Sportliche Ergebnisse - März 2022

Mit den Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf und Eisschnelllauf ende­te die Wettkampf-Saison in die­sen Sportarten. Sogleich gab es in der Leichtathletik und bei den Nachwuchsathleten*innen im Boxen und Ringen die ers­ten inter­na­tio­na­len Wettkämpfe mit Teilnehmenden aus der Sportmetropole Berlin.

Hier eine Übersicht aus­ge­wähl­ter Turniere und Meisterschaften:

Boxen: Dadaev gewinnt Bronze bei der U22-EM

Bei der Europameisterschaft der U22 in der istri­schen Hafenstadt Poréc nah­men fünf Boxerinnen und 11 Boxer aus Deutschland teil. Insgesamt gewann das Team sechs Medaillen, davon 2x Gold, 1x Silber und 3x Bronze. Mit einer Bronzemedaille kehr­te Delil Dadaev (bis 80kg) zurück. Nach über­zeu­gen­den Vorrundensiegen ver­lor er sei­nen Halbfinalkampf gegen den Italiener Alfred Cromwell Commey. Der zwei­te Berliner Boxer, Malik Shadalov, schied bereits im ers­ten Kampf gegen Michele Baldass aus Italien aus.

Eiskunstlauf: Hase/Seegert errei­chen Rang fünf bei Eiskunstlauf-WM

Minerva Hase und Nolan Seegert glänz­ten bei der Weltmeisterschaft im fran­zö­si­schen Montpellier. Nach dem pro­blem­be­la­de­nen Auftritt bei den Olympischen Spielen in Peking durch die Coronaerkrankung von Nolan zeig­te das Paar bereits im Kurzprogramm eine über­zeu­gen­de Leistung mit Rang sechs. Auch in der Kür lief das Duo ein beein­dru­cken­des Programm. Am Ende ran­gie­ren sie auf Platz fünf und erreich­ten zudem mit 189,61 Punkten eine per­sön­li­che Bestleistung. Diese Platzierung des Duos sicher­te der Deutschen Eislauf-Union einen zwei­ten Startplatz bei der WM 2023.

 „Es war ein wun­der­schö­nes Saisonfinale, das uns sehr viel bedeu­tet“, sag­te die 22-jährige Minerva. Nolan ergänz­te: „Unsere Konditionsarbeit hat sich aus­ge­zahlt, wir sind bes­ser als im Training gelaufen.“

Allerdings fehl­ten bei der WM die drei bes­ten rus­si­schen Paare wegen der Sperre durch den Eislauf-Weltverband ISU sowie die chi­ne­si­schen Olympiasieger Sui Wenjing und Han Cong, die nach den Winterspielen drei Wochen in Quarantäne ver­brin­gen mussten.

Eisschnelllauf: Pechstein been­det Allround-WM auf Rang 13

Zwei Wochen nach den Winterspielen in Peking beleg­te Claudia Pechstein bei ihrer 25. Allround-WM in Hamar (Norwegen) Rang 13. Claudia ran­gier­te über die 500 m und 1.500 m jeweils auf Platz 15 und über die 3.000 m auf Platz 14. Damit schei­ter­te sie an der Qualifikation für das Finale der bes­ten Acht über 5.000 m.

Gold ging an die Dreifach-Olympiasiegerin Irene Schouten aus den Niederlanden.

Eisschnelllauf: Uhrig, Pechstein und Rijhen mit Top Ten Platzierung beim Weltcup-Finale

Beim Weltcup-Finale im nie­der­län­di­schen Heerenveen über­zeug­ten Michelle Uhrig als Fünfte, Claudia Pechstein als Neunte sowie Felix Rijhnen als Zehnter beim Massenstart. Zugleich wur­den die nie­der­län­di­schen Eisschnelllauf-Stars Ireen Wüst und Sven Kramer vor den Augen des nie­der­län­di­schen Staatsoberhaupts König Willem Alexander und Königin Maxima, ver­ab­schie­det. Wüst und Kramer, bei­de erst­mals 2006 in Turin bei Olympischen Winterspielen am Start, kom­men gemein­sam auf 22 Olympia-Medaillen.

Eisschnelllauf: Triumph bei der Studenten-WM

Bei der Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft der Studenten*innen in Lake Placid sam­mel­te das DESG-Nachwuchsteam ins­ge­samt sie­ben Medaillen, davon drei­mal Gold, drei­mal Silber und ein­mal Bronze. Das bedeu­te­te Platz zwei in der Nationenwertung hin­ter Japan und vor den USA. Lea Sophie Scholz (Psychologie-Studentin an der HU) wur­de Weltmeisterin über 1.500 Meter und gewann noch Silber über 1.000 Meter sowie Bronze auf der 500 Meter Distanz. Zudem hol­te sie sich mit Michael Roth (BWL-Student an der HTW) eine wei­te­re Goldmedaille im Mixed-Wettbewerb. Michael steu­er­te mit Silber über die 1.500 m eine wei­te­re Medaille bei.

Leichtathletik: Bronze bei der Geher-Team-WM

Die deut­schen Geher sorg­ten bei den Team-Weltmeisterschaften für die ers­te Mannschafts-Medaille seit 23 Jahren. Mit Bronze belohn­te sich der DLV für sei­nen enga­gier­ten Auftritt im Oman über die 35-Kilometer-Distanz. Über die 20-Kilometer beleg­ten Emilia Lehmeyer Rang 22 und Leo Köpp Platz 27.

Leichtathletik: Lückenkemper schei­tert im Vorlauf bei der Hallen-WM

Die 60 Meter der Frauen ende­te bei der Hallen-WM in Belgrad (Serbien) mit dem Überraschungssieg der Schweizerin Mujinga Kambundji. Sie gewann den Titel in der Weltjahres-Bestzeit von 6,96 Sekunden. Bereits im Vorlauf schei­ter­te die Deutsche Hallen-Vizemeisterin Gina Lückenkemper. Sie benö­tig­te 7,33 Sekunden und ran­gier­te damit auf Rang fünf. Für die nächs­te Runde reich­te das nicht und auch ihre Saison-Bestzeit von 7,20 Sekunden blieb unerreicht.

Ringen: Silber und Bronze bei der EM-U23

Bei der Europameisterschaft in Plovdiv (Bulgarien) erkämpf­te Joshua Morodion die Silbermedaille. Nach über­le­ge­nen Siegen in den Vorkämpfen unter­lag er im Finale als Jüngster in der Altersgruppe dem tür­ki­schen Ringer Feyzullah Akturk. Lisa Ersel sicher­te sich im klei­nen Finale nach einem gro­ßem Kampf und tak­ti­scher Meisterleistung die Bronzemedaille. Sie besieg­te mit 9:8 Punkten Shahana Nazarova aus Aserbeidschan.

Ringen: Ersel wird EM-Vierte

Bei der Europameisterschaft in Budapest (Ungarn) unter­lag Lisa Ersel in ihrem Auftaktduell gegen Evin Demirhan (TUR) mit 2:11 Punkten. Aufgrund der gerin­gen Teilnehmerzahl stand sie damit jedoch gleich im Kampf um Bronze. Diesen ver­lor sie gegen die Rumänin Emilia Vuc nach 1:44 Minuten, die sie auf bei­de Schultern drückte.