Moderner Fünfkmapf: Annika Schleu holt Olympia-Quotenplatz

Bei der Europameisterschaft in Bath haben Annika Schleu und Patrick Dogue dem DVMF die ers­ten zwei Quotenplätze, von ins­ge­samt vier mög­li­chen Plätze für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, gewon­nen. Annika gelang erneut ein Spitzenresultat im Erfolgsjahr 2019. Die Athletin vom TSV Spandau belegt den fünf­ten Rang. Siegerin wur­de die Olympiasiegerin von 2012, Laura Asadauskaite. Schleu über­zeug­te vor allem durch Konstanz in allen Disziplinen. Eine Zeit von 2:19,10 Minuten im Schwimmen, 20 Siege im Fechten (+ einen Erfolg in der Bonusrunde) und 272 Punkte nach vier Abwürfen im Reiten brach­ten die 29-Jährige in Schlagdistanz zu den Top 10. In ihrer Spezialdisziplin, dem Laser-Run, arbei­te­te sich Schleu Runde für Runde nach vor­ne. Da aber auch die Konkurrenz schnel­le Schießserien und hohes Tempo beim Laufen zeig­te, blie­ben die Medaillen letzt­lich außer Reichweite. Überzeugend war auch die Vorstellung von Ronja Steinborn mit Patz 18. Ronja zeig­te eine der bes­ten Leistungen des Jahres und bewies vor allem im Fechten (19 Siege), dass ihr der Vizemeistertitel bei den "Finals 2019" neu­es Selbstvertrauen gege­ben hat. Für Rebecca Langrehr wäre nach eben­falls guten 20 Siegen im Fechten mehr drin gewe­sen, als der 24. Rang im Gesamtklassement. Das Reitergebnis von 247 Punkten nach einer Verweigerung sowie Abwurf- und Zeitfehlern warf sie aber weit zurück. Bei den Männern beleg­te der Potsdamer Patrick Dogue einen 11.Platz. Da vor ihm je zwei Franzosen, Briten und Tschechen ins Ziel kamen und das Reglement bei der EM nur einen Quotenplatz pro Nation vor­sieht, genüg­te letzt­lich Rang 11 für das Tokio-Ticket. Gold ging an den Briten James Cooke. Alexander Nobis beleg­te als zweit­bes­ter Deutscher den 16. Rang. Nach star­kem Beginn auf der Planche muss­te er in der zwei­ten Hälfte der Platzierungsrunde lei­der eine bit­te­re Niederlagenserie hin­neh­men und schloss das Fechten mit für ihn unter­durch­schnitt­li­chen 17 Siegen ab. Ansonsten wäre - dank eines sehr siche­ren Auftritts am Schießstand (nur fünf Fehlschüsse) - wohl auch ein Top-10-Resultat drin gewe­sen. Pia Bukow und Matthias Sandten haben den sieb­ten Platz in der Mixed-Staffel und Pele Uibel und Jan Kauffmann in der Männer-Staffel den sechs­ten Platz belegt.

Bei der EM blieb die deut­sche Mannschaft zwar ohne Medaille, aber mit der Maximalausbeute von zwei Olympiatickets. Die ers­ten Meilensteine auf der Reise nach Tokio sind also geschafft.