TEAM BERLIN TOKIO: Verabschiedung zu den Olympischen und Paralympischen Spielen

Vom Wannsee nach Japan: Mit einer fei­er­li­chen Veranstaltung hat die Hauptstadt am letz­ten Donnerstag ihre Spitzensportlerinnen und -sport­ler, die in Tokio auf Medaillenjagd gehen, ver­ab­schie­det. Rund 60 Berlinerinnen und Berliner rei­sen im TEAM BERLIN nach Tokio zu den Olympischen und Paralympischen Spielen, dar­un­ter auch Wasserspringer
Patrick Hausding (32), der sich auf sei­ne vier­te Olympia-Teilnahme freut, und Skateborderin Lilly Stoephasius, mit 14 Jahren jüngs­te Athletin im deut­schen Olympiateam. Noch nicht in allen
Sportarten sind die Nominierungen abge­schlos­sen. Die Olympischen Spiele begin­nen am 23. Juli (bis 8. August), die Paralympics am 24. August (bis 5. September).

Derzeit tref­fen die Menschen in Japan mit ver­ein­ten Kräften die Vorbereitungen, damit Sie und die ande­ren Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt an siche­ren Spielen teil­neh­men kön­nen“, sag­te der japa­ni­sche Botschafter YANAGI Hidenao bei der Verabschiedung zu den Olympischen und Paralympischen Spielen im Veranstaltungszentrum Wannsee der Berliner Sparkasse. „Auch wenn wegen Corona Supporter aus dem Ausland lei­der nicht nach Japan kom­men wer­den, bin ich davon über­zeugt, dass die Spiele sicher und sor­gen­frei ver­wirk­licht wer­den sowie dass Sie alle durch Ihre in Tokio prä­sen­tier­ten Leistungen als Spitzen-Athletinnen und -Athleten den Menschen auf der gan­zen Welt Hoffnung und Mut ver­mit­teln können.“

Rund 20 Sportlerinnen und Sportler waren bei der Verabschiedung vor Ort. Die Berliner Sparkasse hat­te gemein­sam mit dem Olympiastützpunkt Berlin, dem Senat von Berlin und dem  Landessportbund Berlin rund 100 Gäste ins Veranstaltungszentrum Wannsee der Berliner Sparkasse ein­ge­la­den. „Auch wenn die Vorbereitung auf die Olympischen und Paralympischen Spiele in Corona-Zeiten her­aus­for­dernd war, hat der Olympiastützpunkt Berlin sein Allerbestes gege­ben und die AthletInnen für Tokio fit gemacht“, sagt Sportstaatssekretär Aleksander Dzembritzki. „Ich wün­sche mir, dass trotz der Einschränkungen eine ähn­lich gute Stimmung wie schon bei den FINALS auf­kommt, für die Berlin im Juni Mitgastgeber war. Ich wün­sche allen einen fai­ren Wettbewerb, vie­le Medaillen und siche­re Spiele. Die Sportmetropole drückt den Berlinerinnen und Berlinern ganz beson­ders die Daumen.“

OSP-Leiter Dr. Harry Bähr: „Ein her­aus­for­dern­der Weg“ „Wenn in Tokio die Spiele begin­nen, liegt hin­ter unse­ren Athletinnen und Athleten ein her­aus­for­dern­der Weg vol­ler klei­ner und gro­ßer Erfolge, Entbehrungen, Rückschläge und außer­ge­wöhn­li­cher Unsicherheiten wäh­rend der Corona-Pandemie“, sagt Dr. Harry Bähr, Leiter des Olympiastützpunktes Berlin: „Gemeinsam mit allen Beteiligten, viel Engagement und Kreativität ist es in der Sportmetropole Berlin gelun­gen, in die­sen beson­de­ren Zeiten auch neue Wege erfolg­reich zu bestrei­ten. Ich wün­sche allen viel Glück und Gesundheit, fai­re Wettkämpfe mit per­sön­li­chen Bestleistungen und trotz aller not­wen­di­gen Einschränkungen durch die Pandemie ein­ma­li­ge Erlebnisse als Lohn für jah­re­lan­ge Anstrengungen.“

Gastgeber Dr. Johannes Evers, Vorstandsvorsitzender der Berliner Sparkasse: „Die Berliner Sparkasse unter­stützt gemein­sam mit ihrem Dachverband, dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband, bei­de Teams – das deut­sche Team für die Olympischen und das für die Paralympischen Spiele. Auch unter den beson­de­ren Bedingungen der Pandemie wün­schen wir allen Sportlerinnen und Sportlern erfolg­rei­che Spiele. Mögen Sie alle ihre ganz per­sön­li­chen Ziele erreichen.“

Patrick Hausding: „Es wäre ver­mes­sen zu sagen, dass wir nicht um Medaillen mit­kämp­fen wol­len“ Mit gro­ßen Zielen reist „Mr. Wasserspringen“ zu sei­nen vier­ten Olympischen Spielen. „Als amtie­ren­der Europameister und Vizeweltcup-Sieger mit Lars Rüdiger wäre es ver­mes­sen zu sagen, dass wir nicht um Medaillen mit­kämp­fen wol­len“, sagt Patrick Hausding. „Wir sind sehr stark aus der Pandemie zurück­ge­kehrt und voll moti­viert, unse­re Leistungen in Tokio zu bestä­ti­gen. Die Spiele wer­den natür­lich beson­ders, weil sie in die­ser Art noch nie statt­ge­fun­den haben. Es wird wahr­schein­lich sehr anstren­gend, die gan­zen Gegebenheiten vor Ort zu meis­tern. Aber wir sind Profis – und für unse­re sport­li­che Leistung vor Ort. Wir wis­sen im Vorfeld, dass es anders sein wird und stel­len uns dar­auf auch ein. Ich freue mich auf mei­ne letz­ten Olympischen Spiele und dar­auf, mit dem Team in die­ser anstren­gen­den Zeit Bestleistungen zu brin­gen.“ Als Patrick Hausding 2016 in Rio Bronze gewann, war Lilly Stoephasius neun Jahre alt. „Ich habe jeden Abend heim­lich oben auf der Treppe geses­sen und mit­ge­schaut, wenn bei uns im Wohnzimmer Olympia im Fernsehen lief“, erzählt die 14-jährige Skateboarderin, die in die­sem Jahr in der Disziplin „Park“ ihren drit­ten Titel bei den Deutschen Meisterschaften fei­er­te und bereits WM-Dritte (Disziplin: Vert) und EM-Zweite (Park) wurde.

In Tokio gehö­ren Skateboard-Wettbewerbe erst­mals zum olym­pi­schen Programm, Altersklassen gibt es nicht. Im Mai 2021 hat­te sich die Berlinerin bei einem Wettbewerb in Des Moines (USA) end­gül­tig ihr Ticket für die Olympischen Spiele gesi­chert – als jüngs­te deut­sche Sportlerin, die jemals bei Olympia gestar­tet ist. Ihr Vater Oliver, der auch ihr Trainer ist, wird sie nach Tokio beglei­ten. Lilly Stoephasius: „Die Olympia-Qualifikation war für mich das Allerwichtigste. In Tokio will ich ein­fach nur Spaß haben und mein Bestes geben.“ Ihrem ers­ten Olympiastart fie­bert auch Leichtathletin Lisa Kwayie (24) ent­ge­gen. „Mit Olympia geht ein Lebenstraum in Erfüllung. Ich habe 2012 die Spiele in London im Fernsehen gese­hen und gedacht: Wahnsinn, das will ich auch ein­mal erle­ben! Anschließend habe ich dann mit der Leichtathletik ange­fan­gen. Natürlich ist es scha­de, dass Freunde und Familie bei die­sem ein­ma­li­gen Ereignis nicht mit vor Ort sein kön­nen. Aber wenn ich auf der Bahn ste­he, will ich ein­fach nur alles geben!“