Sportliche Ergebnisse – Monat Juni

Im Juni 2021 fan­den in zahl­rei­chen Sportarten Qualifikationswettkämpfe um die begehr­ten Olympiatickets statt. Hier gab es für die Berliner Akteure Licht und Schatten. Erfolgreich waren Ammar Riad Abduljabbar/Boxen, Florian Unruh/Bogenschießen und Philipp Herder/Turnen. Demgegenüber ver­pass­ten die Synchronschwimmerinnen Marlene Bojer und Michelle Zimmer sowie das Männer-Team im Bogenschießen die Olympia-qualifikation. Zudem kämpf­ten zahl­rei­che Berliner Athleten bei Europa- und Weltmeisterschaften und ande­rer inter­na­tio­na­ler Wettkämpfe um Medaillen und Bestleistungen. Hier aus­ge­wähl­te Ergebnisse:

Basketball: Alba Berlin ist deut­scher Meister

Die Berliner gewan­nen in München das vier­te Finalspiel mit 89:79 um die Deutsche Meisterschaft und ent­schei­den die Finalserie in der Basketball-Bundesliga mit 3:1 für sich. Damit ver­tei­dig­ten sie erfolg­reich den Titel in der Basketball-Bundesliga.

Bogenschießen: Florian Unruh sichert Quotenplatz-EM Silber für Recurve Frauen-Team

Bei der Europameisterschaft im tür­ki­schen Antalya sicher­te Florian Unruh im Quotenplatzturnier den Einzelquotenplatz für die Olympischen Spiele in Tokio. Damit haben die deut­schen Bogensportler vier Quotenplätze für Tokio sicher, so vie­le wie letzt­mals 2004. Im wei­te­ren Verlauf der EM gewann das Recurve Frauen Team mit Lisa Unruh, Michelle Kroppen und Charline Schwarz Silber in einem hoch­dra­ma­ti­schen Finale hin­ter dem rus­si­schen Team. In den wei­te­ren Wettbewerben erreich­te das deut­sche Team Platz 5 im Mixed (Lisa und Florian Unruh), Platz 5 im Team der Männer (Florian Unruh, Max Weckmüller, Moritz Wiesner), Platz 3 und 4 im Einzelwettbewerb der Herren (3. Wiesner, 4. Unruh) sowie Platz 6 (Kroppen),  Platz 17 (Unruh) und Platz 17 (Schwarz) im Einzelwettbewerb der Frauen.

Boxen: Ammar Riad Abduljabbar sichert Olympiaticket

Beim Europa-Qualifikationsturnier in Paris ging es um die letz­ten Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Tokio. Diesen sicher­ten sich der in Berlin trai­nie­ren­de Ammar Riad Abduljabbar im Schwergewicht (- 91kg) durch einen kla­ren 5:0 Sieg im Halbfinale gegen den Belarussen Uladislau Smiahlikau.

Hockey: Herren wer­den Vize-Europameister

In einem dra­ma­ti­schen Finale bei der Europameisterschaft in Amsterdam muss­ten sich die Hockey-Herren mit Martin Zwicker und Martin Häner denk­bar knapp dem Dauerrivalen Niederlande geschla­gen geben. Erst im Penalty-Schießen gab es die end­gül­ti­ge Entscheidung und das Spiel ging 2:3 (1:0) für die Niederländer aus. Dennoch zeig­te die Mannschaft gera­de in der ers­ten Hälfte eine sehr star­ke Leistung und unter­strich ihre Ambitionen in Richtung Tokio 2021.

Judo: Olympia-Aus für Malzahn

Judoka Luise Malzahn erreich­te bei der Weltmeisterschaft in Budapest in der Gewichtsklasse bis 78 kg den 7. Platz. Sie unter­lag im Viertelfinale der Japanerin Umeki Maki und ver­pass­te über die Trostrunde auch den Einzug in den Kampf um Bronze. Leider ist damit ihr Olympia-Traum von Tokio an die­ser Stelle zu Ende.

Kanu: Sechs EM-Medaillen für Berliner Kanuten

Insgesamt konn­te die deut­sche Mannschaft bei der Europameisterschaft im pol­ni­schen Poznan 10 Medaillen (4x Gold, 3x Silber, 3x Bronze) erkämp­fen und kam damit im Gesamtranking auf Platz 2 hin­ter Ungarn. Die Berliner Kanuten erran­gen sechs Medaillen. Tim Hecker gewann mit Kanu-Legende Sebastian Brendel Gold in der olym­pi­schen Bootsklasse C2  1.000 m und Silber auf der nicht-olympischen Distanz über 500 m. Auch das neu for­mier­te Team von Lisa Jahn und die in Berlin trai­nie­ren­de Sophie Koch erfüll­te mit Silber in der olym­pi­schen Bootsklasse C2 500 m die Erwartungen. Lisa erziel­te zudem in den Bootsklassen C1 200 m einen 5. Platz und C1 5.000 m einen 4. Platz (nicht-olympisch). Olympiamedaillen-Hoffnung Conrad Scheibner über­zeug­te mit Silber im C1 auf der olym­pi­schen Distanz von 1.000 m und mit Bronze auf der nicht-olympischen Distanz über 500 m. Die in Berlin trai­nie­ren­de Sabrina Hering-Pradler star­te­te in drei Bootsklassen und beleg­te in den olym­pi­schen Bootsklassen K4 500 m und K2 500 m jeweils den 5. und den 4. Platz. Im nicht-olympischen K2 200 m erreich­te sie erneut Rang 5.

Leichtathletik: Deutschland mit Platz 4 bei der Team-EM

Die DLV-Mannschaft ver­pass­te knapp  einen Podestplatz bei der Team-Europameisterschaft in Chorzów (Polen). Nach 36 Einzeldisziplinen und vier Staffeln kam das deut­sche Team mit 171 Punkten zwar noch dicht an die Top-3-Plätze her­an, doch ein­ho­len konn­te es weder den erfolg­rei­chen Titelverteidiger Polen (181,5 Punkte), noch Italien (179 Punkte) und Großbritannien (174 Punkte). Die bei­den Berliner Starter steu­er­ten wert­vol­le Punkte bei. Karolina Pahlitzsch kam mit ihren Staffelkolleginnen über die 4 x 400 m auf den 4. Platz. Bei sei­nem ers­ten inter­na­tio­na­len Einsatz im Erwachsenenbereich beleg­te Emil Agyekum über die 400 m Hürden einen aus­ge­zeich­ne­ten 4. Platz. Hier fehl­ten ledig­lich 3 Zehntelsekunden zum Podestplatz.

Moderner Fünfkampf: Starker WM Auftritt von Annika Schleu und Rebecca Langrehr

Bei der Weltmeisterschaft des Modernen Fünfkampfes in Kairo hol­te das deut­sche Damenteam mit Annika Schleu und Rebecca Langrehr Gold, Silber ging an die Männer und die Mixed-Staffel mit Rebecca Langrehr sicher­te Bronze. Neben den bei­den best­plat­zier­ten Deutschen in den Einzelwettbewerben, Annika Schleu (4.) und Fabian Liebig (5.), konn­ten auch Rebecca Langrehr (6.), Janine Kohlmann (9.) und Patrick Dogue (10.) sich einen Top Ten-Platz sichern und zu einer gran­dio­sen Teamleistung bei­tra­gen. Nach den guten Platzierungen steht bereits fest, dass die maxi­mal mög­li­che Anzahl von vier Athlet*innen (zwei pro Geschlecht pro Nation) bei den Olympischen Spielen start­be­rech­tigt sind.

Para-Kanu: Felicia Laberer ist Europameisterin in der Startklasse Kl 3

Die deut­schen Para-Kanuten gewan­nen bei der Europameisterschaft in Poznan/Polen 2x Gold und 2x Bronze und beleg­ten damit in der Nationen-Wertung Platz 2 hin­ter der Ukraine.
Felicia Laberer star­te­te in der Startklasse Kl 3 und hol­te auf der Zielgerade die fran­zö­si­sche Konkurrentin Nelia Barbosa ein und sicher­te sich damit die Goldmedaille. Im Finale der Kl 3 bei den Herren beleg­te Tom Kierey Platz 7.

Para-Radsport: Pierre Senka wird Europameister

Bei der Europameisterschaft der Para-Radsportler in Österreich gab es einen regel­rech­ten Medaillenregen mit ins­ge­samt 22 Medaillen, davon 10x Gold, 9x Silber und 3x Bronze, für Team Deutschland. Pierre Senska wur­de Europameister auf der Straße und sicher­te sich die Silbermedaille im Zeitfahren (C1).

Para-Radsport: Pierre Senska wird Weltmeister 

Eine Woche nach der EM fuhr Pierre Senska ein furio­ses Straßenrennen bei der Weltmeisterschaft im por­tu­gie­si­schen Cascais. Er gewann das Straßenrennen durch einen lang ange­zo­ge­nen Sprint am Ende mit 2 cm Vorsprung und sicher­te sich die Goldmedaille. Es war sein ins­ge­samt sie­ben­ter  Weltmeistertitel.

Para-Schwimmen: Krawzow mit Weltrekord bei der IDM

Bei den 35. Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) im Para-Schwimmen 2021 erlaub­te das Hygienekonzept eine Teilnahme von knapp 400 Sportlerinnen und Sportlern aus ca. 50 Nationen. Im Berliner Europa-Sportpark zeig­ten sich die deut­schen Kaderathlet*innen in sehr guter Form. Sie stell­ten vier Weltrekorde sowie zahl­rei­che Deutsche Rekorde auf. Einen  der neu­en Weltrekorde erziel­te Elena Krawzow über 200 Meter Brust mit 2:44,13 Minuten. Aber auch die deut­schen Rekorde von Malte Braunschweig, Mira Maack und Verena Schott zeug­ten von einer tol­len Verfassung unse­rer Paralympics-Kandidaten.

Synchronschwimmen: DSV-Duett beim Weltcup auf Rang drei

Das DSV-Duett mit Marlene Bojer und Michelle Zimmer erreich­te beim vier­ten Stopp der FINA World Series 2021 im Synchronschwimmen, die in vir­tu­el­ler Form abge­hal­ten wur­de, sowohl in der tech­ni­schen als auch in der frei­en Kür jeweils die Bronzemedaille.

Synchronschwimmen: Olympia-Aus für Bojer/Zimmerer

Trotz tol­lem Kampf und einer neu­en per­sön­li­chen Bestleistung reich­te es für die Synchronschwimmerin Michelle Zimmer und ihrer Synchronpartnerin Marlene Bojer nicht für die Olympiaqualifikation. Die bes­ten neun Paare lös­ten das Olympiaticket. Nach Addition der tech­ni­schen und frei­en Kür waren es am Ende 165,8283 Punkte und der 10. Platz. Es fehl­ten ledig­lich 0,1866 Punkte für den 9. (Olympia) Platz.

Turnen: Olympia-Qualifikation

Nach zwei Qualifikationswettkämpfen für die Olympischen Spiele in Tokio nomi­nier­te der Deutsche Turnerbund sei­ne Tokio-Athleten. Nach star­ken Leistungen in bei­den Wettkämpfen konn­te der Berliner Philipp Herder sich für sei­ne zwei­ten Olympischen Spiele qua­li­fi­zie­ren.  2016 in Rio war Philipp (noch) Ersatzmann.

Tischtennis: TTC Berlin Eastside erneut Deutscher Meister

Die Spielerinnen vom TTC Berlin Eastside sicher­ten sich in der Frauen-Bundesliga im Tischtennis erneut die Deutsche Meisterschaft. In einem engen Match bezwan­gen die Gast-geberinnen im drit­ten und ent­schei­den­den Duell den SV DJK Kolbermoor mit 5:3. Je einen Punkt steu­er­ten die bei­den Nina Mittelham und Shan Xiaona bei. Somit mach­ten die Berlinerinnen das Triple aus Deutscher Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Sieg perfekt.

Tischtennis: Mittelham und Shan gewin­nen EM-Gold

Ausgesprochen erfolg­reich mit 4x Gold und 2x Silber ver­lief für Team D die Individual-Europameisterschaft in der polni-schen Hauptstadt. Und dar­an hat­ten die Berlinerinnen mit 2x Gold und 2x Silber einen gro­ßen Anteil. In einem rein deut­schen Finale der Frauen gewann die ehe­ma­li­ge Ber-linerin Petrissa Solia gegen die aktu­el­le Berlinerin Xiaona Shan mit 4:1. Auch im Doppel-Finale stan­den sich deut­sche Spielerinnen gegen­über. In einem 5-Satz-Match besieg­ten Xiaona Shan und Petrissa Solja das Team um Nina Mittelham und Sabine Winter. Ein wei­te­res EM-Gold ging im Mixed an Nina Mittelham und ihren Partner, Dang Qiu. Für Nina ist es das zwei­te EM-Gold nach 2018.

Wasserball: Frauen von Spandau 04 erneut Deutscher Meister

Die Wasserball-Frauen von Bayer Uerdingen 08 schei­ter­ten in den Playoffs um die deut­sche Meisterschaft erneut an den Wasserfreunden Spandau 04. Im drit­ten Spiel der Serie Best-of-Three kam das Berliner Frauen-Team, trai­niert von Marko Stamm, zu einem 9:7 (4:3, 0:1, 2:1, 3:2)-Erfolg und ver­tei­dig­te damit den Meistertitel von 2019. In ihrer Premieren-Saison 2018/19 hat­ten die Spandauerinnen das Endspiel-Duell eben­falls mit 2:1 Siegen gegen Uerdingen gewon­nen. 2020 wur­de coro­nabe­dingt kein Championat ausgespielt.