM-Woche für Berliner 470er

19. August 2026 | Segeln

Für die 470er-Mixed-Segler Simon Diesch (Württembergischer Yacht-Club)/ Anna Markfort (Verein Seglerhaus am Wannsee, Joersfelder Segel-Club) sowie Theres Dahnke (Plauer Wassersportverein)/ Paco Melzer (Verein Seglerhaus am Wannsee, Yachtclub Berlin-Grünau) verlief die Weltmeisterschaft im japanischen Enoshima unzufriedenstellend. Im ehemaligen Olympiarevier von 2021 hatten die Crews mit schwierigen Bedingungen und starken Böen zu kämpfen.

Als amtierende Vizeweltmeister angereist, gingen Simon Diesch und Anna Markfort mit hohen Erwartungen in die Titelkämpfe. Nach einem 23. Platz zum Auftakt der Finalserie setzten sie mit Rang vier im zweiten Rennen ein starkes Zeichen. Danach aber folgte ein außergewöhnliches Rennen: In der dritten Finalwettfahrt kamen 19 der 37 Boote nicht ins Ziel. Auch Diesch/Markfort wurden mit einem DNF gewertet. Da das DNF als Streichergebnis aus der Wertung genommen werden konnte, blieb der unmittelbare Schaden begrenzt. In den folgenden Rennen kam das Team auf die Plätze 18, 18 und 23. Mit 108 Nettopunkten beendeten sie die WM schließlich auf Rang 21– deutlich hinter den eigenen Erwartungen. Noch keinen Monat zuvor hatte das Duo beim ersten Olympiatest im künftigen Revier von Los Angeles 2028 mit Platz zwei ihre Klasse unter Beweis gestellt.

Auch Dahnke/Melzer konnten ihr Potenzial in Enoshima nicht abrufen. Dabei hatten sie mit nur sechs Carry-Forward-Punkten zunächst eine gute Ausgangsposition für die Finalserie. Doch schon zum Auftakt stand lediglich Rang 31. Es folgte ein BFD, eine Disqualifikation wegen eines Black-Flag-Verstoßes, die mit 38 Punkten gewertet wurde. Im nächsten Rennen kam ein DNF hinzu. Zwar konnte das BFD als Streichergebnis gestrichen werden, doch der Rückstand war bereits groß. Ein zwischenzeitlicher elfter Platz blieb das beste Finalergebnis, danach folgten noch die Ränge 29 und 34. Mit 149 Nettopunkten landeten das Duo auf Platz 31.

Für einen versöhnlichen Ausgang aus deutscher Sicht sorgten Theresa Löffler und Christopher Hoerr. Das Duo segelte als einziges deutsches Team in die abschließenden Medaillenrennen und machte dort noch einmal entscheidende Plätze gut. Mit den Ergebnissen 4 und 2 im Finale verbesserten sich Löffler/Hoerr von Rang vier auf den Vizeweltmeistertitel – ihre erste WM-Medaille und zugleich der bislang größte Erfolg ihrer Karriere. Malte Winkel und Bente Batzing wurden als zweitbestes deutsches Duo 17.

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