Welcome Home TEAM BERLIN TOKIO

Welcome-Home für die Olympia-Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Eintragung ins Gästebuch der Stadt

Die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio sind erfolg­reich zu Ende gegan­gen und die Sportmetropole Berlin hat am Mittwochabend  (8.9.2021) im Olympiastadion Berlin den Auftakt der bevor­ste­hen­den Saison gefei­ert. Besondere Highlights waren die „Welcome Home“-Zeremonie für die Berliner Sportlerinnen und Sportler der Olympischen und Paralympischen Spiele und mit der Eintragung in das Gästebuch der Stadt Berlin wur­den sie von dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und dem Sportsenator Andreas Geisel für ihr Engagement und ihre her­aus­ra­gen­den Leistungen geehrt. Insgesamt hol­te das TEAM BERLIN TOKIO in den olym­pi­schen und paralym­pi­schen Wettkämpfen 1 Mal Gold, 2 Mal Silber und 10 Mal Bronze in die deut­sche Hauptstadt.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller: „Berlin ist stolz auf die Leistungen der Berliner Athletinnen und Athleten, die an den Olympischen Spielen und an den Paralympics in unse­rer Partnerstadt Tokio teil­ge­nom­men haben. Wir gra­tu­lie­ren allen zu ihren Erfolgen und zu ihren Medaillen. Wir dan­ken allen Teilnehmenden dafür, dass sie unse­re Stadt so her­vor­ra­gend ver­tre­ten haben. Die gro­ßen inter­na­tio­na­len Veranstaltungen in Japan waren Höhepunkte des Sportjahrs. Zur Bilanz gehö­ren auch die Erfolge unse­rer Bundesliga-Teams, dar­un­ter Alba Berlin, die BR Recycling Volleys, die Eisbären, die Füchse oder Union. Die Freude an die­sen Erfolgen ist umso grö­ßer, als gera­de der Sport durch die Pandemie gehan­di­capt war. Wir hof­fen, dass die jetzt star­ten­de Saison der Sportmetropole Berlin mehr und mehr wie­der so ver­lau­fen kann, wie wir es vor der Pandemie gewohnt waren.“

Senator für Inneres und Sport, Andreas Geisel: „Ich gra­tu­lie­re allen Berliner Sportlerinnen und Sportlern zu ihren Erfolgen bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio. Angesichts der beson­ders har­ten Vorbereitungszeit unter Pandemiebedingungen kön­nen Sie wahr­lich stolz auf Ihre Leistung sein! Auch wenn sich nicht alle Medaillenhoffnungen erfüllt haben – Sie haben Mut, Ausdauer und Durchhaltevermögen bewie­sen und Ihr Bestes gege­ben. Mit Blick auf die bevor­ste­hen­de Saison in unse­rer Sportmetropole Berlin kann ich mit Stolz sagen: Drei deut­sche Meistertitel in der ver­gan­ge­nen Saison zei­gen, dass es uns mit dem „Rettungsschirm Sportmetropole“ gelun­gen ist, dem Berliner Sport unter die Arme zu grei­fen – und das wer­den wir auch wei­ter­hin tun. Ich wün­sche den Proficlubs in Berlin eine erfolg­rei­che Saison!“

Insgesamt hol­ten die Berliner Athletinnen und Athleten 13 Medaillen und erreich­ten 52 Mal TOP 8 Platzierungen bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio. „Unsere Sportlerinnen und Sportler haben mit eini­gen Highlights begeis­tert und waren im inter­na­tio­na­len Wettbewerb kon­kur­renz­fä­hig, was die Platzierungen auf Rang 1 bis 8 ein­drucks­voll bele­gen“, sagt Dr. Harry Bähr, Leiter des Olympiastützpunkts Berlin. „Wieder ein­mal war zu sehen, wie dicht Sieg und Niederlage bei­ein­an­der lie­gen – nicht alle Medaillenträume sind in Erfüllung gegan­gen. Aber in der Gesamtbilanz konn­ten die Berlinerinnen und Berliner einen wich­ti­gen Beitrag zum Ergebnis des Team D leis­ten, so Dr. Bähr weiter.“

Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin: „Wir haben in Tokio star­ke Botschafterinnen und Botschafter für den Berliner Sport gese­hen. Wie viel­fäl­tig der Sport ist und wie sehr er auch in eine Metropole passt, das haben Athletinnen und Athleten aus Berlin ein­drucks­voll gezeigt, nicht nur unse­re Medaillengewinner. Damit mei­ne ich zum Beispiel die BMX-Fahrerin Lara Lessmann oder die Skateboarderin Lilly Stoephasius. Gerade in Berlin wird immer gefor­dert, nicht Medaillen um jeden Preis anzu­stre­ben. Deshalb ver­die­nen die­se jun­gen Athletinnen beson­de­re Anerkennung. Sie inspi­rie­ren Kinder und Jugendliche. Es wird jetzt wei­ter dar­um gehen, jun­gen Sportlerinnen und Sportlern in Berlin eine gute Perspektive zu bie­ten. Das Sportforum Hohenschönhausen mit sei­ner ein­ma­li­gen Infrastruktur braucht dafür den Status eines natio­na­len Spitzensportzentrums.“

Mit vie­len posi­ti­ven Eindrücken im Gepäck sind die 69 olym­pi­schen und paralym­pi­schen Athletinnen und Athleten aus Tokio in die Hauptstadt zurück­ge­kehrt. Sie erzäh­len von ihren Erlebnissen und emo­tio­nals­ten Momenten. Das TEAM BERLIN TOKIO des OSP Berlin wur­de beim „Welcome Home“ im Rahmen des fei­er­li­chen Saisonauftakts der Sportmetropole Berlin im Olympiastadion Berlin emp­fan­gen und geehrt.

Ich habe in Tokio gleich zu Beginn mei­ne per­sön­li­chen Höchstschwierigkeiten zei­gen kön­nen. Deshalb wuss­te ich schon nach mei­nem ers­ten Run, dass sich die gan­ze Arbeit im Vorfeld gelohnt hat“, sagt die Berliner Skateboarderin Lilly Stoephasius. Die mit 14 Jahren jüngs­te deut­sche Olympia-Starterin fuhr in der Disziplin „Park“ auf Platz neun – ihre bis­her bes­te inter­na­tio­na­le Platzierung in die­ser Disziplin. Die Schülerin war von ihrem außer­ge­wöhn­li­chen Tokio-Trip begeis­tert. „Die japa­ni­schen Volunteers waren so unfass­bar nett und hilfs­be­reit und haben trotz der Corona-Beschränkungen für eine tol­le Atmosphäre gesorgt. Ein unbe­schreib­li­ches Erlebnis – am liebs­ten wür­de ich gleich noch ein­mal bei Olympia star­ten.“ Keine zwei Tage nach ihrer Rückkehr aus Tokio saß Lilly Stoephasius wie­der im Klassenzimmer. „Das war zwar ein biss­chen stres­sig, aber ich habe schnell wie­der reingefunden.“

Mr. Wasserspringen“ Patrick Hausding kehr­te mit Bronze von sei­nen vier­ten und letz­ten Olympischen Spielen als Leistungssportler zurück – und mach­te sich gleich für ein paar Tage wie­der auf den Weg in den Kroatien-Urlaub. „Für mich war der Abschied von Olympia doch sehr emo­tio­nal“, gesteht der 32-jährige Berliner, der in Tokio mit sei­nem Teamkollegen Lars Rüdiger vom 3-Meter-Brett auf den Bronze-Rang gesprun­gen ist. „Vier Mal Olympia, drei Medaillen in drei ver­schie­de­nen Disziplinen, die drit­te gan­ze zwölf Jahre nach der ers­ten Medaille – eine abso­lut ver­rück­te Olympia-Karriere, für die ich sehr dank­bar bin.“

Über Gold jubeln konn­te in Tokio Elena Krawzow. Die Berlinerin sicher­te sich bei den Paralympics den Sieg über 100-Meter-Brust in der Startklasse SB13. Am ver­gan­ge­nen Sonntag. „So vie­le Jahre habe ich für mei­nen größ­ten Traum als Sportlerin gekämpft, jetzt habe ich es end­lich geschafft. Die Goldmedaille ist sicher, ich bin Paralympics-Siegerin, die­se Worte klin­gen immer noch unwirk­lich. Ich bin unfass­bar stolz und vol­ler Freude. Mir ist natür­lich bewusst, dass ich die­sen har­ten Weg nicht allei­ne geschafft hät­te. Meine Dankbarkeit geht an mein Team, wel­ches mich auf mei­ner Reise zur Goldmedaille unter­stützt hat, vie­len Dank!“

Berliner Olympia-Bilanz: Neun Berliner Athletinnen und Athleten kehr­ten mit Medaillen zurück. Insgesamt gab es 36 Platzierungen auf den Rängen 1 bis 8.

  • Martin Sauer von Berliner Ruder-Club und Olaf Roggensack vom RC Tegel ruder­ten im Deutschlandachter zu Silber.
  • Lena Hentschel, Patrick Hausding und Lars Rüdiger vom Berliner TSC gewan­nen Bronze im 3-m-Synchronspringen.
  • Tim Hecker vom SC Berlin Grünau hol­te sich Bronze im Canadier-Zweier.
  • Lisa Unruh vom Bogensportclub BB-Berlin, Michelle Kroppen (SV GutsMuths Jena) und Charline Schwarz (BS Feucht) sicher­ten sich Bronze im Bogensport-Teamwettbewerb.

Berliner Paralympics-Bilanz: Vier Berliner Athletinnen und Athleten kehr­ten mit Medaillen zurück. Insgesamt gab es 16 Platzierungen auf den Rängen 1 bis 8.

  • Elena Krawzow schwamm über die 100-Meter-Brust zu Gold.
  • Felicia Laberer gewann im Kanu-Kajak-Einzel über 200 m Bronze.
  • Leichtathlet Ali Lacin hol­te eben­falls Bronze im 200-Meter-Sprint.
  • Stephanie Grebe sicher­te sich im Tischtennis-Einzel die Bronzemedaille.

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