Leichtathletik: Betty Heidler bekommt Olympia-Silber aus London zugesprochen

Hammerwerferin Betty Heidler erhält statt der Bronzemedaille nach­träg­lich die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in London. Hintergrund ist die nun rechts­kräf­ti­ge Disqualifikation der rus­si­schen Olympiasiegerin Tatyana Lysenko wegen eines Dopingvergehens, das im Zuge von Nachkontrollen ein­ge­la­ger­ter Proben erkannt wor­den ist. Die Ergebnislisten der Olympischen Spiele 2012 in London (Großbritannien) sei­en bereits ent­spre­chend geän­dert, teil­te das Internationale Olympische Komitee (IOC) dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) mit. Der DOSB hat Betty Heidler von der Entscheidung infor­miert und ist nun mit ihr in Abstimmung über die Medaillen-Neuvergabe, für die das IOC bestimm­te Rahmenbedingungen for­mu­liert hat.

Drei wei­te­re deut­sche Leichtathletinnen rücken eben­falls in den Ergebnislisten von Peking (China) 2008 und London 2012 vor und erhal­ten neue Diplome: Kathrin Klaas (LG Eintracht Frankfurt), die im Hammerwurf-Finale von London Fünfte gewor­den war, erhält nun ihre Urkunde für den vier­ten Platz. Nadine Kleinert stößt im Kugel-Finale von Peking 2008 von Platz sie­ben auf Platz fünf vor. In ihrem Wettbewerb sind die bei­den weiß­rus­si­schen Athletinnen Natalya Mikhnevich und Nadezhda Ostapchuk dis­qua­li­fi­ziert wor­den, die Silber und Bronze gewon­nen hat­ten. Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf wird in den Resultaten von Peking anstatt auf Platz acht künf­tig als Siebte geführt, da Bronzemedaillengewinnerin Tatyana Chernova (Russland) des Dopings über­führt wor­den ist.