Sportliche Ergebnisse - Monat März 2021

Obwohl auch im März 2021 zahl­rei­che Wettkämpfe pan­de­mie­be­dingt verschoben/abgesagt wur­den – z.B. der Weltcup im Turnen, die Olympiaqualifikation im Synchronschwimmen, der Weltcup im Wasserspringen – so fan­den doch eine Vielzahl von inter­na­tio­na­len Ereignissen mit spe­zi­el­len Hygienemaßnahmen statt. Hier eine Auswahl, bei denen Berliner Athleten*innen am Start waren.

Bogenschießen: Indoor Archery World Series- deut­sches Trio unter­liegt im Halbfinale

Nach meh­re­ren Qualifikations-Stationen hat­ten sich Lisa Unruh, Florian Unruh und Felix Wieser mit ins­ge­samt 1766 Ringen als viert­bes­tes aller teil­neh­men­den Teams für das Finale der Indoor Archery World Series qua­li­fi­ziert. Im Halbfinale – aus­ge­tra­gen am Berliner Bundesstützpunkt – traf das Trio im Online-Fernwettkampf auf die Titelverteidiger aus den USA. Das Fernduell begann sehr ver­hei­ßungs­voll, doch am Ende muss­ten sich Lisa, Florian und Felix ali­as Team Beiter dem Titelverteidiger und aber­ma­li­gen Sieger aus den USA geschla­gen geben.

Bogenschießen: Max Weckmüller glänzt mit Silber

Beim Grand Prix in Porec/Kroatien schoss sich Maximilian Weckmüller zu Silber. Erst im Stechen muss­te sich Maximilian dem Russen Eligto Tsynguev geschla­gen geben. Weitere TOP-10 Ergebnisse erreich­ten Felix Wieser (Sechster), Florian Unruh (Siebter) sowie Elisa Tartler (Sechste), Michelle Kroppen und Lisa Unruh (jeweils Neunte).

Eiskunstlauf: Hocke/Kunkel sichern Olympia-Ticket

Bei den Weltmeisterschaften in Stockholm konn­ten die Paarläufer Annika Hocke und Robert Kunkel ihren 13. Platz nach der Kurzkür ver­tei­di­gen. Im Finale stürz­te zwar Annika beim Wurf-Lutz, aber am Ende reich­te es zu Platz 13 und damit zu einem Olympiastartplatz für die Deutsche Eislauf-Union (DEU). Demgegenüber ver­lief die WM für den drei­fa­chen Deutschen Meister Paul Fentz ent­täu­schend. Von 33 Startern lan­de­te er nach eini­gen Fehlern beim Kurzprogramm auf Rang 26. Er  ver­pass­te damit den Einzug ins Finale der bes­ten 24 und oben­drein die Chance auf einen Olympiastartplatz. Diesen erran­gen für die DEU die Einzelläuferin Nicole Schott und das Eistanzpaar mit der ehe­ma­li­gen Berlinerin Katharina Müller und Tim Dieck.

Nunmehr bestehen bei der Nebelhorn Trophy im Herbst 2021 wei­te­re Chancen auf einen Olympiastartplatz. In jeder der vier Disziplinen wer­den zwi­schen 3-6 Nationenplätze ver­ge­ben. Diese Gelegenheit wird Paul Fentz ziel­stre­big nutzen.

Handball: Deutsches Team löst Olympia-Ticket

Die deut­sche Handball-Nationalmannschaft lös­te beim Ausscheidungsturnier in Berlin das ersehn­te Olympia-Ticket. In der Qualifikation blieb das Team unge­schla­gen und kor­ri­gier­te den schwa­chen WM-Eindruck. Die Mannschaft um Bundestrainer Alfred Gislason star­te­te in einem dra­ma­ti­schen Spiel gegen Vize-Weltmeister Schweden mit einem Unentschieden (25:25). Erst in der letz­ten Minute fiel für Deutschland der Ausgleich. Ein Kantersieg gelang den Spielern dann gegen Slowenien mit einem sou­ve­rä­nen 36:27-Erfolg. Im abschlie­ßen­den Spiel gegen Algerien hät­te ein Unentschieden gereicht; aber auch hier ende­te das Spiel mit einem kla­ren Sieg (34:26). Damit been­de­te die DHB-Auswahl das Turnier mit 5:1 Punkten und lös­te das Ticket für Tokio 2021.

Von den Füchsen Berlin war Fabian Wiede nach lan­ger Verletzungspause wie­der im Einsatz. Demgegenüber fehl­te ver­let­zungs­be­dingt Paul Drux und der ehe­ma­li­ge "Fuchs" Silvio Heinevetter kam gegen Algerien zu sei­nem 200.Länderspiel-Einsatz

Hockey: FIH Pro League mit Neustart

Die Hockey Pro League – ein inter­na­tio­na­ler Wettbewerb für Nationalmannschaften, der seit 2019 aus­ge­tra­gen wird – dient auch der Qualifikation für die Olympischen Spiele und der Weltmeisterschaften. ]Coronabedingt seit Frühjahr 2020 aus­ge­setzt, ging  es im März nun­mehr weiter.

Einen erfolg­rei­chen Auftakt gelang der deut­schen Herrenhockey-Nationalmannschaft. Das Team von Bundestrainer Kais al Saadi gewann gleich bei­de Partien gegen die Niederlande in Amsterdam mit 4:2 und 3:1. In bei­den Partien kamen auch die BHC-Spieler Martin Häner und Martin Zwicker zum Einsatz, wäh­rend der drit­te Berliner Tokio-Kandidat, Jonas Gomoll, ver­let­zungs­be­dingt pausierte.

Bei den Damen kam Torfrau Anna Kilian zu ihrem ers­ten Einsatz in der FIH Pro League. Sie wur­de beim 1:0-Pausenstand in Amsterdam ein­ge­wech­selt. Obwohl Anna sich gleich mehr­fach aus­zeich­ne­te und eine star­ke Performance ablie­fer­te, muss­te sie sich den­noch zwei­mal über­win­den las­sen, sodass die Deutschen am Ende mit 1:2 gegen den Weltmeister Niederlande verloren.

Judo: IJF-World-Tour in Taschkent

Fast 500 Teilnehmer aus 71 Nationen gin­gen in der usbe­ki­schen Hauptstadt beim Grand Prix an den Start. Zuschauer waren in der Humo Arena nicht zuge­las­sen. Im Medaillenspiegel gewann Japan mit neun Goldmedaillen, einer Silber- und einer Bronzemedaille vor der Mongolei (2/2/1) und Südkorea (1/1/4).
Die in Berlin trai­nie­ren­de Renée Lucht (+78kg) beleg­te Rang 7. Nach jeweils einem Sieg muss­te sich Teresa Zenker (-78kg) im Achtelfinale geschla­gen geben. Auch Daniel Zorn (+100kg) schied vor­zei­tig aus.

Moderner Fünfkampf: Super Saisonstart in Budapest

Nach fast 12 Monaten Pause auf der inter­na­tio­na­len Fünfkampf-Bühne gelang dem deut­schen Team bei den 7. Peridot Hungarian Open Indoor Championships 2021 ein Saisonstart nach Maß. Gold für Patrick und Bronze für Marvin Dogue aus Potsdam sowie ein fünf­ter Platz für Rebecca Langrehr und Platz sechs für Annika Schleu stan­den am Ende zu Buche.

In Budapest star­te­ten 132 Akteure aus 20 Nationen. Das deut­sche Frauen-Quartett mit Annika Schleu, Rebecca Langrehr, Anna Matthes und Ronja Steinborn konn­te nach eini­gen Anlaufschwierigkeiten im Schwimmen und Fechten mit star­ken Leistungen im Laser-Run über­zeu­gen. Rebecca ver­bes­ser­te sich von Rang 24 auf Rang 5 und Annika von Rang 23 auf Rang 6. Für Ronja Steinborn reich­te es am Ende nicht fürs Finale; eben­so für die  jün­ge­re Athleten-Riege um Jan Kauffmann, Fernand Mitterrand und Moriz Klinkert.

Leichtathletik: Hallen-EM in Torun

 Für die deut­sche Mannschaft war die Hallen-Europameisterschaft im pol­ni­schen Torun nach der schwie­ri­gen Saison 2020 ein Orientierungspunkt. Es ging auch dar­um, die Chance auf das Sammeln von Ranking-Punkten für die Olympia-Qualifikation wahr­zu­neh­men. Diese Chance konn­ten vie­le Athletinnen und Athleten nut­zen. Team Deutschland - mit  50 Athleten*innen am Start - gewann sechs Medaillen und erreich­te zehn wei­te­re Endkampf-Platzierungen, das heißt Platz vier bis acht.

Über die 1500 m ver­pass­te Studenten-Weltmeisterin Caterina Granz als Dritte in ihrem Vorlauf den Einzug ins Finale. Die 400 m-Läuferin Alicia Schmidt kam in der Staffel nicht zum Einsatz.

Segeln: Olympia-Aus für Loewe/Markfort

Für Deutschlands bes­te 470er-Akteure begann die Olympia-Saison mit der Weltmeisterschaft vor Vilamoura in Portugal. Gleich vier Damen-Teams segel­ten um das Olympia-Ticket. Auch die bei­den Berlinerinnen Frederike Loewe/Anna Markfort vom Seglerhaus am Wannsee, die bereits den Nationenplatz für Deutschland 2019 erkämpft hat­ten, waren am Start. Aber von vier Crews darf nur das bes­te Duo der WM nach Enoshima/Tokio.

Es ent­wi­ckel­te sich ein Zweikampf zwi­schen Luise Wanser/Anastasiya Winkel und Theres Dahnke/Birte Winkel, den Wanser/Winkel mit ledig­lich einem Punkt und dem 9. Platz im Gesamtklassement für sich ent­schied. Die bei­den Berlinerinnen Frederike und Anna beleg­ten den 17. Platz. Weltmeisterinnen wur­de die Crew aus Spanien, vor den Niederländerinnen und den Italienerinnen.

Tischtennis: World Table Serie in Doha

Nach drei­mo­na­ti­ger Zeit ohne Topveranstaltungen fand in Doha die neue Veranstaltungsserie World Table Tennis (WTT) statt. Zugleich wur­den neun Olympia-Startplätze ver­ge­ben. Deutschland – mit acht Athleten am Start– hat­te sein Maximalkontingent für Tokio (2 x Herren-Einzel, 2x Damen-Einzel, Herren-Mannschaft, Damen-Mannschaft, Gemischtes Doppel) bereits seit 2019 sicher.

In einem Fünfsatz-Krimi ver­pass­te Shan Xiaona den Einzug ins Halbfinale gegen die favo­ri­sier­te Japanerin Hina Hayata  - Nummer 29 der Weltrangliste. Nina Mittelham schied bereits im Achtelfinale aus.

Turnen: Erste EM-Qualifikation in Kienbaum

Im Olympischen und Paralympischen Trainingszentrum Kienbaum fand die ers­te EM-Qualifikation statt. Lukas Dauser gewann mit 82,050 Punkten und knack­te die Marke von 80 Zählern, eben­so Andreas Toba mit 80,500 Punkte. Dritter wur­de Nils Dunkel mit 79,350 Punkten. Philipp Herder kam auf 77,150 Punkte und Karim Rida auf 76,250; das bedeu­tet Rang 6 und 7.

Die Europameisterschaft im schwei­ze­ri­schen Basel fin­den vom 21. bis zum 25. April statt.

Rhythmische Sportgymnastik: Weltcup-Auftakt in Sofia
Nach über einem Jahr Pandemie beding­ter Wettkampfpause fand der ers­te Weltcup in Sofia/Bulgarien statt. Für das Turn-Team Deutschland/Gruppe star­te­ten Viktoria Burjak (TSV Schmiden), Nathalie Köhn (1. VfL Fortuna Marzahn), Daniella Kromm (TSV Schmiden), Noemi Peschel (TSV Schmiden), Anni Qu (TV Eschborn/ TSV Schmiden) und Alexandra Tikhonovich (Berliner TSC). Der Auftakt ver­lief viel­ver­spre­chend: jeweils Platz Fünf im Mehrkampf und mit dem Ball sowie Platz Sieben mit Keulen und Reifen.