Start des Studienganges „Soziale Arbeit und Sport“ in Berlin

Die Kombination von „Sozialer Arbeit“ und „Sportwissenschaft“ war bis­her nur ein oft geheg­ter Wunsch. Die Sportmetropole Berlin geht hier ab sofort neue Wege. Im Oktober eröff­ne­ten die Deutsche Hochschule für Gesundheit & Sport (DHGS) und der Landessportbund Berlin (LSB) fei­er­lich den bun­des­weit ein­ma­li­gen Studiengang „Soziale Arbeit und Sport“, der im aktu­el­len Wintersemester 2019/20 mit 33 Studierenden sei­ne Premiere erlebt. Die Absolventen/-innen erwer­ben nach sie­ben Semestern einen Studienabschluss als Bachelor of Arts (B.A.), der zum Erwerb der Anerkennung als Sozialpädagoge/-in (B.A.) berech­tigt. „Der Studiengang ist euro­pa­weit ein­zig­ar­tig“, sagt DHGS-Präsident Prof. Dr. Franz-Michael Binninger.

Gemeinsam von LSB und DHGS kon­zi­piert und ent­wi­ckelt, befä­higt der Studiengang „Soziale Arbeit und Sport“ im Blended-Learning-Format die Studierenden dazu, mit sozial- und sport­päd­ago­gi­schen Kompetenzen Bewegung und Sport ziel­ge­rich­tet in allen Handlungsfeldern der sozia­len Arbeit anzu­wen­den, z. B. in der Kinder- und Jugendarbeit, in Kitas und Schulen, in der Familienhilfe und der Gesundheitsförderung. Das Studienprogramm ist zugleich pass­ge­recht dafür, dass Mitarbeiter in den ver­schie­den­ar­tigs­ten sozia­len Projekten des LSB in der Lage sind, den Sport als Bildungsangebot zu gestal­ten. Der Studiengang beruht u. a. auf den Erfahrungen der bei­den Partner im Nachwuchsförderprogramm „BERLIN HAT TALENT“, das in Kooperation mit dem Berliner Senat und ande­ren Unterstützern Berliner Drittklässler sport­lich för­dert und for­dert.

Vor einem Jahr im Beisein von Eishockeylegende Sven Felski und Bob- Olympiasiegerin Mariama Jamanka aus der Taufe geho­ben, begrüß­ten nun Franz-Michael Binninger, Prof. Dr. Jochen Zinner (Direktor des DHGS-Instituts für Leistungssport & Trainerbildung) und LSB-Präsident Thomas Härtel die Studierenden zum Start in ihr ers­tes Semester. Als Unterstützung für ein gelin­gen­des Studium stif­te­te der LSB für sechs Studierende ein Förderstipendium. Auch die Abteilung Sportförderung des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin über­nahm die Studienkosten für einen Studierenden.

Im Sport geht es nicht nur um schnel­ler, höher, wei­ter“, so LSB-Präsident Thomas Härtel. „Sport ver­bin­det auch, ermög­licht sozia­le Teilhabe und Integration. Die Hochschulabsolventen, die wir aus­bil­den, kön­nen das pass­ge­nau umset­zen: in Kitas, Schulen, Vereinen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Projekten der Jugendarbeit.“ Prof. Dr. Jochen Zinner ergänzt: „Unsere Absolventen eig­nen sich die not­wen­di­gen Kompetenzen an, um in kom­ple­xen sozia­len Situationen unter Nutzung von Bewegung und Sport krea­tiv zu han­deln.“

Die DHGS nimmt bereits jetzt ers­te Interessenbekundungen zum Studium von „Sozialer Arbeit & Sport“ für das nächs­te Sommersemester 2020 ent­ge­gen (www.dhgs-hochschule.de/studienangebot).

In den Genuss des Förderstipendiums kom­men auch die durch den Olympiastützpunkt Berlin betreu­ten Athleten Nora Peuser (Rudern) und Cheyenne Schneider (Judo)