PyeongChang 2018: Die Hauptstadt glänzt silbern!

Das TEAM BERLIN PYEONGCHANG ist am 28. Februar in der Hauptstadt fei­er­lich emp­fan­gen wor­den. Die Botschaft der Republik Korea und der Olympiastützpunkt Berlin hat­ten in Kooperation mit dem Senat von Berlin und dem Landessportbund zur „Welcome Home“-Feier ins Koreanische Kulturzentrum ein­ge­la­den.

 „Die Olympischen Spiele sind der Höhepunkt einer jeden Sportkarriere. Ich gra­tu­lie­re den Olympioniken ganz herz­lich zu den erbrach­ten Leistungen“, sag­te Andreas Geisel, Senator für Inneres und Sport. „Dass von den zehn Berlinerinnen und Berlinern des TEAMS BERLIN PYEONGCHANG vier mit Medaillen von den Olympischen Winterspielen in die Sportmetropole zurück­ge­kehrt sind, ist ein star­kes Ergebnis“, lob­te Dr. Harry Bähr, Leiter des Olympiastützpunktes. Und LSB-Präsident Klaus Böger ergänz­te: „Alle Berliner Olympioniken haben unse­re Sportmetropole wür­dig ver­tre­ten. Der Berliner Sport ist stolz auf sie.“

Die viel­leicht größ­te Überraschung der Olympischen Winterspiele von PyeongChang gelang der deut­schen Eishockey-Nationalmannschaft mit den Berlinern Frank Hördler, Jonas Müller und Marcel Noebels. Das Team gewann sen­sa­tio­nell Silber. Es ist aus deut­scher Sicht der größ­te Erfolg in der Olympia-Geschichte. „Für unse­re Sportart ist das eine rich­tig tol­le Sache“, sag­te Eisbären-Manager Peter-John Lee, der das Silber-Trio bei der Feier ver­trat, weil es am sel­ben Abend wie­der für die Eisbären auf dem Eis ste­hen woll­te.

Kurz vor den Eishockey-Cracks jubel­te am Schlusstag der Winterspiele auch der Berliner Eric Franke. Im Vierer-Bob des Piloten Nico Walther ras­te der Anschieber aus der Sportmetropole auf den zwei­ten Rang – eben­falls Silber! „Der Wahnsinn“, sag­te Eric Franke und schmun­zel­te: „Mir ist es mitt­ler­wei­le fast schon etwas unan­ge­nehm, die gan­ze Zeit die Medaille um den Hals zu tra­gen.“

Dagegen haben sich die Medaillenträume von Eisschnellläuferin Claudia Pechstein nicht erfüllt. Die Ausnahme-Athletin ist die ers­te Deutsche, die an sie­ben Olympischen Winterspielen teil­ge­nom­men hat. Mit neun Medaillen (5 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze) ist die schnel­le Berlinerin, die in Südkorea ihren 46. Geburtstag fei­er­te, zudem auch die erfolg­reichs­te deut­sche Winter-Olympionikin aller Zeiten. Diesmal reich­te es für Claudia Pechstein zu einem ach­ten (5.000 m) und einem neun­ten Platz (3.000 m). Auch Pechsteins Kollege Nico Ihle blieb auf sei­ner Paradestrecke über 500 m und über die 1.000 m ohne die erhoff­te Olympia-Medaille und wur­de zwei­mal Achter.

Ihre Olympia-Premiere fei­er­ten neben drei Eisbären und Eric Franke auch die Berliner Eisschnellläuferin Michelle Uhrig (1.000 m / 31. Platz), Eiskunstläufer Paul Fentz (22. Platz) und das Eiskunstlauf-Paar Annika Hocke/Ruben Blommaert, das einen respek­ta­blen 16. Rang erreich­te. „Olympia war ein­fach unglaub­lich“, schwärm­te Ruben Blommaert, der sich gleich nach der Rückkehr aus Südkorea die Olympischen Ringe auf den Unterarm täto­wie­ren ließ. Auch Paul Fentz war glück­lich: „Jetzt gehö­re ich zu den 22 bes­ten Eiskunstläufern der Welt. Warum soll man dar­auf nicht stolz sein!“ Für Michelle Uhrig war die Olympia-Premiere „ein­fach der Hammer“, für Annika Hocke „ein Super-Erlebnis“.

20 Medaillen haben Berliner Sportlerinnen und Sportler seit 1988 bei olym­pi­schen Winterspielen gewon­nen, dar­un­ter zehn­mal Gold. 2014 in Sotschi hat­te das Berliner Team die Medaillenränge mehr­mals knapp ver­passt.