Deutsche Sporthilfe: Kristina Vogel wird "Die Beste 2018"

Club der Besten. Foto: Frank May/picture alli­an­ce

Bahnradfahrerin Kristina Vogel ist von den 4.000 Sporthilfe-geförderten Athleten als „Die Beste 2018“ aus­ge­zeich­net wor­den. Im exklu­si­ven Sporthilfe-Interview spricht die 27-jährige Rekordweltmeisterin über die­sen beson­de­ren Titel, ihre per­sön­li­che und pri­va­te Zukunft sowie ihre Ziele als Botschafterin.

Costa del Sol (Spanien)/Frankfurt am Main, 30.09.2018 – Die nach einem schwe­ren Unfall im Juni quer­schnitts­ge­lähm­te Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel zeig­te sich gerührt von der Auszeichnung als „Die Beste 2018“. „Diesen Titel zu tra­gen ist bei allen Medaillen und Olympiasiegen eine der wich­tigs­ten Sachen, die man im Sport gewin­nen kann“, sag­te die 27-Jährige im exklu­si­ven Sporthilfe-Video-Interview. Jeder, der sei­ne Stimme abge­be, wis­se um die Qualen im Kraftraum, bei Wind und Wetter und um das gro­ße Investment für ein Leben als Leistungssportler. „Deshalb ist es der ehr­lichs­te Preis, den man als Sportler gewin­nen kann – weil er eben aus unse­rer Mitte kommt.“ Zur Wahl waren rund 4.000 von der Deutschen Sporthilfe geför­der­te Spitzen- und Nachwuchsathleten auf­ge­ru­fen.

Vogel war bereits zwei­mal (2014 und 2017) für die Auszeichnung nomi­niert, die damals noch unter dem Vorgängernamen „Champion des Jahres“ fir­mier­te. Sie ist nun die ers­te Gewinnerin des neu­en Preises „Der Beste oder Die Beste“. Die Erfurterin zeig­te sich im Sporthilfe-Interview gerührt von der gro­ßen Anteilnahme an ihrem Schicksal. „Das hat mir ein biss­chen die Augen geöff­net, dass ich nicht die ganz klei­ne Kristina Vogel bin, die ihr Fahrrad fährt. Sondern dass doch mehr Leute an mei­nem Schicksal teil­neh­men.“ Sie habe unglaub­lich vie­le Nachrichten bekom­men, wie sehr sie die Menschen inspi­rie­re. „Dabei mache ich eigent­lich gar nichts“, so Vogel.

Künftig will sie ihren Schicksalsschlag aber dafür nut­zen, um ande­ren Mut zu machen. „An mir sieht man, dass es zwar ein ein­schnei­den­des Erlebnis ist, aber nicht den Weltuntergang bedeu­tet. Rollstuhl heißt eben nicht Friedhof.“ Es gebe vie­le tol­le Sachen, die sie mit dem Rollstuhl machen kön­ne. Nach dem Unfall habe sie des­we­gen den „Reset-Knopf gedrückt“. „Es ist ein schö­nes Gefühl, weil ich nie­man­dem mehr etwas bewei­sen muss. Das muss­te ich zwar vor­her auch nicht, aber nun weiß ich es end­lich.“

Die nächs­ten Wochen wird Vogel noch im Berliner Unfallkrankenhaus ver­brin­gen. Sollte es ihr bis Dezember kör­per­lich gut­ge­hen, wird sie noch vor Weihnachten ent­las­sen. Bis dahin will die Bundespolizisten ent­schei­den, wie es pri­vat und beruf­lich für sie wei­ter­geht. „Zuhause ist vie­les schwe­rer und braucht mehr Zeit als frü­her, aber es ist mach­bar.“

Eines ist für sie aber sicher: Als Titelverteidigerin ist sie bereits für den Sporthilfe Club der Besten 2019 im Aldiana Club Fuerteventura qua­li­fi­ziert. „Ich habe die­ses Jahr ver­passt, nächs­tes Jahr wer­de ich dabei sein. Dafür set­ze ich Himmel und Hölle in Bewegung. So schnell wer­det ihr mich nicht los“, sag­te die 27-Jährige mit einem Schmunzeln. Das Besondere am Sporthilfe Club der Besten sei das fan­tas­ti­sche Miteinander mit ande­ren Athleten, das sel­te­ne Zusammenkommen von Winter- und Sommersportlern. „Diese Woche gibt einem ein­fach so viel, so dass man jedes Jahr wie­der mit hin möch­te“, so Vogel.

Als „Die Beste 2018“ tritt Vogel die Nachfolge von Speerwerfer Johannes Vetter an. Neben der Auszeichnung erhält sie einen smart EQ fort­wo, den das Unternehmen gemein­sam mit der Athletin auf ihre beson­de­ren Bedürfnisse anpas­sen wird. Aldiana lädt Vogel dar­über hin­aus zu einem ein­wö­chi­gen Aufenthalt in einen ihrer Clubs ein.

Die Wahl von Kristina Vogel ergab sich aus einem zwei­stu­fi­gen Wahlverfahren. Im ers­ten Wahlgang hat­te eine Jury bestehend aus den Athletenvertretern der Sportfachverbände aus einer Longlist mit rund 200 Athleten aus 38 Sportarten 13 Athleten nomi­niert. Im zwei­ten Wahlgang wur­den die­se 13 Nominierten per Online-Voting allen 4.000 sporthilfe-geförderten Athleten zur Wahl gestellt, dar­un­ter Zehnkampf-Europameister Arthur Abele, Biathlon-Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier und der Nordische Kombinierer Eric Frenzel.

Nominees (in alpha­be­ti­scher Reihenfolge)
• Arthur Abele (Leichtathletik)
• Sebastian Brendel (Kanurennsport)
• Laura Dahlmeier (Biathlon)
• Thomas Dreßen (Ski Alpin)
• Eric Frenzel (Nord. Kombination)
• Francesco Friedrich (Bobsport)
• Jan Frodeno (Triathlon)
• Max Hartung (Fechten)
• Gesa Krause (Leichtathletik)
• Arnd Peiffer (Biathlon)
• Markus Rehm (Para-Leichtathletik)
• Aljona Savchenko (Eiskunstlauf)
• Kristina Vogel (Bahnrad)

Auszeichnung emo­tio­na­ler Höhepunkt beim Sporthilfe Club der Besten
Die Auszeichnung von Kristina Vogel, die per Live-Schalte die stim­mungs­vol­le Gala im Aldiana Club Costa del Sol in Andalusien mit­ver­folg­te, war der emo­tio­na­le Höhepunkt des Sporthilfe Club der Besten, einer welt­weit ein­ma­li­gen Urlaubs- und Eventwoche für Deutschlands erfolg­reichs­te Athleten eines Jahres, an der neben den Medaillengewinnern der Olympischen Spiele in PyeongChang auch zahl­rei­che erfolg­rei­che Leichtathleten, Ruderer, Kanuten, Radsportler sowie Athleten ande­rer Sportarten teil­neh­men.

Mit dem Sporthilfe Club der Besten hono­riert die Deutsche Sporthilfe als Veranstalter die groß­ar­ti­gen Erfolge deut­scher Athleten. Als Top-Partner der Veranstaltung ermög­li­chen Aldiana, smart, die Zurich Versicherung und die DFL Deutsche Fußball Liga als Premium-Partner der Sporthilfe die­ses beson­de­re Event für Deutschlands bes­te Athleten. Als offi­zi­el­ler Ausrüster unter­stützt adi­das die Veranstaltung.

Weitere Informationen zum Sporthilfe Club der Besten
• www.sporthilfe.de/clubderbesten
• facebook.com/deutschesporthilfe
• instagram.com/sporthilfe
• twitter.com/sporthilfe
• #sport­hilfeclub­der­bes­ten