18 Berliner Athletinnen und Athleten haben bei den Olympischen Winterspielen in Mailand die Sportmetropole Berlin vertreten – so viele wie seit Turin 2006 nicht mehr und fast doppelt so viele wie noch vor vier Jahren in Peking. Herausragend: die Bronzemedaille im Paarlauf für Minerva Hase und Nikita Volodin. Dr. Harry Bähr, Leiter des Olympiastützpunkts Berlin, zieht eine positive Bilanz der Spiele: „Wir sind sehr stolz auf die Leistungen der Berlinerinnen und Berliner im Team D. Zwei Berliner Paare im Eiskunstlauf unter den TOP 10 und die ersehnte Medaille für Minerva und Nikita sind der verdiente Erfolg nach vielen Herausforderungen in der Vorbereitung. Auch im Eisschnelllauf hat das junge Berliner Team die Erwartungen erfüllt. Mehrere TOP 10 Platzierungen sind eine gute Basis für weitere Erfolge in den nächsten Jahren. Nach vollem Einsatz der Berliner Frauen und Männer im Eishockey wurde von beiden Mannschaften das Minimalziel Viertelfinale erreicht. Die Sportmetropole Berlin kann also auch Wintersport auf internationalem Spitzenniveau, dafür danken wir dem Team Berlin sehr herzlich.“
Nachdem das TEAM BERLIN 2022 in Peking mit zehn Aktiven noch ohne Medaillen und Top-10-Platzierungen geblieben war, kehrte in Mailand der Erfolg zurück. Für den emotionalen Höhepunkt sorgten das Eiskunstlaufpaar Minerva Hase und Nikita Volodin. Erst seit drei Jahren laufen die beiden gemeinsam auf dem Eis. In Mailand krönten sie ihre rasante Entwicklung nun mit der olympischen Bronzemedaille im Paarlauf. Auch das zweite Berliner Duo, Annika Hocke und Robert Kunkel, überzeugte auf der großen Bühne mit zwei fehlerfreien Programmen und beendete den Wettkampf mit einem starken 10. Platz.
Eine bemerkenswerte Geschichte schrieben auch die Berliner Eishockey-Frauen. Erstmals seit Sotschi 2014 hatte sich das deutsche Team wieder für die Olympischen Spiele qualifiziert. Entsprechend feiertendie Spielerinnen der Eisbären Berlin Juniors Celina Haider, Mathilda Heine und Franziska Feldmeier sowie die für Boston Fleet spielende Laura Kluge allesamt ihr Olympia-Debüt. Besonders Laura Kluge stach dabei heraus: Mit drei Toren und vier Assists (sieben Punkte) in vier Spielen avancierte sie zur deutschen Top-Scorerin der Gruppenphase und hatte großen Anteil am zweiten Platz in der Gruppe. Letztlich endete das Turnier für das Frauen-Team nach einem starken Auftritt auf Rang 6 im Viertelfinale. Auch die vier Männer um den nun dreifachen Olympia-Teilnehmer Jonas Müller sowie Frederik Tiffels, Kai Wissmann und Korbinian Geibel erreichten das Viertelfinale und schlossen das Turnier auf Platz 7 ab.
Viel frischen Wind brachte das Eisschnelllauf-Team aus der Hauptstadt mit. Alle sechs Berliner Starter*innen feierten in Mailand ihr Olympia-Debüt und sammelten gleich mehrere starke Top-10-Platzierungen. Im Team Pursuit liefen Lea Sophie Scholz, Josephine Schlörb und Josie Hofmann auf einen hervorragenden 5. Platz, während Maira Jasch (Rang 8 über 5.000m) und Gabriel Groß (Rang 10 über 5.000m) starke Einzel-Ergebnisse einfuhren.
Dr. Harry Bähr: „Das Team Berlin war nicht nur zahlenmäßig so stark wie noch nie bei Olympischen Winterspielen vertreten, mit den erreichten Platzierungen in Mailand wurde der Aufwärtstrend gegenüber Peking 2022 deutlich sichtbar. Dazu haben alle drei Sportarten – Eiskunstlauf, Eisschnelllauf und Eishockey – beigetragen. Ein Aufwärtstrend, der auch von einer neuen Generation von Wintersportler*innen in Berlin getragen wird. Im OSP-Team freuen wir uns darauf, im nächsten Winterzyklus auf dem langen Weg zu Spitzenleistungen wieder an der Seite unserer Olympiahoffnungen zu stehen.“
Mailand 2026 – Bilanz TEAM BERLIN
Eiskunstlauf
- Bronze: Minerva Hase & Nikita Volodin (Paarlauf)
- 10. Platz: Annika Hocke & Robert Kunkel (Paarlauf)
Eishockey
- 6. Platz (Viertelfinale): Frauen-Nationalmannschaft mit Celina Haider, Mathilda Heine, Laura Kluge, Franziska Feldmeier
- 7. Platz (Viertelfinale): Männer-Nationalmannschaft mit Korbinian Geibel, Jonas Müller, Frederik Tiffels & Kai Wissmann
Eisschnelllauf
- 5. Platz: Team Pursuit Frauen (mit Josie Hofmann, Lea Sophie Scholz, Josephine Schlörb)
- 8. Platz: Maira Jasch (5.000m)
- 10. Platz: Gabriel Groß (5.000m)
- 14. Platz: Josie Hofmann (3.000m)
- 17. Platz: Maira Jasch (Massenstart)
- 18. Platz: Lea Sophie Scholz (1.500m)
- 21. Platz: Anna Ostlender (1.000m)
- 23. Platz: Josie Hofmann (Massenstart)
- 27. Platz: Anna Ostlender (500m)
Historische Premiere: Ausblick auf die Paralympischen Spiele
Während das olympische Feuer in Mailand erloschen ist, steht das nächste Highlight unmittelbar bevor: die Paralympischen Spiele (06. März – 15. März 2026). Für die Sportmetropole Berlin wird dieses Event ein ganz besonderer Meilenstein. Erstmals in der Geschichte hat sich mit Leopold Reimann im Para Eishockey ein Berliner Athlet für die Paralympischen Winterspiele qualifiziert. Die Daumen in der Hauptstadt sind bereits fest gedrückt für diese historische Premiere.










