Weltklasse-Leichtathletik in Berlin: 78. ISTAF große WM-Generalprobe

WM-Feeling in Berlin – und das nicht nur wegen der hohen Temperaturen in der Hauptstadt! Vier Wochen vor der Weltmeisterschaft in Doha wird das ISTAF am kom­men­den Sonntag, 1. September 2019, zur gro­ßen Generalprobe für Deutschlands Leichtathletik-Stars und Top-Athleten aus aller Welt. Kompakt an einem Nachmittag tre­ten im Olympiastadion fast 200 Weltklasse-Sportler in 16 hoch­klas­sig besetz­ten Disziplinen an.

 Mit dabei sind unter ande­rem Deutschlands schnells­te Frau Gina Lückenkemper (100 m), die welt­bes­ten Speerwerfer um Olympiasieger Thomas Röhler, Weltmeister Johannes Vetter und den Deutschen Meister Andreas Hofmann. Weltklasse-Weitspringerin Malaika Mihambo tritt gegen vier wei­te­re Sieben-Meter-Springerinnen an. Die deut­schen Europameister Gesa Krause (läuft beim ISTAF 2.000 m Hindernis) und Mateusz Przybylko (Hochsprung) sind eben­so dabei wie die weiß­rus­si­sche EM-Siegerin Elvira Herman (100 m Hürden, Weißrussland) und Diskus-Weltmeister Andrius Gudžius (Litauen), der unter ande­rem Olympiasieger Christoph Harting her­aus­for­dert. Über die 110 Meter Hürden bekommt es der Deutsche Meister Gregor Traber mit der Weltspitze zu tun. Europameister Pascal Martinot-Lagarde aus Frankreich ist eben­so am Start wie der der­zei­ti­ge Hürden-Superstar: der amtie­ren­de Olympiasieger und Weltmeister Omar McLeod aus Jamaika.

Im Stabhochsprung heben die Top drei der Welt ab: Weltmeister Sam Kendricks (USA), Europameister Armand Duplantis (Schweden) und Polens Rekordhalter Piotr Lisek. Bei der EM 2018 im Berliner Olympiastadion hat­te sich Armand Duplantis in die Herzen der Zuschauer gesprun­gen. Der schwe­di­sche Shooting-Star gewann mit 6,05 m (EM-Rekord und U20-Weltrekord). Diese Höhe über­quer­ten im WM-Jahr 2019 über­haupt erst drei Athleten: Sam Kendricks (6,06 m), Piotr Lisek (6,02 m, pol­ni­scher Rekord) und Armand Duplantis (6,00 m).

ISTAF-Meetingdirektor Martin Seeber: „Kompakt an einem Sonntag-Nachmittag zei­gen wir den Fans Leichtathletik der Extraklasse und die bes­ten Deutschen im Duell mit Spitzensportlern aus der gan­zen Welt. Die Zuschauer erle­ben 16 hoch­klas­si­ge Entscheidungen. Wenige Tage nach dem ISTAF endet der Meldezeitraum für die WM. Viele Stars wer­den es im Olympiastadion noch ein­mal so rich­tig kra­chen las­sen, für eini­ge ist das ISTAF viel­leicht die letz­te Chance, noch auf den WM-Zug auf­zu­sprin­gen. Und das Wetter soll auch mit­spie­len. Mit den groß­ar­ti­gen Berliner Fans wol­len wir das 78. ISTAF zum WM-Turbo für die Leichtathleten machen.“

 

Das ist genau das Richtige, um mit Rückenwind zur WM zu fah­ren“

Gina Lückenkemper fie­bert dem ISTAF ent­ge­gen: „Eine tol­le Veranstaltung in einem tol­len Stadion – mit Fans, die eine Bomben-Stimmung machen. Das ist genau das Richtige, um mit Rückenwind zur WM zu fah­ren. Ich bin fit und freue mich, dass ich beim ISTAF gleich zwei­mal lau­fen kann – über die 100 Meter und ganz zum Schluss mit der Staffel. Das wird ein ech­ter Härtetest.“

Auch Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler, der im ver­gan­ge­nen Jahr sei­nen EM-Titel in Berlin mit einem spon­ta­nen Sprung in den Wassergraben fei­er­te, hat eine beson­de­re Beziehung zum größ­ten deut­schen Leichtathletik-Meeting und dem Olympiastadion: „Das ISTAF und das Olympiastadion sind für mich ein spe­zi­el­ler Ort. Zum ers­ten Mal habe ich es als U18-Dreispringer erlebt. Hier habe ich eine Medaille gewon­nen, die für mich einen beson­ders hohen Stellenwert hat. Ich kom­me immer wie­der sehr gern hier her.“

Weitsprung-Ass Malaika Mihambo peilt am Sonntag die nächs­te Bestmarke in Berlin an. „Es war schon bei den Deutschen Meisterschaften mit den 7,16 Metern super hier. Beim ISTAF liegt der Meetingrekord bei 7,08 Metern – da gibt es ja für Sonntag ein Ziel!“

Stabhochsprung-Europameister Armand Duplantis (Schweden) kehrt für das ISTAF an den Ort sei­nes größ­ten Triumphes zurück. „Die EM in Berlin war der Wahnsinn. Der Wettbewerb hat mein Leben ver­än­dert.“ Am Sonntag sprin­ge er gegen die abso­lu­te Weltspitze. „Das ISTAF ist eine tol­le Gelegenheit, so kurz vor der WM Selbstvertrauen für Doha zu sam­meln.“

Die 16 ISTAF-Disziplinen im Überblick

Männer: 100 m, 110 m Hürden, 400 m Hürden, 1.500 m, Hochsprung, Stabhochsprung, Speerwurf, Diskuswurf.

Frauen: 100 m, 4x100 m, 100 m Hürden, 2.000 m Hindernis, 5.000 m, Weitsprung, Dreisprung, Kugelstoßen.

 

Der Zeitplan

Die Tore des Olympiastadions öff­nen sich um 12:30 Uhr. Und frü­hes Kommen lohnt sich dies­mal ganz beson­ders. Nach dem tra­di­tio­nel­len ISTAF SCHOOLS CUP legen auch die Stars gleich los. Bereits um 13.30 Uhr las­sen die Weltklasse-Kugelstoßerinnen um Christina Schwanitz die Kugeln flie­gen. Das Programm endet um 17:30 Uhr.

Fernsehen: ISTAF live im Zweiten und in über 100 Ländern

Das ZDF über­trägt das ISTAF am Sonntag live von 16:10 bis 17:35 Uhr. Zudem ist das ISTAF auch inter­na­tio­nal gefragt. Das Meeting wird in über 100 Ländern zu sehen sein, unter ande­rem auch in den USA, Südafrika, Japan, Neuseeland und Jamaika. Für die TV-Produktion wer­den 7,5 Kilometer Kabel im Berliner Olympiastadion ver­legt, 38 Kameras sind im Einsatz.

 

Runde Sache“ nach zehn Jahren: WM-Silber für Ariane Friedrich beim ISTAF

Für zahl­rei­che Weltklasse-Athleten wird das 78. ISTAF zum gro­ßen Härtetest vor der WM 2019 in vier Wochen in Doha – und für eine Ausnahme-Sportlerin zum emo­tio­na­len Highlight zehn Jahre nach „ihrer“ Weltmeisterschaft: Deutschlands bes­te Hochspringerin Ariane Friedrich (35) erhält im Olympiastadion nach­träg­lich die Silbermedaille der WM 2009. Der vor ihr plat­zier­ten Russin Anna Tschitscherowa wur­de die Medaille wegen Dopings bereits im Februar 2018 aberkannt.

Ich freue mich rie­sig auf das ISTAF“, sagt Ariane Friedrich, die sich eine nach­träg­li­che Zeremonie bei Deutschlands ältes­tem Leichtathletik-Meeting gewünscht hat. „Natürlich wäre es schö­ner gewe­sen, wenn nie­mand gedopt hät­te und ich das alles 2009 schon erlebt hät­te. Dass ich die Medaille jetzt nach­träg­lich beim ISTAF bekom­me, ist aber eine run­de Sache und ein per­fek­ter Abschluss.“ Zum ISTAF und dem Olympiastadion habe sie eine „beson­de­re Verbindung“. Ariane Friedrich: „2008 bin ich beim ISTAF zum ers­ten Mal unter frei­em Himmel über die zwei Meter gesprun­gen, 2009 habe ich beim ISTAF den Deutschen Rekord auf­ge­stellt – und danach in Berlin die WM-Medaille gewon­nen.“ Friedrich war bei der WM 2009 mit 2,02 m höhen­gleich mit der des Dopings über­führ­ten Russin Anna Tschitscherowa und hin­ter der Kroatin Blanka Vlasic (2,04 m) zunächst Dritte gewor­den. Mit 2,06 m hält die Thüringerin noch immer den Deutschen Freiluft-Rekord im Hochsprung.

Am Sonntag bekommt Ariane Friedrich die Silbermedaille aus den Händen von Jon Ridgeon, Geschäftsführer des Leichtathletik-Weltverbands IAAF, über­reicht. Mit dabei im Olympiastadion sind dann auch Friedrichs Lebensgefährte, der vier­ma­li­ge Bob-Olympiasieger André Lange, ihre fünf­jäh­ri­ge Tochter Amy, ihr lang­jäh­ri­ger Trainer Günter Eisinger sowie ihre Chefin bei der Landespolizei Thüringen, Polizeidirektorin Heike Langguth. 2018 hat­te Ariane Friedrich ihre sport­li­che Karriere offi­zi­ell been­det. Die Polizei-Oberkommissarin ist bei den Bildungseinrichtungen der Thüringer Landespolizei in Meiningen in der Nachwuchsgewinnung und dem Eignungsauswahlverfahren tätig.

Stars haut­nah: „Fanzone“ über dem Marathontor

 Nach dem erfolg­rei­chen Test beim ISTAF INDOOR zu Jahresbeginn wer­den die Organisatoren auch beim 78. ISTAF am Sonntag im Berliner Olympiastadion eine Fanzone ein­rich­ten. Während der Veranstaltung kön­nen Zuschauer dort auf ihre Lieblingsathleten und Maskottchen „Berlino“ tref­fen. Meeting-Direktor Martin Seeber: „Wir wol­len die Distanz zwi­schen Sportlern und Fans wei­ter abbau­en und in der Leichtathletik Stars und Vorbilder zum Anfassen. Die Fanzone war beim ISTAF INDOOR ein abso­lu­ter Renner – bei den Fans und bei den Sportlern. Wir schaf­fen über dem Marathontor einen Platz, wo sich klei­ne und gro­ße Fans mit ihren Idolen tref­fen, Autogramme und Selfies bekom­men kön­nen.“ Der Treffpunkt (Bühnengröße 8 x 4 m) ist für Kartenbesitzer aller Kategorien zugäng­lich. Neben den aktu­el­len Top-Athleten wol­len auch ehe­ma­li­ge Stars wie Heike Drechsler (54) und Astrid Kumbernuss (49) vor­bei­schau­en.

ISTAF KIDS CLUB mit KiKA-Star – Großes Kinderprogramm im Olympiastadion

Das 78. ISTAF wird auch für die kleins­ten Leichtathletik-Fans ein gro­ßes Spaß-Spektakel. Denn beim ältes­ten Leichtathletik-Meeting der Welt kom­men auch die jüngs­ten Zuschauer voll auf ihre Kosten. Vor, wäh­rend und nach den Leichtathletik-Entscheidungen kön­nen die Kinder im Umlauf des Berliner Olympiastadions wie­der im meh­re­re hun­dert Quadratmeter gro­ßen ISTAF KIDS CLUB spie­len, toben, klet­tern und aus­pro­bie­ren. Das Angebot wird von der Berliner Stadtreinigung (BSR) und dem ISTAF-Gesundheitspartner AOK Nordost prä­sen­tiert und ist kos­ten­los.

Zu den Highlights im ISTAF Kids Club gehört der Auftritt von Christian Bahrmann (KiKANiNCHEN). Der belieb­te KiKA-Moderator, Schauspieler, Puppenspieler und Sänger wird auf der AOK-Bühne ein Mitmach-Programm ver­an­stal­ten. Die BSR bie­tet unter ande­rem Spiele zum Thema „Richtige Abfalltrennung“ an – und das vom Landessportbund Berlin orga­ni­sier­te Projekt „Berlin hat Talent“ ist mit einem Koordinations-Parcours vor Ort. Im Olympiastadion geben zudem die Leichtathletik-Stars gemein­sam mit ISTAF-Maskottchen Berlino in der neu­en Fanzone Autogramme und erfül­len Selfie-Wünsche. Allen jun­gen Familien bie­ten die ISTAF-Organisatoren einen bewach­ten „Kinderwagen-Parkplatz“ an.

Meeting-Direktor Martin Seeber: „Das ISTAF ist ein Sport-Event für die gan­ze Familie. Neben den sport­li­chen Höchstleistungen im Olympiastadion schaf­fen wir gemein­sam mit unse­ren Partnern AOK und BSR mit dem ISTAF KIDS CLUB ein wei­te­res tol­les Angebot für unse­re jüngs­ten Fans.“

Das ISTAF bie­tet auch beson­de­re Ticket-Angebote für Kinder und Familien an: So kos­tet das ISTAF-Familienticket (vier Personen) nur 25 Euro. Alle Infos unter www.istaf.de.

Bereits über 37.000 Karten weg – Tickets ab 9 Euro

Über 37.000 Eintrittskarten sind bereits ver­kauft. Alle Informationen und Ticket-Angebote unter www.istaf.de, der Ticket-Hotline 030-301118630, im Online-Ticketshop unter www.tickets.istaf.de sowie an allen CTS-Vorverkaufsstellen. Die Tageskassen am Olympiastadion öff­nen am Sonntag um 11:30 Uhr.

Disziplinen – Überblick 

Start: 13:30 Uhr I Kugelstoßen Frauen  

Vor weni­gen Wochen sicher­te sich Kugelstoß-Ass Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge/SB 19,37 m) im Olympiastadion ihren sieb­ten Meistertitel – mit 18,84 Metern. Ob das reicht, um am Sonntag ihren vier­ten ISTAF-Sieg zu fei­ern? Ihre stärks­ten Konkurrenten sind die Dritte der Weltjahresbestenliste Danniel Thomas-Dodd (Jamaika/SB 19,55 m), die US-Amerikanerin Jessica Ramsey (SB 19,01 m) und die Polin Paulina Guba (SB 18,57 m), die Schwanitz bei der EM 2018 über­ra­schend Gold weg­ge­schnappt hat­te. Ebenfalls am Start sind Schwanitz‘ DLV-Kolleginnen Sara Gambetta (SV Halle/SB 18,40 m) und Alina Kenzel (VfL Waiblingen/SB 18,17 m).

13:50 Uhr I Dreisprung Frauen

Aus deut­scher Sicht dreht sich nach der kurz­fris­ti­gen Absage der ver­letz­ten Kristin Gierisch alles um Neele Eckhardt (LG Göttingen). Springt die zweit­bes­te DLV-Dreispringerin beim ISTAF noch „auf den letz­ten Metern“ auf den WM-Zug auf? Die WM-Norm (14,20 m) ist auf jeden Fall drin, 14,16 Meter ist Neele Eckhardt in die­sem Jahr bereits gesprun­gen. Die gro­ße Favoritin auf den ISTAF-Sieg kommt indes aus Jamaika. Shanieka Ricketts reist mit 14,93 Metern (PB/SB) nach Berlin, nur eine Athletin ist 2019 wei­ter gesprun­gen. Am Donnerstag gewann sie das Diamond-League-Finale in Zürich.

14:30 Uhr I Diskuswurf Männer

Der Olympiasieger gegen den Welt- und Europameister – Christoph Harting (SCC Berlin) trifft am Sonntag auf Andrius Gudžius. Der Litauer ist von allen ISTAF-Startern der­zeit am bes­ten in Form (SB 67,73 m), dicht gefolgt vom 36-jährigen pol­ni­schen Altmeister Piotr Małachowski (67,23 m). Gelingt Christoph Harting (SB 66,01 m) nach zuletzt ent­täu­schen­den Auftritten im Olympiastadion bei der EM 2018 und den Deutschen Meisterschaften 2019 end­lich mal wie­der der gro­ße Wurf? Bei den „Deutschen“ tri­um­phier­te in die­sem Jahr Martin Wierig (SC Magdeburg/SB 66,04 m), der nun auch sei­nen ers­ten ISTAF-Sieg will. Mit dabei sind auch David Wrobel (SC Magdeburg/SB 65,86 m) und Daniel Jasinski (TV Wattenscheid 01/SB 62,89 m).

14:45 Uhr I Hochsprung Männer

Dieses Duell war einer der emo­tio­na­len Höhepunkte der Europameisterschaft im ver­gan­ge­nen Sommer im Berliner Olympiastadion: Mateusz Przybylko (Bayer Leverkusen) über­springt Höhe für Höhe im ers­ten Versuch. Aber auch der Weißrusse Maksim Nedasekau springt sich in einen „Höhenrausch“ und ver­lang­te dem Deutschen alles ab. Erst als Przybylko auch die 2,35 Meter im ers­ten Anlauf meis­ter­te, hat er EM-Gold sicher. Beim ISTAF tref­fen die bei­den Widersacher wie­der auf­ein­an­der. Zu den Favoriten auf den ISTAF-Sieg zäh­len auch der Japaner Takashi Eto und Andrij Prozenko. Der Ukrainer gewann am Donnerstag das Diamond-League-Finale in Zürich mit Saisonbestleistung (2,32 m).

15:00 Uhr I Stabhochsprung Männer

Die drei der­zeit bes­ten Stabhochspringer der Welt – und welt­weit ein­zi­gen Sechs-Meter-Springer 2019 – heben beim ISTAF ab: Sam Kendricks (6,06 m), Piotr Lisek (6,02 m, pol­ni­scher Rekord) und Europameister Armand Duplantis (6,00 m). Angesichts der Weltklasse-Konkurrenz star­ten Torben Blech (Leverkusen), der bei der Universiade 2019 Silber hol­te, und U23-Europameister Bo Kanda Lita Baehre (Leverkusen) im Olympiastadion als Außenseiter.

15:03 Uhr I 400 Meter Hürden Männer

Erstmals seit 2012 erle­ben die ISTAF-Fans wie­der ein Hürden-Rennen über die 400 Meter (Männer). Die Disziplin gehör­te bis vor sie­ben Jahren regel­mä­ßig zum Programm des Meetings. Allein Edwin Moses (USA) tri­um­phier­te in den 80er Jahren sechs Mal in Berlin. Auf Wunsch des DLV bekom­men die 400 Meter Hürden jetzt ihr ISTAF-Comeback. Hintergrund: Bislang haben nur der Deutsche Meister Luke Campbell (LG Eintracht Frankfurt/SB 49,24 Sekunden) und Constantin Preis (VfL Sindelfingen/49,23) die gefor­der­te WM-Norm (49,30 Sekunden) erfüllt. Mit Joshua Abuaku (LG Eintracht Frankfurt/49,49) und Emil Agyekum (SSC Berlin/49,69) kämp­fen zwei wei­te­re DLV-Athleten noch um das WM-Ticket.

15:35 Uhr I 100 m Frauen

Zwei deut­sche Top-Athletinnen ste­hen heu­te im Fokus der Berliner Fans: Deutschlands schnells­te Sprinterin Gina Lückenkemper (SCC Berlin) und Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF). Lisa Marie Kwayie fie­bert dem Start beim ISTAF ent­ge­gen. „Das ISTAF ist mein Heimspiel“, so die 22-jährige Sprinterin aus Neukölln. „Als Jugendliche habe ich hier als Volunteer gehol­fen. Jetzt freue ich mich rie­sig dar­auf, mich beim ISTAF auf inter­na­tio­na­ler Ebene zu ‚batt­len‘. Wer beim ISTAF auf einem guten Stand ist, ist rea­dy for Doha.“ Die schnells­te Zeit aller ISTAF-Starterinnen ist in die­sem Jahr die Chinesin Manqi Ge (SB 11,04) gelau­fen.

15:45 Uhr I 5.000 m Frauen

2017 lief die Kenianerin Norah Jeruto Tanui die 3.000 Meter Hindernis beim ISTAF so schnell wie noch nie eine Läuferin beim ältes­ten Leichtathletik-Meeting der Welt. Diesmal star­tet die Meeting-Rekordlerin über die 5.000 Meter. Zum ers­ten Mal über­haupt beim ISTAF dabei ist Alina Reh (SSV Ulm 1846). Auf ihre ISTAF-Premiere berei­tet sich die 22-Jährige in St. Moritz vor. Am Start ist auch Hanna Klein (SG Schorndorf 1846).

16:05 Uhr I Weitsprung Frauen

Weltklasse-Weitspringerinnen erle­ben die ISTAF-Fans auf der Gegengeraden des Olympiastadions. Die Deutsche Meisterin, Europameisterin und Weltjahresbeste Malaika Mihambo (LG Kurpfalz/PB 7,16 m) springt gegen vier wei­te­re Sieben-Meter-Springerinnen. Zu den Konkurrentinnen gehö­ren die Welt- und mehr­fa­che Europameisterin Ivana Španović (Serbien/PB 7,10 m), die EM-Dritte Shara Proctor (Großbritannien/PB 7,07 m), die Weißrussin Nastassja Sjarhejeuna Mirontschyk-Iwanowa (PB 7,08 m) und die Olympia-Zweite von 2012, die als neu­tra­le Athletin star­ten­de Russin Jelena Sokolowa (PB 7,07 m).

16:10 Uhr I 1.500 m Männer

Zahlreiche inter­na­tio­na­le Top-Läufer star­ten beim ISTAF über die 1.500 Meter – und mit­ten­drin: Robert Farken (SC DHfK Leipzig). Für den 21 Jahre alten zwei­fa­chen Deutschen Hallenmeister über die 800 Meter erfüllt sich mit sei­nem ers­ten ISTAF-Start ein gro­ßer Wunsch: „Als Kind habe ich immer davon geträumt, beim ISTAF in Berlin anzu­tre­ten. Ich freue mich rie­sig, die­sen Traum jetzt ver­wirk­li­chen zu kön­nen“, so der Leipziger.

16:10 Uhr I Speerwurf Männer

Die deut­sche Speerwurf-Elite ist im Berliner Olympiastadion am Start. Olympiasieger und Europameister Thomas Röhler (LC Jena/SB 86,99 m), Weltmeister Johannes Vetter (LG Offenburg/SB 89,28 m) und der Deutsche Meister Andreas Hofmann (MTG Mannheim/SB 89,65 m) gehö­ren alle­samt zu den Top-Favoriten auf den WM-Titel in Doha. Der amtie­ren­de Titelträger fie­bert dem ISTAF ent­ge­gen. „Ich freue mich rie­sig auf das ISTAF, das wird ein hoch­klas­si­ger Wettkampf“, sagt Weltmeister Johannes Vetter. „2016 und 2017 habe ich das ISTAF gewon­nen, bei der EM 2018 und der Deutschen Meisterschaft 2019 muss­te ich im Olympiastadion pas­sen. Höchste Zeit, wie­der Berlin zu rocken!“ Im „Konzert der Großen“ mit­mi­schen wird Niklas Kaul. Der 21-jährige Zehnkämpfer, vor einem Jahr EM-Vierter im Olympiastadion, will sich im Wettbewerb mit der Weltspitze auf die WM in Doha vor­be­rei­ten.

 16:25 Uhr I 100 m Hürden Frauen

Hürden-Ass Cindy Roleder (SV Halle, PB 12,59 Sekunden) trifft beim ISTAF auf Europameisterin Elvira Herman (Weißrussland). Gelingt der Deutschen, die bei der EM 2018 Bronze hol­te, dies­mal ein Sieg über die Weißrussin? Weitere Favoritinnen in dem hoch­klas­sig besetz­ten Feld kom­men aus den USA: Nia Ali, die in Rio Olympia-Silber gewann, und Christina Clemons, gebo­re­ne Manning, die den ISTAF-Wettbewerb 2017 und 2018 für sich ent­schei­den konn­te.

 16:35 Uhr I 110 m Hürden Männer

Deutscher Meister gegen Europameister – die­ses Duell steht auch bei den Männern auf dem Programm. Gregor Traber (Tübingen) und EM-Champion Pascal Martinot-Lagarde aus Frankreich gehen aber nicht als Favoriten in die­ses ISTAF-Rennen. Top-Favorit ist am Sonntag der amtie­ren­de Olympiasieger und Weltmeister – Hürden-Superstar Omar McLeod aus Jamaika. Mit sei­nen per­sön­li­chen Bestzeiten von 12,90 Sekunden über die 110 Meter Hürden und 9,99 Sekunden über die 100 Meter ist der 25-Jährige der ers­te Athlet, der in bei­den Disziplinen unter 13 bzw. 10 Sekunden gelau­fen ist.

 16:50 Uhr I 2.000 m Hindernis Frauen

Gesa Krause und die blaue Bahn – das passt! In Berlin hol­te sie gera­de zum fünf­ten Mal in Folge den Deutschen Meistertitel, im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de die Sportsoldatin im Olympiastadion Europameisterin, beim ISTAF leg­te sie deut­sche Rekorde über 2.000 Meter Hindernis (2015, 6:04,20 Minuten) und 3.000 Meter Hindernis (2017, 9:11,85) auf die blaue Bahn. Kein Wunder, dass sie Rennen in Berlin liebt. „Ich freue mich rie­sig auf das ISTAF“, sagt die gebür­ti­ge Mittelhessin. Diesmal läuft sie wie­der die 2.000 Meter Hindernis – wird es wie­der ein Rekord-Rennen? Die Form stimmt! Drei Tage vor dem ISTAF hat sie bereits in Zürich den deut­schen Rekord über die 3.000 Meter Hindernis ver­bes­sert (9:07,51).

 17:12 Uhr I 100 m Männer

Der Deutsche Meister Michael Pohl (Sprintteam Wetzlar/PB 10,22 Sekunden), sein Team-Kollege Kevin Kranz (PB 10,24) und Deutschlands Rekordhalter Julian Reus (LAC Erfurt/PB 10,01) tref­fen am kom­men­den Sonntag gleich auf fünf Sprinter, die die 100 Meter schon unter zehn Sekunden gelau­fen sind. Star im Feld ist Andre de Grasse (SB 9,98). Der kana­di­sche Top-Sprinter gewann bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio Silber (200 m) und Bronze (100 m) und wur­de als Nachfolger von Usain Bolt gehan­delt. Am Start sind auch Yoshihide Kiryū (PB 9,98), der mit Japans 4x100m-Staffel in Rio Silber gewann, der schnel­le Jamaikaner Tyquendo Tracey (PB 9,96) und der Südafrikaner Akani Simbine (PB 9,89), der 2018 bei den Commonwealth Games im aus­tra­li­schen Gold Coast Gold hol­te. 2019 sind welt­weit erst vier Sprinter schnel­ler gewe­sen als Simbine (SB 9,93). Ebenfalls dabei ist der Kanadier Aaron Brown (PB/SB 9,96), der in die­sem Jahr allein drei Diamond-League-Siege fei­er­te und bei den kana­di­schen Meisterschaften tri­um­phier­te – vor sei­nem Landsmann Andre de Grasse.

 17:27 Uhr I 4 x 100 m Frauen

Am stärks­ten sind Deutschlands Sprinterinnen, wenn sie gemein­sam auf der Bahn ste­hen: Die 4x100m-Staffel wur­de unter ande­rem bei Olympia 2016 und der WM 2017 Vierter, gewann bei den Europameisterschaften 2016 und 2018 Bronze – und hol­te bei den World Relays 2017 sogar Gold. Beim ISTAF trifft das Team um Gina Lückenkemper unter ande­rem auf die Staffeln Chinas und Polens. Drei Tage vor dem ISTAF tri­um­phier­te das DLV-Team beim Diamond-League-Meeting in Zürich und gewann mit Saisonbestleistung (42,22 Sekunden) vor den Niederlanden und China.