Olympische und Paralympische Spiele: Rund 60 Berliner Sportler in Rio am Start

Die Olympia-Vorbereitungen in der deut­schen Hauptstadt gehen in die hei­ße Phase: Am 5. August wer­den die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro fei­er­lich eröff­net. Am 7. September begin­nen dann die Paralympischen Sommerspiele in der bra­si­lia­ni­schen Metropole. In Rio wer­den ins­ge­samt rund 60 Athletinnen und Athleten aus Berlin am Start sein.

 

 

Am 28. April 2016 infor­mier­ten Brasiliens Botschafterin Maria Luiza Ribeiro Viotti, Stephan Abel (DOSB-Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen), LSB-Präsident Klaus Böger, Olympiastützpunktleiter Dr. Harry Bähr sowie die Sportler Patrick Hausding, Martin Häner, Fabian Wiede und Tom Kierey in der bra­si­lia­ni­schen Botschaft über den aktu­el­len Stand der Olympia-Vorbereitungen.

 

Die Spiele wer­den ein gro­ßes Erlebnis für alle Teilnehmer und Besucher", ver­sprach Brasiliens Botschafterin Maria Luiza Ribeiro Viotti. „Die Vorbereitungen lau­fen sehr gut. 98 Prozent der Wettkampfstätten sind fer­tig."

 

Wenn die Olympischen Spiele am 5. August fei­er­lich eröff­net wer­den, sind fast 500 deut­sche Sportler dabei. „Die Qualifikationen sind noch nicht abge­schlos­sen. Wir rech­nen aber mit 450 bis 470 Athleten in unse­rem Team", so Stephan Abel, DOSB-Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen. Rund jeder zehn­te deut­sche Olympia-Starter wird aus Berlin kom­men. „40 bis 45 Berliner Athletinnen und Athleten aus bis zu 15 Sportarten bei den Olympischen Spielen in Rio zu sehen, ist beim aktu­el­len Qualifikationsstand ein rea­lis­ti­sches Ziel", rech­ne­te Olympiastützpunktleiter Dr. Harry Bähr vor. „Bei den Paralympischen Spielen wer­den zudem rund 15 Berliner Teilnehmer dabei sein. Das wäre ein guter Beitrag für die bei­den deut­schen Mannschaften in Rio." Damit geht das „Team Berlin Rio" ins­ge­samt mit rund 60 Sportlern an den Start. „Die Olympischen und Paralympischen Spiele sind das Größte für alle Sportler. Sie sind der Motor für den Sport", sag­te Klaus Böger; Präsident des Landessportbundes.

 

Das bestä­tig­te Martin Häner, der 2012 in London mit der deut­schen Hockey-Mannschaft Gold gewon­nen hat­te. „Wir Hockey-Spieler rech­nen stets im Vier-Jahres-Zyklus", so das Berliner Abwehr-Ass. „Olympische Spiele sind das Allergrößte für uns. Wenn man das ein­mal erlebt hat, will man immer wie­der dabei sein." Bereits zwei­mal dabei war der Berliner Wasserspringer Patrick Hausding, der die Wettkampfstätten in Rio bereits beim Weltcup im Februar 2016 ken­nen­ge­lernt hat­te. „Ich war posi­tiv über­rascht - zumin­dest das Olympische Dorf und unse­re Anlagen waren bereits fer­tig. Noch kann ich mich zwar nicht Olympia-Teilnehmer nen­nen, weil die offi­zi­el­le Nominierung noch aus­steht, ich bin aber schon sehr neu­gie­rig, was uns in Rio erwar­tet", sag­te Patrick Hausding.

 

Neuland" betre­ten dage­gen der Berliner Handballer Fabian Wiede und der Para-Kanute Tom Kierey. „Wir haben eine sehr jun­ge Mannschaft und sehr weni­ge Spieler, die schon ein­mal Olympische Spiele erle­ben durf­ten", sag­te Fabian Wiede. „Wir freu­en uns alle schon sehr auf Rio." Mit einem „ein­ma­li­gen Erlebnis" rech­net auch Para-Kanute Tom Kierey, des­sen Sport zum ers­ten Mal paralym­pisch ist. „Für uns ist es eine Premiere - und eine Medaille ist ganz klar das Ziel. Es darf gern Gold sein, aber das wird von der Tagesform abhän­gen."

 

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