Sportliche Ergebnisse im September

Auch wenn immer noch zahl­rei­che Wettkämpfe coro­nabe­dingt aus­fal­len - so z.B. vier Weltcups im Eisschnelllauf - gab es zahl­rei­che inter­na­tio­na­le und natio­na­le Ereignisse, die den olym­pi­schen Spitzensport wie­der in den Blick der Öffentlichkeit rück­ten. Aber vor allem gab es für unse­re Athletinnen und Athleten nach lan­ger „Durststrecke“ wie­der die Möglichkeit, sich zu prä­sen­tie­ren und um Medaillen und Top-Platzierungen zu kämp­fen.

Hier eine Auswahl der Ergebnisse:

Beachvolleyball

Am ers­ten Septemberwochenende fan­den die fina­len Spiele um den Deutschen Meistertitel am Timmendorfer Strand statt. Mit einer kämp­fe­ri­schen Leistung und einem star­ken Spiel konn­te sich unse­re Berlinerin Sandra Ittlinger mit ihrer Partnerin Chantal Laboureur ful­mi­nant gegen die Olympiasiegerin Laura Ludwig und ihrer neu­en Partnerin Margareta Kozuch durch­set­zen! Nach einem ver­lo­re­nen ers­ten Satz änder­ten unse­re Mädels die Taktik und konn­ten die letz­ten bei­den Sätze mit 21:16 und 15:9 klar für sich ent­schei­den. Bei den Männern sicher­ten sich Thole/Wickler den Titel. Unser Berliner Max Betzien wur­de mit sei­nem Interimspartner Philipp Bergmann 9.

Anschließend ging es zur Europameisterschaft ins let­ti­sche Jurmala. Dort dreh­ten Ludwig und Kozuch den „Spieß“ um und bezwan­gen unse­re Deutschen Meister Sandra und Chantal im Achtelfinale und lan­de­ten damit unter die Top 10 mit Platz 9. Nachwuchstalent Simon Pfretzschner konn­te wert­vol­le Erfahrungen mit sei­nem Partner Niels Ehlers in den Vorrunden-Spielen sam­meln. Leider ging es für das Paar nicht dar­über hin­aus.

Bogenschießen

Bogenschütze Florian Kahllund stell­te bei der Kadersichtung des Deutschen Schützenbundes (DSB) in München einen Weltrekord auf. In der dop­pel­ten 70-m-Runde mit dem olym­pi­schen Recurve-Bogen schaff­te der 27-Jährige 1.358 Ringe und ver­bes­ser­te die bis­he­ri­ge Bestmarke des US-Weltmeisters Brady Ellison um zwei Ringe.
Da es sich bei dem Sichtungswettkampf um kei­nen offi­zi­el­len Wettbewerb han­del­te, muss die Anerkennung des Rekords vom Weltverband WA noch for­mal bestä­tigt wer­den.

Hockey

Die deut­schen Herren - mit unse­ren bei­den Berlinern Martin Häner und Martin Zwicker - star­te­ten bei der FIH Hockey Pro Leage in Düsseldorf gegen den amtie­ren­den Europa- und Weltmeister Belgien mit einem Sieg (2:1 nach Penaltyschießen) und einer Niederlage (1:6). Demgegenüber gelan­gen den Damen - lei­der ohne Berliner Spielerinnen- zwei Siege (2:0 und 3:1) gegen die Belgierinnen.

Eiskunstlauf

Nach der Absage der Weltmeisterschaften im März 2020 war die Nebelhorn Trophy in Oberstdorf der ers­te inter­na­tio­na­le Wettkampf der Saison 2020/21, an dem Läufer aus 17 Nationen teil­nah­men. Bei den Männern konn­te Paul Fentz nach dem Pflichtprogramm mit knapp 82 Punkten glän­zen und lan­de­te auf Rang 1. Diesen konn­te er nach der Kür nicht mehr hal­ten und fiel auf Rang 6 zurück. Die Berliner Kai Jagoda und Thomas Stoll beleg­ten die Plätze 11 und 17. Im Wettbewerb der Paarläufer lagen Minerva Hase und Nolan Seegert eben­falls nach der Pflicht vorn; sie tra­ten aber ver­let­zungs­be­dingt nicht mehr zur Kür an. Das zwei­te deut­sche Paar, Annika Hocke und Robert Kunkel, ran­gier­ten in bei­den Teildisziplinen jeweils auf Rang 2. Sie unter­la­gen den sieg­rei­chen Rebecca Ghilardi und Filippo Ambrosini aus Italien ledig­lich um den Wimpernschlag von 0,35 Punkten.

Segeln

Die 126. Kieler Woche als welt­größ­te Regatta fand vom 5.-13.09.2020 am Schilksee statt. Und die­se ende­te für das German Sailing Team mit zwei Titeln und Top-Ergebnissen in den stark besetz­ten Flotten der sechs olym­pi­schen Disziplinen sehr erfolg­reich.
Zu den Höhepunkten zähl­te der natio­na­le Ausscheid um eine Olympiafahrkarte für Tokio 2021 im 49erFX. Die Crew um Tina Lutz und Susann Beucke (Chiemsee Yacht-Club/Norddeutscher Regatta Verein) konn­te mit dem drit­ten Kieler-Woche-Sieg nach 2013 und 2016 das Rennen deut­lich für sich ent­schei­den. Sie besieg­ten im natio­na­len Duell um ein Tokio-Ticket ihre Berliner Teamkameradinnen Victoria Jurczok und Anika Lorenz vom Verein Seglerhaus am Wannsee, für die am Ende der 12. Rang her­aus­sprang.

Die Rio-Bronzemedaillen-Gewinner Erik Heil und Thomas Plößel (bei­de aus Berlin stam­mend und für den Norddeutscher Regatta Verein star­tend) been­de­ten die Kieler Woche mit einem wei­te­ren domi­nan­ten Tagessieg und Platz sechs im Abschluss-Klassement. Das gute deut­sche Gesamtergebnis im Skiff der Männer mach­te Fabian Graf vom Verein Seglerhaus am Wannsee und Tim Fischer mit Platz acht kom­plett.

Im Laser Radial beleg­ten Svenja Weger und Julia Büsselberg die Plätze 15 und 19. Dabei hat­te Julia gro­ßes Pech: eine star­ke Bö von Lee schlug ihr den Großbaum ins Gesicht und direkt 2 Frontzähne aus. Sie ließ sich davon aller­dings nicht unter­krie­gen und segel­te tap­fer den Wettkampf zu Ende.

Wasserball

Der Wasserball-Verein Waspo 98 Hannover wur­den zum drit­ten Mal nach 1993 und 2018 Deutscher Meister. Die Hannoveraner gewan­nen im Volksbad Limmer unter frei­em Himmel und mit 300 Zuschauern das vier­te Spiel mit 11:9. Es war der ent­schei­den­de drit­te Sieg der Endspiel-Serie. Damit konn­te das Berliner Team um Spandaus Präsident, Hagen Stamm, sei­nen Titel nicht ver­tei­di­gen.

Beim anschlie­ßen­den "Final Four" in Berlin-Schöneberg gewan­nen sowohl die Frauen als auch die Männer von Spandau 04 den deut­schen Wasser-Pokal. Zum ers­ten Mal hol­te der Verein damit den Pokal im Doppelpack.

Als Titelverteidigerinnen setz­te sich das Frauenteam im Finale mit 11:8 gegen Bayer Uerdingen durch. Mit dem Pokalsieg war es Titel Nummer vier in zwei Jahren. Zuvor war den Berlinerinnen, die von Männer-Kapitän Marko Stamm trai­niert wer­den, im Halbfinale ein Kantersieg mit 33:9 gegen Nikar Heidelberg gelun­gen.

Die Männer revan­chier­ten sich für die ver­lo­re­ne Meisterschaft und gewan­nen zum 31. Mal den Pokal. Im Finale setz­ten sich die Hausherren mit 12:8 gegen den deut­schen Meister Waspo Hannover durch.