Jugend trainiert“ startet bundesweite Bewegungs-Offensive

Los geht’s! Über 1.000 Schulen betei­li­gen sich an der neu­en bun­des­wei­ten Bewegungsoffensive von Jugend trai­niert für Olympia & Paralympics. Erstmals in der über 50-jährigen Geschichte des größ­ten Schulsportwettbewerbs der Welt ermit­teln die sport­lichs­ten Schulen Deutschlands im „Bundesfinale 2021 vor Ort“ ihre Sieger. Qualifizieren kön­nen sich die Schülerinnen und Schüler in der eben­falls neu geschaf­fe­nen „Schulsport-Stafette“. Mitte August fiel am Berliner Olympiastadion der Startschuss für die sport­li­che Deutschland-Tour – mit 300 Schülerinnen und Schülern und Diskus-Idol Kristin Pudenz, die in Tokio sen­sa­tio­nell Olympia-Silber gewann.

In den kom­men­den Wochen „reist“ die Stafette von Bundesland zu Bundesland, ehe sich die bes­ten 400 von 1.600 Schulteams aus den Vorausscheiden vom 27. September bis 1. Oktober in 16 olym­pi­schen und zwei paralym­pi­schen Sportarten dezen­tral im „Bundesfinale 2021 vor Ort“ messen.

Wir wol­len ein star­kes Zeichen für den Schulsport und für die Schülerinnen und Schüler set­zen“, sagt Dr. Thomas Poller, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schulsportstiftung (DSSS), die Jugend trai­niert für Olympia & Paralympics ver­an­stal­tet. „In der Pandemie wur­de bis­lang wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen genom­men. Es wird höchs­te Zeit, dass wir sie ernst neh­men. Sport und Bewegung sind ele­men­tar – auch im Schulalltag. Es ist ein tol­les Signal, dass sich noch vor Ende der Sommerferien in eini­gen Bundesländern bereits 1.000 Schulen für die Schulsport-Stafette und 1.600 Schulteams für den Bundeswettbewerb ange­mel­det haben. Täglich kom­men wei­te­re hin­zu. Auch ermög­licht das neue Format – dezen­tral an den jewei­li­gen Schulen und unter Einhaltung der gel­ten­den Corona-Regeln – end­lich auch wie­der sport­li­chen Wettbewerb.“

Unterstützt und geför­dert wird der bun­des­wei­te Wettbewerb von dem Bundesministerium des Innern und dem Land Berlin. „Die Schulsport-Stafette ist ein star­kes Signal“, sagt Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport. „Es ist sehr wich­tig, dass sich die Kinder und Jugendlichen wie­der bewe­gen kön­nen. Und die­se Aktion der Deutschen Schulsportstiftung ani­miert die Kinder und Jugendlichen, Sport zu trei­ben und sich sport­lich zu messen.“

Der Team-Wettbewerb hat ein enor­mes Wir-Gefühl erzeugt“

Als Kristin Pudenz 2009 mit ihrem Team von der Sportschule Potsdam den Leichtathletik-Wettbewerb gewann, wur­den die Bundessieger tra­di­tio­nell zen­tral in Berlin ermit­telt. „Das war ein Ereignis, eine rich­tig coo­le Zeit“, sagt die 28-jährige Potsdamerin, die als Schülerin Punkte im Kugelstoßen zum Erfolg bei­steu­er­te. „An die genau­en sport­li­chen Ergebnisse kann ich mich gar nicht mehr erin­nern. Was ich aber nie ver­ges­sen wer­de: Der Team-Wettbewerb hat ein enor­mes Wir-Gefühl erzeugt. Freundschaften haben bis heu­te Bestand. Ich freue mich, dass ‚Jugend trai­niert‘ auch in die­sen her­aus­for­dern­den Pandemie-Zeiten eine so tol­le Aktion auf die Beine stellt. Für die Kinder und Jugendlichen ist es ein Erlebnis – und Sport und Bewegung für sie gera­de jetzt extrem wichtig.“

Gerade im paralym­pi­schen Sport eine beson­ders wich­ti­ge Sichtungsplattform“

Zum Auftakt nah­men über 8.000 Schülerinnen und Schüler in Berlin an der Schulsport-Stafette teil. 300 Kinder und Jugendliche absol­vier­ten am Olympiastadion den inno­va­ti­ven Bewegungsparcours „Runletics“ – und bestaun­ten die Silbermedaille von Kristin Pudenz. Was der Potsdamerin in Tokio gelang, will Michael Dennis noch schaf­fen. Der „Jugend trainiert“-Botschafter und Goalball-Europameister reist mit gro­ßen Zielen zu den Paralympics. „Wir wol­len Gold holen. Als WM-Zweiter und Europameister muss dies unser Anspruch sein. Insgesamt haben sechs Teams Gold-Chancen“, sagt der 28-jährige Nationalspieler. „Gerade im paralym­pi­schen Sport ist ‚Jugend trai­niert‘ eine beson­ders wich­ti­ge Sichtungsplattform. Super, dass ‚Jugend trai­niert“ in der Pandemie krea­ti­ve und neue Wege geht und den Wettbewerb mög­lich macht.“

Möglich gemacht wird die Bewegungs-Offensive von Jugend trai­niert für Olympia & Paralympics auch dank star­ker Partner. Hauptsponsor Deutsche Bahn AG beglei­tet die „Schulsport-Stafette“ mit der Aktion „DB Schulsport-Schnappschuss 2.0“. Die Allianz Deutschland AG, die in den kom­men­den vier Jahren Jugend trai­niert für Olympia & Paralympics als Premium-Partner unter­stützt, star­tet mit dem „Bundesfinale 2021 vor Ort“ die „Allianz Werte-Challenge“.

16 olym­pi­sche und zwei paralym­pi­sche Sportarten sind beim dies­jäh­ri­gen „Jugend trainiert“-Bundeswettbewerb ver­tre­ten – von Rollstuhlbasketball über Fußball, Golf und Leichtathletik bis Skispringen. Entwickelt wur­den mit den Sportfachverbänden spe­zi­el­le Wettbewerbsformate, die regio­nal umsetz­bar sind und den­noch einen bun­des­wei­ten Vergleich ermög­li­chen. Der Wettbewerb rich­tet sich an alle zehn- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schüler. Die schul­spe­zi­fi­schen Sport- und Bewegungsangebote im Rahmen der „Schulsport-Stafette“-Aktionswoche in den Bundesländern ste­hen allen Altersklassen offen.

Nach Berlin, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern sind Hamburg und Schleswig-Holstein die nächs­ten Stationen der „Schulsport-Stafette“. Björn Lengwenus, Schulleiter der Eliteschule des Sports „Stadtteilschule Alter Teichweg“ in Hamburg, über­nahm schon jetzt in Berlin sym­bo­lisch den Staffelstab. „Nach ein­ein­halb Jahren wie­der Kinder gemein­sam beim Sportreiben zu sehen – mir sind die Tränen gekom­men, als ich hier ins Berliner Olympiastadion gekom­men bin“, sagt Björn Lengwenus. „Den Kindern den Sport zu ver­bie­ten, war eine Katastrophe. Ich wün­sche mir sehr, dass der Fokus jetzt auf Kinder und Sport gelegt wird.“

Weitere Informationen unter www.jugendtrainiert.com.