Eisschnelllauf
Beherzte Auftritte im Massenstart von Jasch und Hofmann
Zum Abschluss der Eisschnelllauf-Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen hieß es aus Berliner Sicht noch einmal: Alles geben im Massenstart der Frauen. In einem taktisch anspruchsvollen Wettkampf verpassten die Berliner Athletinnen Josie Hofmann und Maira Jasch jedoch leider den Einzug ins Finale.
Vor dem Start kam es im deutschen Lager noch zu einer kurzfristigen Umstellung: Die nominierte Berlinerin Josephine Schlörb musste ihren Start aufgrund von Knieproblemen absagen. Für Schlörb sprang Maira Jasch ein und lieferte im ersten Halbfinale einen überaus mutigen Wettkampf ab. Jasch versteckte sich nicht, ging das Tempo der Spitze mit und belohnte sich bei einem der Zwischensprints sogar mit einem wertvollen Punkt. Am Ende fehlte das viel zitierte Quäntchen Glück: Als undankbare Neunte ihres Laufs verpasste sie die rettenden Top 8 und damit den Finaleinzug nur um Haaresbreite.
Im zweiten Halbfinale ging Josie Hofmann an den Start. Ihr Lauf war geprägt von starkem Taktieren und plötzlichen Tempoverschärfungen. Hofmann positionierte sich clever im Mittelfeld und versuchte, sich ihre Kraft für den entscheidenden Zielsprint aufzusparen. Als das Tempo in den letzten Runden jedoch massiv anzog, fand sie gegen die internationale Konkurrenz keine Lücke mehr, um sich die entscheidenden Punkte zu sichern.
Im anschließenden Endlauf dominierte einmal mehr das niederländische Team: Marijke Groenewoud sicherte sich mit herausragenden 60 Punkten souverän die Goldmedaille. Silber ging an die Kanadierin Ivanie Blondin (40 Punkte), während sich die US-Amerikanerin Mia Manganello (20 Punkte) über Bronze freuen durfte.










