Para-Schwimmen: das 2. WM-Gold für Janina Breuer

Nach Gold über 100 m Rücken gewinnt Janina Breuer über 100 Meter Schmetterling am letz­ten Tag der Para-Schwimm-WM in Mexiko ihr zwei­te Goldmedaille. Zuvor ist sie bereits zu 2xSilber geschwom­men. Damit kehrt das fünf­köp­fi­ge DBS-Team mit ins­ge­samt zwölf Medaillen zurück in die Heimat; Viermal Gold, sechs­mal Silber und zwei­mal Bronze ste­hen nach sechs inten­si­ven Wettkampftagen auf der Haben-Seite der deut­schen Mannschaft.

Für Nina ging ein gro­ßer Traum in Erfüllung: "Ich bin über­glück­lich und stolz auf das, was ich erreicht habe. Es war mei­ne ers­te WM und es hät­te nicht bes­ser lau­fen kön­nen. Mit zwei WM-Titeln über 100m Rücken und 100m Schmetterling in jeweils neu­er per­sön­li­cher Bestzeit und zwei Silbermedaillen über 200m Freistil und 200m Lagen hab ich mir einen gro­ßen Traum erfüllt." 
 
Fazit unse­res Trainers Phillip Semechin: "Ich bin hin und her geris­sen, was ich über die­se WM den­ken soll. Zum einen bin ich wahn­sin­nig froh über Janinas Ergebnisse bei ihrer ers­ten WM-Teilnahme. Sie ist einen tol­len Wettkampf geschwom­men und konn­te sich bis zuletzt stei­gern, sodass sie dann auch in ihrem letz­ten Finale über 100m Schmetterling in Bestzeit ihren zwei­ten Titel gewann. Ich bin unheim­lich stolz auf Nina und ihre gesam­te Saison, das hat sie wirk­lich toll gemacht. Darauf kön­nen wir für die Zukunft auf­bau­en. Für Elena Krawzow swim­mer ist es ein­fach unend­lich trau­rig, dass sie zu Beginn der WM krank gewor­den ist und nicht zei­gen konn­te, was sie drauf hat. Es steckt so viel har­te Arbeit dahin­ter und nun ist die Enttäuschung groß. Aber so ist es nun mal – das gehört zum Sport dazu. Es tat uns allen sehr leid für Elena, dass sie in Mexico nicht star­ten konn­te. Die Organisation und die Rahmenbedingungen waren in Mexico City schwie­rig und unge­wohnt. In der Vorbereitungszeit der WM haben wir in einem sehr kal­ten Pool trai­nie­ren müs­sen. Etwa 12- 15 Grad Außentemperatur und 24 Grad Wassertemperatur sind nicht ange­mes­sen und wohl eine mög­li­che Erklärung für die Erkrankung von Elena. Die Transporte und das Essen waren auch nicht ide­al, so dass wir mit eini­gen Widrigkeiten zu kämp­fen hat­ten. Diese Bedingungen waren für alle gleich schwer – das mach­te es nicht bes­ser aber zumin­dest fair. Insgesamt freue ich mich natür­lich über das posi­ti­ve Abschneiden der gesam­ten Nationalmannschaft Paraschwimmen Deutschland, auch wenn Elena uns gefehlt hat. Ich bli­cke zurück mit einem stark lachen­den und einem wei­nen­den Auge."