Aktionstag "Jugend trainiert" voller Erfolg

Schulsport-Aktionstag vol­ler Erfolg: „Sensationell, was die Schüler und Lehrer zwi­schen Flensburg und Garmisch auf die Beine gestellt haben“

Erstmals in der Geschichte von Jugend trai­niert für Olympia & Paralympics haben am 30. September mehr als 235.000 Schülerinnen und Schüler aus 1.273 Schulen gemein­sam ein star­kes Zeichen für den Schulsport gesetzt und auf die Bedeutung von Sport und Bewegung im schu­li­schen Alltag hin­ge­wie­sen.

Die Begeisterung der Schülerinnen und Schülern bei der sport­li­chen Betätigung und der ver­ant­wor­tungs­vol­le Umgang mit den Hygieneregeln zei­gen, dass Schulsport trotz Corona-Einschränkungen auf allen Ebenen mög­lich ist“, sag­te Dr. Thomas Poller, neu­er Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung (DSSS), die Jugend trai­niert für Olympia & Paralympics ver­an­stal­tet. „Es macht Mut, in klei­nen Schritten auch wie­der zum Wettbewerb Jugend trai­niert für Olympia & Paralympics zurück­zu­keh­ren. Herzlichen Dank an die Sportlehrkräfte, die mit ihrem gro­ßen Engagement und ihrer Kreativität an den Schulen maß­geb­lich zum Erfolg des Aktionstages bei­getra­gen haben.“

Mit den Olympiasiegern Robert Harting (Diskus) und Sebastian Brendel (Kanu) und Goalball-Europameister Michael Dennis besuch­ten gleich drei Spitzensportler stell­ver­tre­tend die Moabiter Grundschule in Berlin. „Sensationell, was die Schüler und Lehrer zwi­schen Flensburg und Garmisch heu­te auf die Beine gestellt haben. Ohne den Schulsport und Jugend trai­niert für Olympia & Paralympics wür­den wir in zehn Jahren Kinder haben, die kei­ne Rolle vor­wärts kön­nen – oder den Unterschied zwi­schen Aufgeben und Weitermachen nicht mehr gelehrt bekom­men“, sag­te Robert Harting. Der Olympiasieger, der als Botschafter von „Jugend trainiert“-Hauptsponsor Deutsche Bahn in klei­nen Wettbewerben gegen zahl­rei­che Schülerinnen und Schüler antrat, gestand: „In der vier­ten Klasse habe ich beim Hüftaufschwung mal eine Drei bekom­men. Jetzt, mit 35, habe ich den Bewegungsablauf ver­stan­den und kann es end­lich – weil ich auf dem Spielplatz mit den ande­ren Muttis geübt habe, wäh­rend die Kinder im Sand gespielt haben.“

Kanu-Ass Sebastian Brendel, Botschafter des „Jugend trainiert“-Partners AOK Nordost, absol­vier­te mit den Berliner Kindern Bewegungs- und Koordinations-Übungen. „Viele haben das heu­te super gemacht. Man hat aber auch gese­hen, wie wich­tig der Schulsport im Lehrplan ist. Meine Kinder sind sie­ben und zehn Jahre alt. Ich erle­be tag­täg­lich, wel­che Bedeutung der Schulsport hat“, sagt Brendel und macht mit Blick auf Robert Harting grin­send klar: „Also, ich hat­te in Sport immer eine Eins. Beim Hüftaufschwung habe ich aber ganz gern ein­mal gefehlt.“

Prof. Dr. Nils Neuber: „Lernen und Bewegung gehö­ren zusam­men“

Der Schulsport ist ein zen­tra­ler Baustein einer zeit­ge­mä­ßen Schulkultur“, sagt auch Prof. Dr. Nils Neuber, Institutsdirektor Sportwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Der Sportpädagoge erklärt: „Die wis­sen­schaft­li­che Befundlage ist ein­deu­tig: Lernen und Bewegung gehö­ren zusam­men. So las­sen sich kogni­ti­ve Fähigkeiten durch ein­fa­che Bewegungsspiele leicht beein­flus­sen. Und sie machen den meis­ten Kindern und Jugendlichen auch noch Spaß!"

Bundesweit haben sich über 235.000 Schülerinnen und Schüler an 1.273 Schulen am Aktionstag betei­ligt. Von Yoga in Berlin, über Zumba in Mainz bis zum Schul-Crosslauf in Magdeburg oder dem Basketball-Abzeichen in Hagen – nie war „Jugend trai­niert“ viel­fäl­ti­ger als am heu­ti­gen Tag. „Schulsport – aber sicher“, lau­te­te das Motto von „Jugend trai­niert“ – gemein­sam bewe­gen. An zahl­rei­chen Schulen mach­ten sich auch Politiker*innen und Sportler*innen per­sön­lich ein Bild von der sport­li­chen Vielfalt in der Region und der Kreativität der Schulen.

Unterstützt wur­de der Aktionstag von den Kultusministerien der Länder, den an „Jugend trai­niert“ betei­lig­ten Sportverbänden und vom Deutschen Sportlehrerverband. Jugend trai­niert für Olympia & Paralympics ist mit 800.000 Teilnehmenden pro Jahr der größ­te Schulsportwettbewerb der Welt. Derzeit kön­nen nur ver­ein­zelt wie­der Wettbewerbe ver­an­stal­tet wer­den.

Weitere Stimmen

Dr. Susanne Eisenmann, Kultusministerin Baden-Württemberg und Vorsitzende der Stiftungsversammlung der Deutschen Schulsportstiftung: „Der Schulsport leis­tet im Sinne einer ganz­heit­li­chen Bildung und Erziehung einen unver­zicht­ba­ren Beitrag, indem er die kör­per­li­che, geis­ti­ge und emo­tio­na­le Entwicklung unse­rer Schülerinnen und Schüler unter­stützt und för­dert. Sportliche Wettkämpfe in den Schulen för­dern das Leistungs- und Sozialverhalten jun­ger Menschen. Das zeigt sich ganz beson­ders bei ‚Jugend trai­niert‘. Denn es gilt, sein Bestes zu geben und Werte wie Bewegung und Verständigung zu ver­mit­teln. ‚Jugend trai­niert‘ ist hier durch nichts zu erset­zen.“

Hildegard Röder, Schulleiterin der Johann-Hinrich-Wichern-Schule Wiesbaden: „Der Aktionstag war eine Initialzündung. Durch ‚Jugend trai­niert‘ haben wir so vie­le Anregungen bekom­men, dass wir einen Tag wie heu­te zukünf­tig sicher wie­der anbie­ten wer­den.“

Iris Loch, Sportlehrerin an der Maria-Ward-Schule in Mainz: „Vielen Dank an die Deutsche Schulsportstiftung für die­se Aktion. Es hat Spaß gemacht, sich mal wie­der um etwas Positives zu küm­mern, gera­de in die­ser Zeit. Wir haben heu­te zum ers­ten, aber sicher nicht zum letz­ten Mal eine ange­lei­te­te ‚Bewegte Pause‘ durch­ge­führt.“