Motivation im Spitzensport - Was Führung daraus lernen kann

Vom 25. bis 27. April 2017 beka­men die 400 Teilnehmenden des 8. Potsdamer Dialogs vie­le Anregungen für eine umfas­sen­de Präventionskultur in Betrieben und Dienststellen. Impulsvorträge, brach­ten drän­gen­de Themen der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zur Sprache. OSP-Psychologin Monika Liesenfeld refe­rier­te zum Thema „Motivation im Spitzensport - Was Führung dar­aus ler­nen kann“.

Immer wie­der wer­den Sportpsychologen gefragt, wel­ches die ent­schei­den­de men­ta­le Strategie ist, damit Leistungssportler erfolg­reich sind und ihre Leistung auf den Punkt abru­fen kön­nen? Was treibt die Sportler an, viel Zeit, Kraft, Energie und Geld zu inves­tie­ren, um sport­li­che Ziele zu errei­chen? Meist sind es aber weni­ger die ein­zel­nen ange­wand­ten Methoden und Tools, die einen erfolg­rei­chen Sportler aus­zeich­nen, als viel­mehr deren grund­le­gen­de Einstellung. Erfolgreiche Sportler unter­schei­den sich u.a. in ihrer Frustrationstoleranz in ihrem Umgang mit Krisen und in der fort­wäh­ren­den Motivation, ihre Leistung ste­tig wei­ter zu ent­wi­ckeln.

Diese Aspekte des Spitzensports las­sen sich auch auf die Arbeitswelt über­tra­gen, um Mitarbeiter zu moti­vie­ren und damit lang­fris­tig psy­chisch gesund zu hal­ten. Dabei ist ein wesent­li­cher Punkt, dass Mitarbeiter sich nur selbst moti­vie­ren kön­nen. Führungskräfte kön­nen ledig­lich auf das äuße­re Umfeld ein­wir­ken und die­ses moti­vie­rend gestal­ten. Dabei sind Punkte wie Abwechslung, Anregung, Selbstwirksamkeit und Sinnhaftigkeit der Arbeit von Bedeutung. Führungskräfte soll­ten vor allem auf die Stärken ihrer Mitarbeiter set­zen, denn: „Ein Athlet gewinnt mit sei­nen Stärken, nicht mit sei­nen Defiziten.“