8. ISTAF INDOOR: Leichtathletik-Spektakel mit zahlreichen Topleistungen

Was für ein ISTAF INDOOR! Weltjahresbestleistungen, zahl­rei­che Landesrekorde, Weltklasse-Rennen und über­glück­li­che Sieger – die Fans vor den hei­mi­schen Bildschirmen in über 60 Ländern kamen voll auf ihre Kosten. Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) gelang bei ihrem Lieblings-Meeting der bis­lang wei­tes­te Sprung der Saison: 6,77 Meter, Weltjahresbestleistung. Ihre größ­te Rivalin, die WM-Zweite Maryna Bekh-Romanchuk lan­de­te auf Platz zwei. Malaika Mihambo: „Das ISTAF INDOOR ist immer ein beson­de­res Format. Da macht es rich­tig Spaß zu sprin­gen. Zwei Siege in Düsseldorf und Berlin sind opti­mal, dazu noch Weltjahresbestleistung. Insgesamt ist es schön, dass über­haupt Wettkämpfe statt­fin­den können.“

Im Stabhochsprung gab es gleich meh­re­re glück­li­che Gesichter. Der Pole Robert Sobera ver­letz­te sich nur leicht und konn­te den Wettkampf been­den – obwohl mit­ten in der Luft der Stab brach.Oleg Zernikel (ASV Landau) sprang so hoch wie nie zu vor (5,72 m). Das gelang auch Ernest John Obiena von den Philippinen, der sei­ne Bestmarke von 5,62 Meter in der Mercedes-Benz Arena auf 5,80 Meter schraub­te – natio­na­ler Rekord! „Ich schwe­be auf Wolke sie­ben“, jubel­te der 25-Jährige. Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen) bestä­tig­te sei­ne star­ke Form (eben­falls 5,80) und wur­de Zweiter.

Ein Weltklasse-Rennen lie­fer­ten sich die Hürdensprinterinnen. Reihenweise pur­zel­ten die Rekorde. Christina Clemons (USA, ehe­mals Manning) sieg­te in star­ken 7,83 Sekunden – Weltjahresbestleistung. „Das Rennen lief per­fekt. Es war groß­ar­tig, hier zu lau­fen, auch ohne Zuschauer“, bilan­zier­te Clemons. Europameisterin Nadine Visser (Niederlande) lan­de­te auf Platz zwei – schnel­ler war sie in die­ser Saison noch nie (7,90 Sekunden). Über Rang drei freu­te sich Nooralotta Neziri, die in 7,91 Sekunden zum fin­ni­schen Landesrekord stürm­te. Bei den Männern muss­te sich der welt­weit schnells­te Hürdensprinter des Jahres 2020 geschla­gen geben. Ausnahme- Athlet Orlando Ortega (Spanien, 7,64 Sekunden) wur­de Zweiter hin­ter Aaron Mallett (USA, 7,64 Sekunden).

Arthur Cissé (Elfenbeinküste) tri­um­phier­te wie vor fünf Tagen beim ISTAF INDOOR in Düsseldorf über die 60 Meter – und stell­te sei­nen eige­nen Landesrekord ein (6,53 Sekunden). Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar) sprin­te­te auf den drit­ten Platz (6,62 Sekunden) hin­ter Marcell Jacobs (Italien), der eben­falls mit per­sön­li­cher Bestleistung glänz­te (6,55 Sekunden). Bei den Frauen gewann Maja Mihalinec-Zidar (Slowenien, 7,23 Sekunden) vor Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar, 7,26 Sekunden) und Rafaela Spanoudaki (Griechenland, 7,27 Sekunden) und Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen, 7,29 Sekunden).

Meeting-Direktor Martin Seeber: „Die Leichtathletik und das ISTAF INDOOR haben in Berlin wie­der spek­ta­ku­lä­re Geschichten erzählt. In die­sen her­aus­for­dern­den Zeiten freut es mich aber beson­ders, dass unser detail­lier­tes Hygienekonzept voll auf­ge­gan­gen ist. Das Feedback der Athletinnen und Athleten war über­wäl­ti­gend und eine Bestätigung dafür, das Meeting mit tol­len Partnern in der Sportmetropole auf die Beine gestellt zu haben.“

Ein detail­lier­tes Hygienekonzept mach­te das ISTAF INDOOR mög­lich. Zuschauer waren nicht zuge­las­sen in der Mercedes-Benz Arena. Alle Beteiligten muss­ten sich im Vorfeld einem Corona-Schnelltest unter­zie­hen. Die Athletinnen und Athleten durf­ten nur anrei­sen, wenn sie zudem einen nega­ti­ven Corona-Test vor­wei­sen konn­ten, der nicht älter als 48 Stunden ist. Nur einer der rund 800 Tests an fünf Tagen war posi­tiv. Der Volunteer wur­de am Freitagmorgen vor Betreten der Arena posi­tiv getestet.