Sportliche Erfolge Februar bis März 2019

Auch wenn für die Mehrzahl der Berliner Athletinnen und Athleten die sport­li­chen Höhepunkte 2019 noch bevor­ste­hen, ein­schließ­lich des „Kampfes“ um die Qualifikation für die Olympischen Spiele, gab es her­aus­ra­gen­de Ergebnisse in den letz­ten Wochen, ins­be­son­de­re die Weltmeistertitel von Theo Reinhardt und Mariama Jamanka.

Hier die Ergebnisse im Detail:

Bob: Jamanka holt WM-Titel im Zweierbob

Eine her­aus­ra­gen­de Saison krön­te Mariama Jamanka bei der Bob-WM in Whistler (Kanada) mit dem Titelgewinn. In einem ner­ven­auf­rei­ben­den Finale gewann die Olympiasiegerin von 2018 und aktu­el­le Weltcup-Gesamtsiegerin zusam­men mit ihrer der­zei­ti­gen Anschieberin Annika Drazek die ers­te WM-Einzel-Goldmedaille ihrer Karriere.

Bei der Bob WM im kana­di­schen Whistler war Francesco Friedrich im Viererbob nicht zu stop­pen: Der 28-jährige Sachse hol­te sich erfolg­reich den WM-Titel und ließ im Eiskanal von Whistler mit zwei blitz­saube­ren Fahrten dem Halbzeitführenden Oskars Kibermanis kei­ne Chance.
Für die bei­den ande­ren deut­schen Teams lief es nicht so opti­mal im Eiskanal. Weder der Bob von Nico Walther mit dem Berliner Anschieber Eric Franke, der bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang 2018 Silber gewon­nen hat­te, noch WM-Titelverteidiger und Europameister Johannes Lochner und sein Team konn­ten um die Medaillen mit­fah­ren. Das Team Nico Walther lan­de­te mit deut­li­chen Rückstand auf Platz acht, Team Johannes Lochner auf Platz neun.

 

Radsport: Kluge/Reinhardt ver­tei­di­gen WM-Titel

Bei den Bahn-Weltmeisterschaften 2019 im pol­ni­schen Pruszków ver­tei­dig­ten Roger Kluge und Theo Reinhardt sou­ve­rän ihren Weltmeistertitel von 2018 im Zweier-Mannschaftsfahren. Sie ver­wie­sen nach 200 Runden die Teams aus Dänemark und Belgien auf Platz 2 bzw. 3. Dieser WM-Titel war der ein­zi­ge des BDR bei der WM. Das Erfolgsduo war stets auf der Höhe des Geschehens. Sie hol­ten vie­le Punkte und oben­drauf die Rundengewinne. Die Attacken der Gegner wehr­ten sie stets erfolg­reich ab und muss­ten ihren Vorsprung nur noch ins Ziel brin­gen. Nach 200 Runden gewan­nen sie sou­ve­rän den WM-Titel.

Zuvor beleg­te der Männer-Vierer - eben­falls mit Theo Reinhardt - den fünf­ten Platz in der Mannschaftsverfolgung (4000 m) und damit zugleich wich­ti­ge Qualifikationspunkte für Tokio 2020. Bei den Frauen konn­te Charlotte Becker krank­heits­be­dingt nur in der Qualifikation im Vierer antre­ten. Im Endklassement beleg­te das Team Rang sechs in der Mannschaftsverfolgung (4000 m).

 

Eisschnelllauf: Claudia Pechstein mit WM-Platz 7 über 5.000 m

Bei den Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften (Einzelstrecken) im baye­ri­schen Inzell beleg­te Claudia Pechstein in 7:00,90 Minuten über die 5.000 m den 7. Platz. Es war ihr 50. WM-Rennen. Im Massenstart reich­te es für Claudia zum 12. Platz.

Claudia Pechstein hat­te zwei Tage vor der WM erfah­ren, dass ihre Berufung vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zum Urteil vom 2. Oktober 2018 zurück­ge­wie­sen wur­de. Daraufhin erwog sie, all ihre WM-Starts abzu­sa­gen. Am Ende ver­zich­te­te sie auf die Starts über 3.000 m und die Team-Verfolgung. Damit kam die zwei­te Berlinerin, Michelle Uhrig, in der Team-Verfolgung nicht zum Einsatz.

Bei der anschlie­ßen­den Mehrkampf-Weltmeisterschaft im kana­di­schen Calgary wur­de Claudia nach ihrem Rennen über die 500-Meter-Distanz dis­qua­li­fi­ziert. "Ich habe wohl den Kegel mit­ge­nom­men… lei­der habe ich es selbst nicht regis­triert", schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite.

Beim Weltcupfinale der Eisschnellläufer in Salt Lake City kratz­te Claudia Pechstein im 3.000 m-Lauf an der Vier-Minuten-Grenze, erreich­te Rang acht und schaff­te damit die bes­te Platzierung in die­ser Saison. Persönliche Bestzeit über die 1.000 m gelang Nico Ihle in 1:07,064 Minuten. Er lan­de­tet auf Platz 7.

Eisschnelllauf: Lukas Mann holt Junioren-WM-Gold über 5.000 m

Lukas Mann hol­te bei der dies­jäh­ri­gen Junioren-Weltmeisterschaft die ers­te Goldmedaille seit 1996 (Anni Friesinger) für Deutschland. Der Berliner gewann in Baselga di Piné (ITA) die 5.000 m in einer Zeit von 6:41.51 min. Darüber hin­aus wur­de Lukas Vier­ter über die 1.500 m-Distanz. In der Vierkampfwertung beleg­te er damit den 4. Platz.

 

Leichtathletik: Lisa Kwayie mit DM-Titel und Platz 7 bei der EM (Halle)

Bei der Hallen-DM in Leipzig über­zeug­te Lisa Marie Kwayie über die 60 m. Als Vorlaufschnellste  gewann  sie auch das Finale. Über Bronze freu­te sich Caterina Granz (1500m). Marc Koch errang Bronze über 400 Meter.

Bei den Hallen-Europameisterschaften in Glasgow ver­pass­te Lisa nur ganz knapp das Finale und beleg­te Rang sie­ben. Caterina muss­te krank­heits­be­dingt auf ihren Start ver­zich­ten.

 

Wasserspringen: Berliner erfolg­reich bei der DM und beim Grand Prix in Rostock

Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Europasportpark Berlin gewan­nen die Berliner Wasserspringer ins­ge­samt 13 Medaillen, davon 5 x Gold, 4 x Silber und 4 x  Bronze. Anschließend ver­sam­mel­te sich die inter­na­tio­na­le Elite des Wasserspringens vom 14. – 17. Februar 2019 zum 25. FINA Diving Grand Prix in Rostock. 100 Springer aus 22 Nationen zeig­ten vier Tage lang in der Neptun-Schwimmhalle ihr Können. Rostock war die ers­te von neun Stationen auf fünf Kontinenten des Grand Prix, zu dem die Weltelite des Wasserspringens jähr­lich vom Weltverband FINA ein­ge­la­den wird.

Das deut­sche Team jubel­te am Ende über ins­ge­samt 6 Medaillen, davon 2 x Gold, 3 x Silber, 1 x Bronze. An allen Medaillen waren Berliner Wasserspringer betei­ligt.

 

Moderner Fünfkampf:  Annika Schleu mit Platz 7 beim Weltcup in Kairo

Zum Auftakt der vor­olym­pi­schen Saison traf sich die Fünfkampf-Elite in Kairo zum 1. Weltcup 2019 und es ging bereits um die begehr­ten Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, 48 der 72 Plätze wer­den im Sommer 2019 ver­ge­ben.

Im acht­köp­fi­gen Team Deutschland stan­den die vier Berliner Annika Schleu, Rebecca Langrehr, Ronja Steinborn und Alexander Nobis. Die ande­ren vier Athleten kamen aus Potsdam.

 

Annika Schleu been­de­te den Wettkampf als Siebte und Alexander Nobis schloss ihn auf Rang 23 ab. Annika konn­te sich als amtie­ren­de Vize-Weltmeisterin auf ihre Spezialdisziplin ver­las­sen: Mit der bes­ten Zeit aller Starterinnen schob sie sich im Laser-Run noch vom 21. Platz nach vor­ne. Rebecca Langrehr erreich­te mit einer über­zeu­gen­den Leistung den 14. Rang. Es war ihr bis­lang bes­tes Weltcup-Resultat. Ronja Steinborn schaff­te nicht den Sprung ins Finale. In der abschlie­ßen­den Mixed-Staffel erreich­ten Pia Bukow und Christian Zillekens als Sechste ein acht­ba­res Ergebnis.

Der nächs­te Weltcup fin­det vom 10. bis 14. April in Sofia statt.

 

Basketball: WM-Qualifikation mit vier Albatrossen

Das Ticket für die Weltmeisterschaft hat­ten die deut­schen Basketballer zwar schon sicher, aber sie woll­ten den Gruppensieg in den ver­blei­ben­den Restspielen gegen Israel und Griechenland. Beide Spiele gin­gen jedoch ver­lo­ren. Dennoch fährt die Mannschaft opti­mis­tisch in Richtung WM. Diese fin­det in China vom 31.8.-15.9.2019 statt, hof­fent­lich dann auch mit den vier Alba Berlin - Spielern Joshiko Saibou, Niels Giffey, Jonas Mattisseck und Johannes Thiemann.

 

Segeln: Loewe und Markfort gewin­nen World Cup in Miami

Nach der Veranstaltung in Japan im Herbst 2018 fand die 2. Runde des World Cups der Olympischen Klassen vor Miami statt. Dabei setz­ten Frederike Loewe und Anna Markfort bei der über­wie­gend von mode­ra­ten Windverhältnissen gepräg­ten Regatta ein Ausrufezeichen. Die bei­den Youngster lan­de­ten nach 10 Wettfahrten am Ende auf dem 1. Platz bei den 470ern.

 

Para Radsport: Pierre Senska mit Platz 3 beim Weltcup

Beim Para Radsport-Weltcup auf der Bahn in Manchester star­te­ten die deut­schen Athletinnen und Athleten in Topform in das Jahr 2019 und zeig­ten sich in guter Form für die anste­hen­de Bahn-WM. In der Verfolgung gewann Pierre Senska  Bronze mit einer neu­en per­sön­li­chen Bestleistung.

 

Tischtennis: Nina Mittelham wird Deutsche Meisterin im Einzel und Doppel

Die „Neu-Berlinerin“ Nina Mittelham bestä­tig­te ihr aktu­el­les Leistungshoch mit einem sou­ve­rä­nen 4:1 Erfolg über die „ehe­ma­li­ge“ Berlinerin Petrissa Solja in einem hoch­klas­si­gen Finale. Auch im Doppel stand die Leistungsträgerin vom ttc Berlin mit ihrer Partnerin Franziska Schreiner (TV Busenbach) ganz oben auf dem Treppchen. Damit war Nina die erfolg­reichs­te Spielerin bei den natio­na­len Titelkämpfen.