Wahnsinns-Stimmung“ beim S 25 Berlin

Deborah Schöneborn wird Zweite / Erstmals 500 Kinder am Start – Staatssekretärin Böcker-Giannini: „Ein tol­les Zeichen für die Sportmetropole Berlin“ / Lauf-Festival „vol­ler Erfolg“

 

Mehr als 500 Kinder – so vie­le wie noch nie in der 41-jährigen Geschichte – nah­men am S 25 Berlin teil. Bei den „Großen“ tri­um­phier­te Mariia Mazurenko. Die Ukrainerin, die vor dem Krieg in ihrer Heimat geflüch­tet ist und in Düsseldorf lebt, benö­tig­te für die 25 Kilometer durch die Berliner Innenstadt 1:28:31 Stunden. Berlins Langstrecken-Ass Deborah Schöneborn (1:29:43 Stunden) wur­de wie im Vorjahr Zweite. Bei den Männern war der Kenianer Vincent Kiprotich (1:17:24) am schnells­ten. Gemeinsam mit rund 7.000 wei­te­ren Lauf-Begeisterten ver­wan­del­ten sie das Herz der Hauptstadt wie­der in eine sport­li­che Sightseeing-Tour, die vor­bei an zahl­rei­chen Sehenswürdigkeiten führte.

Geniales Wetter, genia­le Strecke, genia­ler Lauf“, sag­te Dr. Nicola Böcker-Giannini. Berlins Staatssekretärin für Sport lief bereits selbst den S 25, dies­mal gab sie gemein­sam mit Frank Weidner, Unternehmenssprecher der Berliner Sparkasse, und LSB-Präsident Thomas Härtel den Startschuss. Nach den Aktiven der län­ge­ren Distanzen (25 km, Halbmarathon, 10 km, 5x5km-Staffel) mach­ten sich auch rund 500 fünf bis 13 Jahre alte Nachwuchs-Läufer*innen auf den rund zwei Kilometer lan­gen Kurs in Richtung Berliner Olympiastadion. So vie­le Kinder nah­men noch nie an dem tra­di­ti­ons­rei­chen Event teil. Dr. Nicola Böcker-Giannini: „Das ist ein tol­les Zeichen für die Sportmetropole Berlin.“
Erstmals Teil des S25-Programms war an die­sem son­ni­gen Sonntag das „Lauf-Festival“ auf dem Gelände des Berliner Olympiastadions – mit zahl­rei­chen Bewegungsangeboten für Kinder und einer „Chill Area“ mit Picknickbereich, Food Trucks und vie­lem mehr. „Die Premiere des Lauf-Festivals ist ein vol­ler Erfolg“, sag­te Renndirektor Martin Seeber. „Es war schön zu sehen, wie die Aktiven gemein­sam mit ihren Familien die Angebote genutzt und alle gemein­sam am Olympiastadion einen schö­nen Sonntag ver­bracht haben.“

Richtig Spaß hat­te auch Deborah Schöneborn (1:29:43 Stunden), die wie im Vorjahr Zweite wur­de, aber vier Minuten schnel­ler war als 2021. „Dieser Monat ist zum Genießen. Es ist so ein tolles

Erlebnis, durch die Straßen Berlins zu lau­fen. Man wird von den Leuten getra­gen. Hier beim S 25 rufen so vie­le Menschen dei­nen Namen“, schwärm­te Deborah Schöneborn und lach­te. „Da ist es auch egal, dass die Hälfe ‚Debbie“ ruft und die ande­re Hälfte Rabea. Es ist ein­fach toll!“ Berlins Langstrecken-Ass, das gemein­sam mit ihrer Zwillingschwester Rabea zu den bes­ten Marathonläuferinnen Deutschlands gehört, muss­te sich bei ihrem Heimspiel ledig­lich von Mariia Mazurenko (1:28:31) geschla­gen geben. Die Ukrainerin schaff­te auf Berlins Straßen zudem die Qualifikation für die Halbmarathon-WM (01:13:14). „Wow, ich bin das ers­te Mal in Berlin, die­se schnel­le Strecke ist ein­fach super. Der S 25 ist ein beson­de­res Erlebnis für mich.“ Die 24 Jahre alte Ukrainerin lebt und trai­niert nach ihrer Flucht in Düsseldorf. Mariia Mazurenko: „Ich bin ein­fach glück­lich heute.“
Mit einem brei­ten Lächeln lief auch der Berliner Fabian Clarkson im Olympiastadion ins Ziel. Bei sei­nem Heimspiel benö­tig­te er für die 25 Kilometer fast ein­ein­halb Minuten weni­ger als im Vorjahr. „Das hat rich­tig Spaß gemacht“, sag­te der Athlet des SCC Berlin Marathon-Teams. „Die Strecke ist ein Traum. So eine Wahnsinns-Atmosphäre habe ich noch in kei­ner ande­ren Stadt erlebt. Hier im Berliner Olympiastadion habe ich in die­sem Jahr noch eini­ges vor. Ich will bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften die 5.000 Meter und die 3000 Meter Hindernis laufen.“
Beim S 25 Berlin star­te­ten die Teilnehmenden vor dem Olympiastadion und lie­fen – nach den „Stationen“ Siegessäule, Brandenburger Tor, Deutscher und Französischer Dom, Potsdamer Platz, Kurfürstendamm, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und Funkturm – auf der berühm­ten blau­en Bahn im Olympiastadion ins Ziel. Angeboten wur­den Strecken über zehn Kilometer, die Halbmarathon-Distanz, die tra­di­tio­nel­len 25 Kilometer sowie ein Staffel-Wettbewerb für Teams (5x5km) und ein Kinderlauf. Der S 25 Berlin gehört zur Serie „Berlin läuft!“. Weiter geht’s mit dem VOLVO-Tierparklauf am 10./11. September. Alle Infos und Anmeldung unter http://www.berlin-laeuft.de.
Das sind die Siegerinnen und Sieger beim S 25 Berlin 2022

25 km Frauen

1. Mariia Mazurenko (Ukraine) 01:28:31
2. Deborah Schöneborn (SCC Berlin Marathon Team) 01:29:43
3. Clarissa Lehmeyer (Polizei SV Berlin) 01:50:15
25 km Männer

1. Vincent Kiprotich (Kenia) 01:17:24
2. Nic Ihlow (Lauftraining.com Lauffreunde e.V.) 01:19:35
3. Fabian Clarkson (SCC Berlin Marathon Team) 01:19:47

Halbmarathon Frauen

1. Lilly Lißner 01:24:23
2. Myriam van Roeden 01:27:56
3. Lonneke Kok 01:31:00

Halbmarathon Männer

1. Malik Farhat (LG Hamm) 01:14:26
2. Nikolas Hoheisel (Berlin Track Club) 01:16:37
3. Jose Angel Sanchez Jimenez 01:17:34

10 km Frauen

1. Anna Lisa Langerwisch (Team Berliner Pilsner) 00:38:05
2. Hella Haak (Gorillas and Butterflies) 00:38:29
3. Mary Hnatyshyn 00:39:52
10 km Männer

1. Tom Thurley (Potsdamer Laufclub) 00:31:01
2. Sebastian Tan 00:33:28
3. Tim Mogilka (Berlin Track Club) 00:33:31

Weitere Informationen unter https://berlin-laeuft.de/s25berlin/