Paralympics: 2022 ohne Para Bob, 2024 ohne Segeln

Das Governing Board des Internationale Paralympische Komitees (IPC) hat die ers­ten Entscheidungen über das paralym­pi­sche Programm für die Spiele in Peking 2022 und Paris 2024 getrof­fen. Demnach wer­den Para Bob, Para Segeln, Para Karate, Para Tanzsport, Para Golf und Powerchair Fußball nicht zu den paralym­pi­schen Sportarten gehö­ren. Über die ver­blei­ben­den 23 Sportarten für Paris 2024 wird final im Januar 2019 ent­schie­den.

Insgesamt 28 Sommersportarten hat­ten sich für die Aufnahme bezie­hungs­wei­se den Erhalt im paralym­pi­schen Programm für 2024 bewor­ben. Darunter die 22 Sportarten, die in Tokyo 2020 paralym­pisch sind, sowie sechs neue Bewerber. Bis Anfang Juli war jede Sportart dazu ver­pflich­tet, dem IPC einen umfang­rei­chen Bericht zu erstat­ten über die Aufstellung der jewei­li­gen Verbände, Regelwerke, die welt­wei­te Verbreitung der Sportart, Anti-Doping-Programme oder die vier­jäh­ri­gen Wettkampfprogramme.

Die Sportarten Para Segeln, Para Karate, Para Tanzsport, Para Golf und Powerchair Fußball haben ent­spre­chend nicht alle Kriterien für eine wei­te­re Berücksichtigung für Paris 2024 erfüllt. Neben den 22 Sportarten, die auch in Tokyo 2020 aus­ge­tra­gen wer­den, ist zudem Fußball CP eine Runde wei­ter in der Bewerbungsphase. Die fina­le Entscheidung über das paralym­pi­sche Programm 2024 wir im Januar vom Governing Board des IPC getrof­fen.
Auch die Sportart Para Bob erfüll­te nicht alle erfor­der­li­chen Kriterien, um in das Programm der Spiele von Peking 2022 auf­ge­nom­men zu wer­den. Eine der Anforderung war es, dass min­des­tens zwölf Nationen aus drei Kontinenten regel­mä­ßig an den Wettkämpfen der Saison 2016/2017 sowie 2017/2018 teil­neh­men – dies wur­de jedoch nicht erfüllt.

„Ich weiß, dass die­se Entscheidung bei vie­len Athleten zu Enttäuschung füh­ren wird. Tatsache ist aber, dass Para Bob trotz sei­ner ste­ti­gen Entwicklung nicht alle Kriterien für die Aufnahme ins paralym­pi­sche Programm erfüllt“, berich­tet IPC-Präsident Andrew Parsons
Quelle: Deutscher Behindertensportverband