Kanu-WM: Berliner Kanuten erfolgreich

Schopf holt Gold, Scheibner/Hecker/Adam holen Silber, Groß holt Bronze, Schopf/Jahn/Hering-Pradler/Kierey sichern Quotenplätze für Tokio

Bei der dies­jäh­ri­gen Kanu-WM in unga­ri­schen Szeged lief für die Berliner Kanuten und Para-Kanuten alles rund. So konn­ten sie neben Medaillen auch die erwünsch­ten Quotenplätze für die olym­pi­schen Spiele in Tokio 2020 sichern.
Besonders erfolg­reich lief die Saison für den erst 20-jährigen Berliner Jacob Schopf. Nach Gold bei den European Games, hielt die star­ke Form des Berliner Kanuten an. Sein 16 Jahre älte­rer Bootspartner Max Hoff und er erkämpf­ten sich im K2 über 1000m den WM-Titel und sicher­ten damit auch den Quotenplatz für die­se Bootsklasse.
Ebenso jubeln konn­ten Conrad Scheibner, Tim Hecker und Moritz Adam über Silber in der nicht-olympischen Bootsklasse C4 500m. Nachdem Scheibner und Hecker bereits U23 Weltmeister wur­den, konn­te Adam nach Rückenproblemen zur U23 WM, mit dem Vize-WM Titel bei den Herren für sich ein ver­söhn­li­ches Saisonende fin­den. Auch Doppel-Olympiasieger Marcus Groß fand mit Bronze in der nicht-olympischen Bootsklasse K2 500m nach Verletzungsproblemen wäh­rend der gesam­ten Saison eben­falls einen ver­söhn­li­chen Saisonabschluss.
Keine Medaillen, dafür aber die begehr­ten Quotenplätze sicher­ten Lisa Jahn mit einem 4. Platz im C2 über 500m und Sabrina Hering-Pradler mit einem 6. Platz im K4 500m.
Auch Kostja Stroinski ver­pass­te die Medaille knapp in der nicht nicht-olympischen Bootsklasse K2 200m und lan­de­te auf Rang vier.

Beim Berliner Para-Kanuten Tom Kierey gab es eben­falls Grund zum Jubeln. Ein 8. Platz in der Bootsklasse KL3 über 200m reich­te Kierey, um den begehr­ten Quotenplatz für Tokio zu sichern. Für eine Medaille reich­te es beim Silbermedaillen-Gewinner von Rio lei­der noch nicht, der durch sei­ne aus­bil­dungs­be­ding­te Pause ent­stan­de­ne Trainingsrückstand war ein­fach zu groß. Für das nächs­te Jahr ver­sucht Kierey daher mit sei­nem Betrieb der Bootsbau USE Lösungen zu fin­den, um sich voll auf die Paralympics kon­zen­trie­ren zu kön­nen.