Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften vom 10. bis 16. August 2026 in Birmingham konnten auch die am Olympiastützpunkt Berlin betreuten Athletinnen und Athleten starke Akzente setzen. Allen voran sorgten Speerwurf-Europameister Julian Weber und der Silbermedaillengewinner über 400 Meter Hürden Emil Agyekum für herausragende Ergebnisse.
Im Speerwurf wurde Julian Weber seiner Favoritenrolle gerecht. Der vom OSP Berlin betreute Athlet sicherte sich den Europameistertitel mit einem Meisterschaftsrekord und führte damit zugleich einen deutschen Doppelerfolg an. Hinter Weber gewann Nick Thumm die Silbermedaille. Für Weber bedeutete der Sieg in Birmingham nach zahlreichen internationalen Spitzenplatzierungen einen weiteren großen Titel seiner Karriere.
Auch Emil Agyekum (SCC Berlin) überzeugte auf der großen internationalen Bühne. Nach seinem starken Saisonverlauf mit neuem Deutschen Rekord über 400 Meter Hürden reiste Emil Agyekum als einer der Medaillenkandidaten nach Birmingham. Im Finale bestätigte der 27-Jährige diese Rolle eindrucksvoll: In 47,87 Sekunden lief er hinter dem norwegischen Weltrekordhalter Karsten Warholm auf Rang zwei und feierte mit der Silbermedaille den bislang größten internationalen Einzelerfolg seiner Karriere.
Im Dreisprung vertrat Caroline Joyeux (LG Nord Berlin) die Berliner Farben. Sie belegte in ihrer Qualifikationsgruppe den achten Platz und verpasste damit den Einzug in das Finale.
Besonders bitter verlief die EM für Leo Köpp (LG Nord Berlin). Im Halbmarathon-Gehen zeigte der Berliner einen starken Wettkampf und lag lange aussichtsreich auf dem zweiten Rang. Nach einer Disqualifikation konnte er das Rennen jedoch nicht mit dem erhofften Spitzenergebnis beenden.
Auch insgesamt präsentierte sich die deutsche Mannschaft in Birmingham erfolgreich. Neben Julian Weber holten Zehnkämpfer Leo Neugebauer, Gesa Felicitas Krause über 3.000 Meter Hindernis, Owen Ansah über 200 Meter, Frederik Ruppert über 3.000 Meter Hindernis und Amanal Petros im Marathon weitere EM-Titel. Mit insgesamt 21 Medaillen – sechs Gold-, zehn Silber- und fünf Bronzemedaillen – belegte Deutschland hinter Italien und Gastgeber Großbritannien den dritten Platz im Medaillenspiegel.










