CHAMPIONS 2018 - Berlins Sportler des Jahres

Foto: Eberhard Thonfeld / came­ra 4; Text: Sven Ibald

Bereits seit 40 Jahren wird in Berlin der „Sportler des Jahres“ gewählt – aber das gab es noch nie: Mit Jonas Müller, Frank Hördler und Marcel Noebels wur­den am 08.Dezember 2018 in Berlin in der Kategorie „Sportler des Jahres“ erst­mals drei Athleten aus­ge­zeich­net. Die über 2.000 Gäste in der Estrel Convention Hall fei­er­ten die CHAMPIONS 2018 – BERLINS SPORTLER DES JAHRES mit Standing Ovations.

Bei den Männern hat­ten die Medienvertreter mit Jonas Müller stell­ver­tre­tend einen der drei Eisbären, die im Frühjahr in Südkorea sen­sa­tio­nell Olympia-Silber mit der deut­schen Eishockey-Nationalmannschaft gewon­nen hat­ten, für die Wahl nomi­niert. Jonas Müller, der im Olympia-Finale ein Tor erzielt hat­te, wur­de von den Berlinerinnen und Berlinern sowie einer Expertenjury auf Platz eins gewählt – und heu­te im Rahmen der gla­mou­rö­sen CHAMPIONSGala gemein­sam mit sei­nen Kollegen Frank Hördler und Marcel Noebels aus­ge­zeich­net. Platz zwei geht an Marcus Groß. Bei der WM in Portugal tri­um­phier­te der 29-jährige Kanute mit sei­nem Partner Max Hoff im Kajak-Zweier über 1.000 Meter. Zudem hol­te das Duo EM-Silber in Belgrad. Auf den drit­ten Platz lan­de­te Ali Lacin, der bei der Para-Leichtathletik-EM in der Sportmetropole Berlin über die 200 Meter Silber gewann.

Nach 2016 steht Lisa Unruh heu­te zum zwei­ten Mal ganz oben auf dem CHAMPIONS-Podest. Die 30- jäh­ri­ge Bogenschützin fei­er­te in die­sem Jahr gleich drei Weltmeister- Titel. Sie gewinnt die CHAMPIONSWahl vor Elena Krawzow, der bei der Para-Schwimm-EM in Dublin das Gold-Triple (100 m Brust, 50 m Freistil, 200 m Lagen) gelang. Platz drei sichert sich die Neuköllner Leichtathletin Lisa-Marie Kwayie, die bei der EM im Berliner Olympiastadion mit der Staffel auf den Bronze-Rang sprin­te­te.

In der Meisterschaft und im Pokal schei­ter­ten sie ganz knapp – bei der Wahl der „Mannschaft des Jahres 2018“ sichern sich die Basketballer von ALBA Berlin den CHAMPIONS-Titel. Es ist bereits der ach­te Erfolg bei der tra­di­tio­nel­len Wahl der Berliner Medien, kein Team gewann in den ver­gan­ge­nen 25 Jahren häu­fi­ger. Den Sprung aufs CHAMPIONS-Podest schaf­fen neben dem Basketball-Vize-Meister auch die Eisbären Berlin, die eben­falls Vize-Meister wur­den, und die Füchse Berlin. Die Vorzeige Handballer der Hauptstadt gewan­nen nach 2015 zum zwei­ten Mal den EHF-Pokal.

Stelian Moculescu ist Berlins „Trainer des Jahres 2018“. Deutschlands erfolg­reichs­ter Volleyball-Coach führ­te die BERLIN RECYCLING VOLLEYS in nur drei Monaten zurück an die Ligaspitze und fei­er­te den Meistertitel – den drit­ten in Folge für die Berliner. Hertha-Erfolgstrainer Pál Dárdai wur­de Zweiter vor ALBA-Coach Alejandro García Reneses.

Emotionale Momente

Die gro­ße Bühne gehör­te an die­sem Abend indes nicht nur den CHAMPIONS 2018. Die Vorzeige-Athleten und Olympiasieger Robert Harting (Diskus) und Lena Schöneborn (Moderner Fünfkampf), die bei­de ihre gro­ßen Karrieren in die­sem Jahr been­de­ten, wur­den fei­er­lich ver­ab­schie­det. Der lang­jäh­ri­ge BR-Volleys-Kapitän Robert Kromm, der im Sommer ein letz­tes Mal mit sei­nem Team den Meistertitel gewon­nen hat, wur­de für sei­ne Verdienste mit dem „Sonderpreis der Sportmetropole Berlin“ aus­ge­zeich­net.

Auf Initiative der Novomatic AG und der Spielbank Berlin erhielt die Familie der eins­ti­gen Berliner Ausnahme-Schwimmerin Daniela Samulski den Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis. Daniela Samulski, ver­hei­ra­te­te Schwienke, erlag im Mai 2018 im Alter von nur 33 Jahren einem Krebsleiden. Sie hin­ter­lässt einen Ehemann und einen Sohn. Der Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis ist mit einer finan­zi­el­len Zuwendung in Höhe von 5.000 Euro ver­bun­den.