Elena Krawzow, Patrick Hausding, Urs Fischer und der 1. FC Union sind die CHAMPIONS 2019

Die Sportmetropole fei­ert ihre Besten – und der Aufsteiger des Jahres hat bei der CHAMPIONS-GALA 2019 gleich dop­pelt Grund zum Jubeln. Die Berlinerinnen und Berliner kür­ten gemein­sam mit den Hauptstadt-Medien die Fußballer des 1. FC Union zur Mannschaft des Jahres und Trainer Urs Fischer zum Trainer des Jahres. Vor über 2.000 Gästen in der Estrel Convention Hall wur­den zudem Para-Schwimmerin Elena Krawzow und Wasserspringer Patrick Hausding als Sportlerin und Sportler des Jahres 2019 mit den gol­de­nen CHAMPIONS-Bären aus­ge­zeich­net.

Die gla­mou­rö­se Gala im Estrel stand unter dem Motto „Olympia Tokio 2020“. Durch den exklu­si­ven CHAMPIONS-Abend führ­ten die Moderatoren Silke Beickert und Matthias Killing. Der belieb­te Publikumspreis der Hauptstadt-Medien wird seit 1979 ver­lie­hen. Zu fei­ern gab es auch 2019 jede Menge: Berlins Athletinnen und Athleten räum­ten allein in den ers­ten elf Monaten des Jahres über 50 Medaillen (20 x Gold, 18 x Silber, 14 Bronze) bei Welt- und Europameisterschaften ab. Zudem tri­um­phier­ten zahl­rei­che wei­te­re Sportler und Top-Teams aus der Hauptstadt bei Wettbewerben rund um den Globus und in ihren natio­na­len Meisterschaften.

Weltrekord-Schwimmerin Elena Krawzow Berlins Sportlerin des Jahres 2019
Weltrekord, Weltmeisterin, CHAMPION 2019 – was für ein Jahr für Elena Krawzow! Die 25-jährige Para-Schwimmerin ver­bes­ser­te in die­sem Jahr bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften den Weltrekord über 100 Meter, und bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in London gewann Elena Krawzow auf ihrer Paradestrecke den WM-Titel. Die schnel­le Berlinerin sieg­te über 100 Meter Brust in 1:13,62 Minuten und tri­um­phier­te dabei mit der schnells­ten je bei Titelkämpfen geschwom­me­nen Zeit. „Sportlerin des Jahres. Wahnsinn“, jubel­te Elena Krawzow. „Besonders toll ist es, dass wir Para-Sportler nicht in einer Extra-Kategorie gewählt wer­den. Wir sind nicht Behinderten-Sportler, wir sind Sportler mit Behinderung.“
Bei der Ausnahme-Athletin war in ihrem sieb­ten Lebensjahr die Erberkrankung Morbus Stargardt aus­ge­bro­chen, die die Sehfähigkeit stark ein­schränkt und lang­fris­tig zur Erblindung führt.

Auf den zwei­ten Platz der CHAMPIONS-Wahl sprin­tet Berlins schnells­te Frau: Lisa Marie Kwayie. Die Deutsche Hallenmeisterin (60 m) zog ins WM-Halbfinale über 200 Meter ein und sicher­te sich mit der deut­schen Sprintstaffel die Bronze-Medaille bei den World Relays. Platz drei geht an BMX-Freestylerin Lara Lessmann, die Silber bei der Europameisterschaft gewann.

Hausding fei­ert drit­ten CHAMPIONS-Titel: „Das gibt mir rich­tig Rückenwind fürs Olympia-Jahr 2020!“
Alle guten Dinge sind drei. Nach sei­nen Siegen 2010 und 2017 ist Patrick Hausding zum drit­ten Mal Berlins Sportler des Jahres. 2019 tri­um­phier­te der Weltklasse-Wasserspringer bei der EM in Kiew gleich zwei­mal. Er sieg­te vom 1-m-Brett und im Team. Der Sprung in die Geschichtsbücher war dem gebür­ti­gen Lichtenberger zuvor längst gelun­gen. Zwei Olympia-, vier WM- und sen­sa­tio­nel­le 33 EM-Medaillen hat der Rekord-Europameister schon gesam­melt. 2016 in Rio sicher­te sich „Mr. Wasserspringen“ als ers­ter deut­scher Wasserspringer nach 104 Jahren mit Bronze eine olym­pi­sche Einzelmedaille vom 3-m-Brett. Sein nächs­tes Ziel: Tokio 2020. Olympia-Gold fehlt noch in sei­ner groß­ar­ti­gen Medaillen-Sammlung. „Ich freue mich rie­sig, dass mich die Berlinerinnen und Berliner und die Sportjournalisten zum drit­ten Mal zum Sportler des Jahres gewählt haben“, sag­te Patrick Hausding. „In Berlin ist die Konkurrenz ver­dammt groß. Dass ich da als Wasserspringer wie­der ganz vorn mit dabei bin, macht mich sehr stolz. Die Auszeichnung gibt mir rich­tig Rückenwind fürs Olympia-Jahr 2020.“ CHAMPIONS-Platz zwei hin­ter dem 30-jährigen Hausding geht an den zehn Jahre jün­ge­ren Kanuten Jacob Schopf, der im Zweier-Kajak Weltmeister wur­de. Den drit­ten Platz sichert sich Para-Leichtathlet Ali Lacin, der bei der WM in Dubai die Bronzemedaille im Sprint über 200 Meter gewann.

Mannschaft des Jahres“ und „Trainer des Jahres“ – 1. FC Union räumt dop­pelt ab
Zum zwei­ten Mal nach 2001 ist der 1. FC Union Berlin die Mannschaft des Jahres. Damals sicher­te sich der Klub den belieb­ten Preis der Berliner Medien nach dem sen­sa­tio­nel­len Einzug als Drittligist ins DFB-Pokalfinale (0:2 gegen Schalke 04). Und dies­mal führ­te nach dem ersehn­ten ers­ten Aufstieg in die Bundesliga kein Weg am 1. FC Union vor­bei. Das Team gewinnt die CHAMPIONS-Wahl mit dem Rekordergebnis von 35,27 Prozent der Stimmen. Die BR Volleys, die 2019 den sieb­ten Meistertitel in den ver­gan­ge­nen acht Jahren fei­er­ten, fol­gen auf dem zwei­ten Platz. CHAMPIONS-Vorjahressieger Alba Berlin sicher­te sich Rang drei. Den Basketballern gelang mit dem Einzug ins Eurocup-Finale einer der größ­ten Erfolge ihrer Vereinsgeschichte.

Berlins Trainer des Jahres trai­niert die Mannschaft des Jahres: Urs Fischer war im Sommer 2018 nach Köpenick gewech­selt und führ­te Union auf Anhieb erst­mals in die Bundesliga. Die Top 3 der CHAMPIONS-Trainerwahl kom­plet­tie­ren Meister-Coach Cedric Enard von den BR Volleys und Wasserball-Legende Hagen Stamm von den Wasserfreunden Spandau 04. Neben dem seit Jahrzehnten erfolg­rei­chen Männer-Team, das in die­sem Jahr in der Liga tri­um­phier­te, hoben die Spandauer auch ein Frauen-Team aus der Taufe. Und die Wasserballerinnen, von denen vie­le bis vor kur­zem noch Schwimmerinnen oder Handballerinnen waren, gewan­nen gleich im Premieren-Jahr den Meistertitel und den Supercup.
„Diese Auszeichnung wird einen ganz beson­de­ren Platz bei uns in der Kabine bekom­men“
Urs Fischer und der Großteil des Teams konn­ten die Auszeichnungen nicht per­sön­lich ent­ge­gen­neh­men. Während im Estrel gefei­ert wur­de, befand sich das Bundesliga-Team im Zug – auf der Rückreise vom Spiel in Paderborn. Mannschaft und Trainer grüß­ten die Gäste der CHAMPIONS-Gala per Videobotschaft. „Vielen, vie­len Dank für die tol­le Unterstützung. Es ist eine Riesen-Ehre für uns, Mannschaft des Jahres gewor­den zu sein. Leider kön­nen wir nicht da sein“, sag­te Union-Kapitän Christopher Trimmel. „Diese Auszeichnung wird einen ganz beson­de­ren Platz bei uns in der Kabine bekom­men.“ Auch Trimmels Trainer freu­te sich „unheim­lich“ über den Goldenen Bären. „Hallo zusam­men! Liebe Grüße nach Berlin! Herzlichen Dank für die­se tol­le Auszeichnung“, sag­te Urs Fischer. „Ich allein hät­te das nicht schaf­fen kön­nen. Daher auch Dank an mei­ne Leute, an den Klub. Alle haben dazu bei­getra­gen, dass ich die­se Trophäe in den Händen hal­ten darf.“

Sonderpreise für Mustapha El Ouartassy und Berlins Sportwochenende der Superlative
Die gro­ße Bühne gehör­te an die­sem Abend nicht nur den CHAMPIONS 2019. Auf Initiative der Spielbank Berlin wur­de Mustapha El Ouartassy mit dem Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis aus­ge­zeich­net. Der Marokkaner kam 2017 als Flüchtling über Spanien nach Deutschland und fand beim VfL Fortuna Mahrzahn eine neue sport­li­che Heimat. Der lei­den­schaft­li­che Läufer wur­de beim Berlin-Marathon 2019, sei­nem zwei­ten Marathon über­haupt, als 26. schnells­ter Berliner. Zudem ließ sich Mustapha El Ouartassy mit wei­te­ren Flüchtlingen vom Landessportbund Berlin zum Übungsleiter aus­bil­den. Mittlerweile trai­niert er selbst Läufer im Verein. Fortuna-Vorsitzende Doris Nabrowsky: „Mustapha ist für vie­le Flüchtlingssportler und Migranten ein gro­ßes Vorbild gewor­den.“ Der Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis ist mit einer finan­zi­el­len Zuwendung in Höhe von 5.000 Euro ver­bun­den.

Für ein unver­gess­li­ches Sport-Wochenende in Berlin wur­den „Die Finals – Berlin 2019“ geehrt. Am 3. und 4. August 2019 ver­wan­del­ten zehn zeit­gleich aus­ge­tra­ge­ne Meisterschaften (Bahnradsport, Bogensport, Boxen, Kanu, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Schwimmen, Trial, Triathlon und Turnen) die Hauptstadt in eine gigan­ti­sche Sportarena. ARD und ZDF über­tru­gen fast 20 Stunden live. Den von defen­do prä­sen­tier­ten Sonderpreis der Sportmetropole nah­men stell­ver­tre­tend für alle „Finals-Macher“ Andreas Geisel, Senator für Inneres und Sport, sowie Katrin Günther, Programmbereichsleiterin Service und Sport des rbb, Andrea Halte, ZDF-Redaktionsleiterin „Sport täg­lich“, ent­ge­gen.