DANAS holen Hallen-EM-Titel, HONAMAS werden 4.

21. Januar 2026 | Hockey

Bei der Hallen-Hockey-Europameisterschaft der Frauen vom 15.-18. Januar in Prag krönten sich die deutschen Hallen-DANAS nach einer emotionalen „Achterbahn der Gefühle“ verdient zu Europameisterinnen. In der UNYP-Arena steigerte sich das Team von Turnier zu Turnier und zeigte im Finale seine beste Leistung.

Unter der Leitung von Hallen-Bundestrainer Erik Koppenhöfer, der sein erstes Turnier in dieser Rolle absolvierte, startete Deutschland mit wechselhaften Ergebnissen in die Gruppenphase. Nach einem klaren Auftaktsieg gegen Irland folgten ein Remis gegen die Schweiz und eine Niederlage gegen Österreich. Erst im entscheidenden Gruppenspiel gegen Belgien zeigte das Team seinen wahren Charakter, drehte einen frühen Rückstand und sicherte sich mit großem Kampfgeist den Halbfinaleinzug.

Im dramatischen Halbfinale gegen Spanien bewiesen die Hallen-DANAS mentale Stärke. Nach einem nervenaufreibenden Spiel entschied das Penalty-Shootout zugunsten Deutschlands, wobei Torhüterin Selina Müller zur Matchwinnerin avancierte. Kapitänin Fenja Poppe verwandelte schließlich den entscheidenden Penalty.

Im Finale dominierten die deutschen Spielerinnen über weite Strecken und ließen dem Gastgeber Tschechien keine Chance. Mit Spielwitz, Ballsicherheit und großer Defensivarbeit sicherten sie sich souverän den EM-Titel und unterstrichen erneut die europäische Vormachtstellung des deutschen Hallenhockeys.

Teil dieses erfolgreichen Teams waren auch die Berlinerinnen Benedetta Wenzel, die mit ihrer internationalen Erfahrung und Ballsicherheit eine wichtige Rolle im deutschen Spiel einnahm, sowie Philine Drumm, die ebenfalls ihren Beitrag zum geschlossenen und überzeugenden Auftritt der Mannschaft leistete.

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Vom 8.-11. Januar fand zuvor ohne Berliner Beteiligung die Hallen-Europameisterschaft der Herren in Heidelberg statt.

Die Hallen-HONAMAS beendeten die Heim-EM 2026 mit Platz vier und verpassten damit knapp eine Medaille. Nach einer starken und teils dominanten Gruppenphase mit vier Siegen aus vier Spielen, darunter ein deutliches 13:2 gegen Belgien, schien der Weg weit offen. Im Halbfinale gegen Polen scheiterte die deutsche Mannschaft trotz klarer Chancenüberlegenheit an mangelnder Effizienz und defensiven Fehlern. Im Spiel um Platz drei gegen Spanien zeigte das Team Moral und kämpfte sich nach frühem Rückstand zurück, kassierte jedoch mit dem letzten Angriff die bittere 5:6-Niederlage.

Trotz der Enttäuschung über Platz vier hinterließen die HONAMAS mit insgesamt 40 Toren einen offensiv starken Eindruck. Viele junge Spieler feierten ihr internationales Debüt. Die Heim-EM offenbarte damit großes Potenzial, auch wenn der erhoffte Medaillenerfolg ausblieb.

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