Sportliche Ergebnisse - April 2021

Nach einer von der Corona-Pandemie über­schat­te­ten Saison 2020/2021 mit fast voll­stän­di­ger Wettkampfpause gab es im Berichtszeitraum doch eine Vielzahl von natio­na­len und inter­na­tio­na­len Wettkämpfen mit zahl­rei­chen, hoff­nungs­vol­len Ergebnissen für Berliner Akteure.

Hier aus­ge­wähl­te Beispiele:

Bogenschießen: Bronze für Tartler beim Grand Prix

Der Grand Prix in Antalya fand bei extrem win­di­gen Bedingungen statt. Dabei glänz­te im Recurve Elisa Tartler mit einem 3. Platz. Im Bronzefinale setz­te sie sich 6:2 gegen die Rumänin Madalina Amaistroaie durch. Lisa Unruh als Sechste, Michele Kroppen als Achte und Charline Schwarz mit dem 17. Platz (eigent­lich noch Juniorin) run­de­ten das gute Ergebnis der deut­schen Damen ab. Florian Unruh und Maximilian Weckmüller schie­den in der vier­ten Runde aus und beleg­ten den 9. Platz.

Bogenschießen: Drei Medaillen beim Weltcup in Guatemala

Beim Weltcup in Guatemala glänz­ten die DBS-Schützen mit drei Team-Medaillen. Silber erran­gen im Mixed-Wettbewerb Ehepaar Lisa und Florian Unruh. Bronze sicher­ten sich im Team die Damen mit Lisa Unruh, Michelle Kroppen und Elisa Tartler und auch die Herren mit Florian Unruh, Maximilian Weckmüller und Christoph Breitbach. Im Einzelwettbewerb gab es drei Top-Ten-Platzierungen durch Florian (Platz 6), Michelle (PLatz 8) und Lisa (Platz 9).

Der kom­men­de Weltcup in Lausanne und die Europameisterschaft in Antalya sind die nächs­ten Stationen der Olympischen Saison.

Hockey: Erfolgreich bei der FIH Pro League

Sowohl die Damen- als auch die Herrenmannschaft konn­ten in Buenos Aires erfolg­reich das FIH Pro League-Turnier been­den. Die deut­schen Herren gewan­nen gegen Argentinien das 1. Spiel mit 3:2 und im 2. Spiel setz­ten sie sich 3:0 durch. Damit sicher­ten sie sich sechs Punkte. Im Aufgebot waren gleich drei Spieler vom Berliner Hockeyclub – Martin Zwicker und die bei­den Debütanten in der A-Nationalmannschaft Paul Dösch und Luis Gill. Sowohl Martin als auch Luis waren erfolg­rei­che Torschützen.
Bei den Damen ende­te das 1. Spiel nach regu­lä­rer Spielzeit 0:0 und erst nach Shoot-Out hieß es 2:3 für Argentinien. Aber im 2. Spiel gelang der ersehn­te Sieg mit einem 3:1. Damit sicher­ten sich die Damen vier Punkte. Auch Torhüterin Anna Kilian kam zum Einsatz.

Judo: EM ohne Platzierung für Team Deutschland

Die Europameisterschaft in Lissabon ende­te ohne Platzierung für Team Deutschland. Noch nie kam der DJB von kon­ti­nen­ta­len Meisterschaften ohne eine ein­zi­ge Platzierung sei­ner Athleten nach Hause zurück. Von den 18 Athleten und Athletinnen kamen gera­de sechs Sportler zwei Mal auf die Matte, dies gelang auch Reneé Lucht (+78 kg). Alle ande­ren - dar­un­ter Annika Würfel (-52 kg) und Teresa Zenker (-78 kg) kamen nicht über einen Auftaktkampf hinaus.

Kanu: Nationale OS-Qualifikation in Duisburg

An den ers­ten bei­den natio­na­len Olympia-Qualifikationen in Duisburg nah­men rd. 110 Athletinnen und Athleten teil und pad­del­ten um wich­ti­ge Punkte für das Nationalteam.
Überzeugend waren dabei die Auftritte von Lisa Jahn mit ihren Doppelsiegen sowohl über die 250 m- als auch über die 500 m-Distanz im Canadier der Damen. Aber auch Sophie Koch über­zeug­te mit zwei Podestplätzen im C1. Im K1 sieg­te erneut auf der 500 m- und 200 m-Distanz Sabrina Hering-Pradler. Äußerst span­nend ver­lie­fen die Rennen der Canadier-Herren zwi­schen Conrad Scheibner,  Sebastian Brendel aus Potsdam und dem Leipziger Peter Kretschmer.   Über die 500 m gewann 2x Conrad und über die 1.000m sieg­ten sowohl Sebastian als auch Conrad. Auch Moritz Adam und Kostia Stroinski über­zeug­ten mit TOP-3 Platzierungen. Für den Weltcup im unga­ri­schen Szeged qua­li­fi­zier­ten sich im C2 die Boote Sebastian Brendel und Tim Hecker sowie Conrad Scheibner und Michael Müller.

Bei den anste­hen­den Weltcups wird das end­gül­ti­ge Ticket für die Olympischen Spiele ver­ge­ben

Leichtathletik: Leo Köpp gewinnt DM-Silber über 20-Kilometer-Gehen

Bei der Deutschen Meisterschaft in Frankfurt gewann der 22-jährige Leo Köpp Silber über die 20 km der Männer und dies in neu­er per­sön­li­chen Bestzeit von 1:22:04 h. Jetzt fehlt ihm nicht mehr viel zur Olympianorm von 1:21:00 h.

Leichtathletik: Rabea Schöneborn mit Marathon-Bestzeit

Beim NN Mission Marathon im nie­der­län­di­schen Eschede sieg­te die Frankfurterin Katharina Steinruck in per­sön­li­cher Bestzeit von 2:25:59 h. Damit rück­te sie vom drit­ten auf den zwei­ten Rang der natio­na­len Bestenliste vor, die Melat Kejeta aus Kassel anführt. Rabea Schöneborn lief auf den 3. Platz und dies auch mit per­sön­li­cher Bestzeit von 2:27:03 h. Damit liegt sie in der deut­schen Rangliste auf Platz vier, hin­ter ihrer Schwester Deborah Schöneborn.

Moderner Fünfkampf: Erster Start von Schleu beim Weltcup in Sofia

Vom 7. bis 11. April fand in Sofia der zwei­te Weltcup der Saison 2021 statt. 82 Athletinnen und 99 Athleten aus 40 Nationen duel­lier­ten sich zunächst in der Qualifikationsphase um einen der jeweils 36 begehr­ten Finalplätze. Im Frauen-Finale kehr­te Annika Schleu nach über­stan­de­ner COVID-Erkrankung wie­der ins Weltcup-Geschehen zurück und beleg­te nach ihrer Paradedisziplin, dem Laser-Run, einen 16. Platz. Rebecca Langrehr, mit soli­den Leistungen im Schwimmen, kam als 19. ins Ziel. Im Mixed-Staffel-Wettbewerb sicher­ten sich Ronja Steinborn und Dominik Olejarz als eines von 19 Teams einen star­ken 7. Platz.
Im Olympic Games Ranking (Stand 13.04.2021) lie­gen Janine Kohlmann (120 Punkte) auf dem 7. Platz sowie auf dem 8. und 9. Platz Annika Schleu (114 Punkte) und Rebecca Langrehr (83 Punkte).

Para-Kanu: Tom Kierey löst Para-Ticket

15 Sportler und Sportlerinnen aus 9 Vereinen stell­ten sich der Herausforderung und kämpf­ten um die Plätze im Parakanu in Duisburg. Bei den Herren konn­te ein­zig Tom Kierey, KC Borussia Berlin, die A-Norm errei­chen. Er mach­te den ein­zi­gen Startplatz für Tokio bis­her bei den Männern in der Startklasse Kl3 fix. Die erst 19-jährige Felicia Laberer war eine von vier Damen, die auf Anhieb die A-Norm des DKV und des DBS erfüll­ten. Jetzt will sie in den nächs­ten Rennen eben­so wie Tom das Olympiaticket lösen.

Ringen: Team Deutschland mit vier Medaillen bei der EM

Die deut­schen Ringer kehr­ten mit vier Bronzemedaillen von der Europameisterschaft in Warschau zurück. Die drei Berliner Akteure Debora Lawnitzak (-62kg), Daniel Sartakov (-74kg) sowie Joshua Morodion (-86kg) schie­den jedoch früh­zei­tig aus dem Turnier aus. Alle drei hat­ten aus­ge­spro­chen star­ker Gegner, so Debora gegen die Vize-Olympiasiegerin (2016) aus Russland und Daniel gegen den zwei­fa­chen Weltmeister aus Italien.

Rhythmische Sportgymnastik: Weltcup-Auftakt in Sofia

Nach über einem Jahr Pandemie-bedingter Wettkampfpause fand der ers­te Weltcup in Sofia/Bulgarien statt. Für das Turn-Team Deutschland/Gruppe star­te­ten Viktoria Burjak (TSV Schmiden), Nathalie Köhn (1. VfL Fortuna Marzahn), Daniella Kromm (TSV Schmiden), Noemi Peschel (TSV Schmiden), Anni Qu (TV Eschborn/ TSV Schmiden) und Alexandra Tikhonovich (Berliner TSC). Der Auftakt ver­lief viel­ver­spre­chend: jeweils Platz Fünf im Mehrkampf und mit dem Ball sowie Platz Sieben mit Keulen und Reifen.

Rudern: Europameisterschaft endet mit vier Medaillen für Team Deutschland

Von der Europameisterschaft 2021 im ita­lie­ni­schen Varese kehr­te Team Deutschland mit vier Medaillen zurück - davon 1 x Gold, 1 x Silber und 2 x Bronze - und beleg­te in der Nationenwertung Platz Sieben. Großbritannien, Italien und die Niederlande domi­nier­ten bei der EM. Noch vor einem Jahr waren es acht Podestplätze für den DRV.
Der Frauen-Doppelvierer ruder­te zu Bronze mit der in Berlin trai­nie­ren­den Besetzung Franziska Kampmann, Frieda Hämmerling, Carlotta Nwajide und Daniela Schultze. Im Finale lag das Team zunächst knapp auf Platz Zwei vor den Briten und hin­ter den Niederlanden. Am Ende muss­te sich die deut­sche Crew jedoch auf dem drit­ten Platz ein­rei­hen. Den neun­ten EM-Titel in Folge streb­te der Deutschland-Achter mit Olaf Roggensack und Martin Sauer an. Leider reich­te es für das erfolgs­ver­wöhn­te Boot nur zu Rang Vier. Der Frauen-Achter mit Alyssa Meyer wur­de Fünfter - nach Silber bei der EM 2020. Der Frauen-Doppelzweier mit den in Berlin trai­nie­ren­den Skullerinnen Leonie Menzel und Annekatrin Thiele kam nicht über den 5. Platz hin­aus. Im Männer-Zweier ohne lan­de­ten Anton Braun und René Schmela auf Platz 10 mit ihrem 4. Platz im B-Finale.

Schwimmen: Leoni Kullmann Und Ole Braunschweig kna­cken Olympianorm

Bis zum 18. April 2021 stan­den die Wettbewerbe in Heidelberg, Magdeburg und Berlin im Mittelpunkt für die  DSV-Norm für Tokio.  Leonie Kullmann blieb über 400 m Freistil in 4:07,44 min um sechs Hundertstel unter der Olympia-Vorgabe. Ole Braunschweig schwamm bereits im Dezember unter der Olympianorm - aber außer­halb des Qualifikationszeitraums. Nun knack­te er die Olympianorm über 100 m Rücken. Zum tra­gi­schen Helden wur­de Ramon Klenz. Der 22-Jährige hat­te nach einer Corona-Zwangspause im Januar kurz vor sei­nem Start auch noch einen schwe­ren Autounfall direkt gegen­über der Schwimmhalle weg­ste­cken müs­sen. Trotz Schleudertraumas trat er dann über die 200 m Schmetterling an, ver­pass­te im Alleingang in 1:56,64 min um win­zi­ge 34 Hundertstel die Einzel-Olympia-Norm (1:56,30 min).

Turnen: Karim Rida mit star­kem EM-Debüt

Bei der Turn-Europameisterschaft in Basel kehr­te das Team des DTB mit Silber durch Andreas Toba am Reck und mit Bronze durch den bis vor ca. einem Jahr in Berlin trai­nie­ren­den Lukas Dauser am Barren zurück. Karim Rida als EM-Debütant lie­fer­te am Reck mit 12,966 Punkten eine ordent­li­che Leistung ab. Seine anschlie­ßen­de Bodenkür war nahe­zu feh­ler­frei und wur­de mit 13,950 Punkten belohnt. Noch reich­te es nicht für das Finale, lässt aber opti­mis­tisch in die Zukunft blicken.

Tischtennis: TTC Berlin Eastside erneut Deutscher Meister

Die Spielerinnen vom TTC Berlin Eastside sicher­ten sich in der Frauen-Bundesliga im Tischtennis erneut die Deutsche Meisterschaft. In einem engen Match bezwan­gen die Gastgeberinnen im drit­ten und ent­schei­den­den Duell den SV DJK Kolbermoor mit 5:3. Je einen Punkt steu­er­ten die bei­den Tokio-Team-Mitglieder Nina Mittelham und Shan Xiaona  bei. Somit mach­ten die Berlinerinnen das Triple aus Deutscher Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League-Sieg perfekt.
Für Eastside bedeu­te­te der Titelgewinn nach den Erfolgen im natio­na­len Pokal und in der Champions League das vier­te Triple der Vereinsgeschichte. Die Meisterschafts-Siege seit 2014 wur­den nur 2018 von Kolbermoor unter­bro­chen. Insgesamt hat der TTC nun 21 Titel seit 2012 auf sei­nem Erfolgskonto - sie­ben Meisterschaften, sechs Pokalsiege, fünf Champions League-Gewinne und drei im ETTU-Cup.

Volleyball: Elfter Meistertitel für die BR Volleys

Die BR Volleys hol­ten zum elf­ten Mal und zum fünf­ten Mal hin­ter­ein­an­der den deut­schen Meistertitel. Sie sieg­ten im drit­ten Spiel gegen Dauerrivalen VfB Friedrichshafen sou­ve­rän mit 3:0.
Damit gin­gen sie in allen drei Finalspielen um die deut­sche Meisterschaft als Sieger vom Parkett und dies nach einer tur­bu­len­ten, von zahl­rei­chen Verletzungen gepräg­ten Saison.