Duale Karriere: Ausbildung von LeistungssportlerInnen im mittleren Polizeivollzugsdienst startet

Pressemitteilung vom 02.09.2019

Gemeinsame Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Polizei Berlin und des Olympiastützpunkt Berlin

Heute wur­den rund 300 neue Polizeianwärterinnen und -anwär­ter des mitt­le­ren Polizeivollzugsdienstes ernannt. Unter ihnen sind erst­mals auch eine Leistungssportlerin und drei Leistungssportler vom Olympiastützpunkt (OSP) Berlin.

In einem Pilotprojekt der Polizei Berlin, des OSP Berlin und der Senatsverwaltung für Inneres und Sport wur­de an der Polizeiakademie eine neue Ausbildungsklasse ein­ge­rich­tet. Ziel ist es, Sportlerinnen und Sportlern zu ermög­li­chen den Leistungssport wei­ter betrei­ben zu kön­nen und gleich­zei­tig eine Ausbildung im Polizeidienst zu absol­vie­ren. Dafür wird der Ausbildungsverlauf ent­spre­chend ange­passt und von 2,5 auf 4,5 Jahre gestreckt, um im Sinne einer dua­len Karriere Training und Wettkampf mit einer Berufsausbildung ver­ein­ba­ren zu kön­nen. Die vier Leistungssportlerinnen und –sport­ler muss­ten im Rahmen des Auswahlverfahrens die iden­ti­schen Einstellungsvoraussetzungen erfül­len, wie ande­re Bewerber/innen auch.

Innen- und Sportsenator Andreas Geisel freut sich über die neue Möglichkeit: „Wir unter­stüt­zen die dua­le Karriere unse­rer Athletinnen und Athleten, um sie vor­an zu brin­gen und ihnen zu hel­fen, par­al­lel zum Sport eine Ausbildung zu absol­vie­ren. Im Koalitionsvertrag haben wir ver­ein­bart, den Leistungssport zu för­dern sowie Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Sportlerinnen und Sportler in unse­ren Behörden bereit­zu­stel­len. Für die Berliner Verwaltung wer­den sie, die mit Ehrgeiz und Teamfähigkeit groß gewor­den sind und unse­re Stadt bei natio­na­len und inter­na­tio­na­len Wettkämpfen ver­tre­ten, eine Bereicherung sein. Ich freue mich, dass die­se vier jun­gen Menschen nun den Anfang machen und hof­fe, dass in den nächs­ten Jahren noch vie­le fol­gen wer­den.“

Polizeipräsidentin, Dr. Barbara Slowik sieht mit der Einstellung von Spitzensportlern für eine dua­le Ausbildung bei der Polizei Berlin ein wei­te­res Ziel erreicht, die Polizei Berlin moder­ner und attrak­ti­ver für jun­ge Leute zu machen: „Es han­delt sich hier um eine Neuerung von der bei­de Seiten, sowohl die Polizei Berlin wie auch die Athleten aus­schließ­lich pro­fi­tie­ren kön­nen. Die dua­le Ausbildung ermög­licht das erfolg­rei­che Absolvieren einer Ausbildung, ohne die eige­ne, erfolg­rei­che sport­li­che Karriere been­den zu müs­sen.“ Die Polizeipräsidentin ver­steht das als eine not­wen­di­ge Wertschätzung jun­ger und sport­li­cher Menschen, die sich für die­se Stadt ein­set­zen.

Der Leiter des Olympiastützpunktes Berlin, Dr. Harry Bähr, fügt hin­zu: „Heute ist ein sehr guter Tag für den Leistungssport und die Polizei in Berlin. Mit die­sem Angebot für Spitzenathletinnen und -ath­le­ten kön­nen Sport und Berufsausbildung opti­mal ver­bun­den wer­den. Die zeit­lich gestreck­te Ausbildung bie­tet aus unse­rer Sicht die erfor­der­li­chen Rahmenbedingungen für eine leis­tungs­sport­li­che Karriere. Wir freu­en uns sehr über das gemein­sa­me Projekt mit der Berliner Polizei und sind jetzt schon sicher, dass die­se Form der Spitzensportförderung durch den Senat die Sportmetropole Berlin nach­hal­tig stärkt.”
Die vier neu­en Polizeianwärter sind in den Sportarten Rudern, Wasserspringen, Beachvolleyball und Radsport aktiv.