Judo: Laura Vargas Koch beendet leistungssportliche Karriere

Eine gro­ße Sportlerin ver­lässt die Judobühne. Im Rahmen des Judo Grand Slam in Düsseldorf wur­de Olympiamedaillengewinnerin Laura Vargas Koch ver­ab­schie­det.

Gemeinsam mit DJB-Sportdirektor Dr. Ruben Goebel ver­ab­schie­de­te DJB-Präsident Peter Frese Laura Vargas Koch und fand dabei die pas­sen­den Worte. „Judo ohne Laura ist kaum vor­stell­bar“ so Frese und ver­wies neben ihren Erfolgen auf natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Ebene auch auf ihre wich­ti­ge Funktion inner­halb der Nationalmannschaft. Eine Sportsfrau wie sie im Buche steht!

Meine Judokarriere hat mir so viel gege­ben. Ich habe es wirk­lich genos­sen zu rei­sen und ver­schie­de­ne Leute zu tref­fen. Ich habe eini­ge groß­ar­ti­ge Freunde gefun­den, die fast ein Teil mei­ner Familie wur­den. Das ist der bes­te Teil des Judo.  so die 29-jährige Kämpferin."

Viele Jahre hat sie im inter­na­tio­na­len Judozirkus Erfolge über Erfolge gefei­ert und ihre Konkurrenz rei­hen­wei­se auf die Matte gelegt. Sie ist nach Verletzungen wie­der zurück­ge­kom­men, nach Niederlagen wie­der auf­ge­stan­den und hat für den Sport gelebt. Ihr größ­ter Erfolg war sicher­lich die Bronzemedaille bei den Olympische Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Mit die­ser Medaille erfüll­te sie sich einen Traum und geht in die Geschichtsbücher des deut­schen Judosports ein. Weiterhin wur­de sie in ihrer lang­jäh­ri­gen Karriere eben­falls in Rio de Janeiro Zweite bei der Weltmeisterschaft 2013. Ein Jahr spä­ter hol­te sie Silber bei der Europameisterschaft in Montpellier. In bei­den Jahren gewann sie mit der Mannschaft eben­falls Bronze.  Neben die­sen Erfolgen bei Welt- und Europameisterschaften und den Olympischen Spielen fei­er­te die drei­ma­li­ge deut­sche Meisterin unzäh­li­ge Podestplatzierungen auf der IJF World Tour und bei ande­ren Turnieren.

Parallel zu ihrer sport­li­chen Karriere hat sie an der Universität pro­mo­viert und schaut als Mathematik-Doktorandin einer span­nen­den Zukunft ent­ge­gen. Laura Vargas Koch, das Mathegenie im Judogi, freut sich auf einen neu­en Abschnitt in ihrem Leben. Sie wird dem Judosport aber sicher­lich erhal­ten blei­ben. Und sei es nur als Zuschauer.
Der Deutsche Judo-Bund (DJB) zieht den Hut vor Laura Vargas Koch und sagt „Chapeau“.