Sportliche Ergebnisse im Oktober 2020

Zahlreiche natio­na­le und inter­na­tio­na­le Wettkämpfe stan­den auf dem Wettkampfkalender im Oktober 2020. Doch die gestie­ge­nen Infektionszahlen ver­hin­der­ten die­se und zahl­rei­che Absagen - meist ohne Ausweichtermine - folg­ten, so z.B. die Deutschen Meisterschaften im Modernen Fünfkampf und Schwimmen sowie die der Jugend und Schüler im Gewichtheben und die EM der U22 im Boxen. Aber auch der Beginn des Spielbetriebs, so z.B. im Tischtennis und Eishockey, ver­zö­ger­te sich und wur­de auf einen spä­te­ren Termin ver­scho­ben.

Aber es gab für eini­ge Athletinnen und Athleten nach lan­ger „Durststrecke“ ein Wettkampfgeschehen und dies aus­ge­spro­chen erfolg­reich, wie die nach­fol­gen­den Beispiele zei­gen.

Paralympics Schwimmen

Die 34. Auflage der Internationalen Deutschen Meisterschaften im Para Schwimmen muss­te auf­grund der Corona-Pandemie von Mai 2020 auf Mitte Oktober ver­scho­ben wer­den. Viele inter­na­tio­na­le Top-Stars muss­ten den­noch absa­gen. Trotzdem gas­tier­ten Teams aus zehn ver­schie­de­nen Nationen und rund 130 Schwimmerinnen und Schwimmer in Berlin und begeis­ter­ten dabei mit beein­dru­cken­den Leistungen. Es gab drei Weltrekorde, davon ging einer auf das Konto von Elena Krawzow über 50m Brust. Dabei wur­de Elena erst  im Sommer an der Schulter ope­riert und fiel eini­ge Wochen aus. Vom Berliner Schwimmteam bestä­tig­te neben Elena auch Mira Jeanne Maack die Olympia-Qualifikation. Marlene Endrolath und Malte Braunschweig knack­ten erst­mals die Tokio-Norm.

Rudern

Bei der Europameisterschaft in Polen / Poznan schaff­ten die Ruderer es erneut, eine her­vor­ra­gen­de Medaillenbilanz zu erzie­len. Natürlich schau­ten wie immer alle gespannt auf das Prestige-Boot des DRV: den Deutschland-Achter. Die Männer zeig­ten auch beim letz­ten Saisonhöhepunkt für die­ses Jahr ihre Ambitionen in Richtung Tokio und gewan­nen erneut bra­vou­rös mit über einen hal­ben Länge Vorsprung. Es war der ach­ten EM-Titel in Folge.

Im sieg­rei­chen Boot waren auch die Berliner Olaf Roggensack und Steuermann Martin Sauer.

Auch die Frauen glänz­ten mit beacht­li­chen Leistungen in Polen. Der deut­sche Frauen-Achter mit der Berlinerin Alyssa Meyer über­rasch­te mit star­ker Leistung und der Silbermedaille. Ebenso zu Silber ruder­ten Elisabeth Mainz im leich­ten Doppelvierer sowie der Doppelvierer mit Franziska Kampmann, Frieda Hämmerling, Carlotta Nwajide und Daniela Schultze, die ihr Training am Hohenzollern-Kanal absol­vie­ren.

Eine Woche spä­ter fei­er­te der Deutschland-Achter einen über­le­ge­nen Start-Ziel-Sieg beim 20. Kanal-Cup zwi­schen Breiholz und Rendsburg auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Die Crew - mit den Berlinern Olaf Roggensack und Martin Sauer - setz­te sich beim Ruder-Marathon über 12,7 Kilometer mit fast einer Minute Vorsprung vor Polen und dem deut­schen U23-Achter durch. Am Ende stand der 15. Sieg beim här­tes­ten Ruderrennen der Welt zu Buche.

Segeln

Ausgesprochen erfolg­reich ver­lie­fen die Wettkämpfe im Laser-Radial und der 49-er Klasse für Berliner Akteure.

Svenja Weger -Steuerfrau vom Potsdamer Yacht-Club- nahm mit Platz acht bei der Laser-Radial-Europameisterschaft im pol­ni­schen Revier vor Danzig alle noch aus­ste­hen­den Hürden auf Kurs Tokio-Enoshima 2021. Mit die­ser Leistung erfüll­te sich für Svenja - Junioren-Weltmeisterin von 2013 und Laser-Radial-Europameisterin von 2014 - ihren Traum von Olympia. Mit einem Tagessieg und einem drit­ten Rang behaup­te­te sie sich im stark besetz­ten Feld mit 107 Booten der olym­pi­schen Einhandseglerinnen sou­ve­rän in den Top Ten. Nachwuchstalent Julia Büsselberg konn­te sich als zweit­bes­te Deutsche mit Platz 28 durch­set­zen. In der U21-Wertung kam sie auf Platz 2, in der U23-Wertung wur­de sie Siebente.

Mit zwei Goldmedaillen in der 49er- und 49erFX-Klasse ende­te für das deut­sche Team die Europameisterschaft am Attersee in Österreich aus­ge­spro­chen erfolg­reich. Fabian Graf vom Verein Seglerhaus am Wannsee und sein Steuermann Tim Fischer (Norddeutscher Regatta Verein) gewan­nen den Titel in der 49er-Klasse. Der Finaltag war mit vier wei­te­ren Rennen ange­setzt und ver­lief hoch­span­nend: mehr­fach wech­sel­te die Führung zwi­schen den kroa­ti­schen Weltmeistern von 2018 und dem deut­sche Duo. Am Ende hat­ten Tim und Fabian die Bugspitze im Kampf um den Titel vor­ne, weil die Kroaten sich in der neun­ten Wettfahrt eine Frühstart-Disqualifikation ein­ge­fan­gen hat­ten.
Die 49er-FX-Seglerinnen Tina Lutz und Susann Beucke sicher­ten sich bei den Frauen den EM-Titel.

Volleyball

Die BR Volleys star­te­ten erfolg­reich in die neue Saison. Beim com­di­rect Supercup erkämpf­ten das Team in span­nen­den Sätzen (29:27, 25:22, 25:22) einen dann doch kla­ren 3:0 Sieg gegen die United Volleys Frankfurt.