Olympiastützpunkt Berlin
Drehscheibe des Spitzensports

Sportliche Erfolge März und April

Die Monate März und April waren geprägt von zahlreichen Wettkämpfen der Wintersportler, aber auch vom Einstieg der Sommersportler in die Wettkampfsaison. Dabei gab es erneut zahlreiche, verheißungsvolle Ergebnisse aus Berliner Sicht: EM-Silber für Lukas Dauser im Turnen, EM-Bronze für Carloline Weiß im Judo und Robert Joachim im Gewichtheben, der 4. Platz der Eishockey-Ladys mit Nina Kamenik bei der WM, der 7. Platz von Hochspringerin Jossy Graumann bei der Hallen-EM. Eiskunstläufer Paul Fentz erreichte bei der WM den wichtigen Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2018 in PyeongChang.

 

Auch in den unterschiedlichen Weltcup-Wettbewerben überzeugten die OSP-Berlin-Athleten mit TOP-Platzierungen: Wasserspringer Patrick Hausding und Synchronpartner Sascha Klein mit 4 zweiten Plätzen, Boxer Abass Baraou mit zwei Siegen, Eisschnellläuferin Claudia Pechstein mit Platz fünf Gesamtklassement auf den Langstrecken, die Moderner Fünfkämpfer Alexander Nobis mit Sieg in Kairo und Annika Schleu mit Platz 4 in Kecskemet, Verena Schott mit 2x Silber im paralympischen Schwimmen und Beacherin Victoria
Bieneck
und Isabel Schneider mit Bronze bei der World-Tour in Xiamen/China.

 

Die BR Volleys besiegten den haushohen Favoriten aus Moskau und standen erstmalig in der Vereinsgeschichte im Finale der Four CEV Champions Leage. Nach grandiosen Kampf belegten sie Rang 4. Nur wenige Tage später gewannen sie den Deutschen Meistertitel gegen den Dauerrivalen aus Friedrichshafen.

Die Tischtennis-Damen von ttc Berlin eastside errangen vorzeitig den Deutschen Meistertitel und stehen ebenso im Finale um die europäische Krone. Das deutsche Handballteam mit den vier RIO-Medaillengwinnern Paul Drux, Fabian Wiede, Steffen Fäth und Silvio Heinevetter lösen das Ticket für die Europameisterschaft 2018.

 

Auch die Nachwuchsathleten mischten in den unterschiedlichsten Wettbewerben vorne mit: Der Boxer Paul Wall gewinnt Bronze bei der EM U-22. Ein respektables Debüt in der Weltserie legten die Wasserspringerinnen Friederike Freyer und die erst 15-jährige Sprungpartnerin Lena Hentschel hin mit Platz sieben im Wettbewerb der Weltelite. Bei den Viking Race 2017 - gleich zu setzen mit der Jugend-Europameisterschaft- gewann Dennis Lederer Bronze in der Altersklasse bis 14 Jahre. Lukas Mann schrammte an einer Medaille knapp vorbei und wurde Vierter bei den 16 Jährigen. Seglerin Julia Büsselberg belegte Platz 7 bei der JEM im Laser Radial 4,7. Die Volleyballerinnen der U18 errangen bei der EM-Endrunde den 6. Platz und lösten damit das Ticket für die JWM. Im deutschen EM-Team spielten die vier Berlinerinnen Emma Cyris, Josepha Bock, Romy Jatzko und Juliane Noack.

 

Hier ausgewählte Wettkampfergebnisse im Detail:

Eishockey-Frauen
Nachdem die deutsche Auswahl im Februar 2017 die Olympiaquailifikation verpasst hatte, richtete sich alle Aufmerksamkeit auf die Weltmeisterschaft in Plymouth/USA. Es sollte ein überragendes Turnier werden. Im 500. Spiel schrieb das Team Geschichte: Mit einem 2:1 -Sieg gegen Russland erreichten sie erstmals das Halbfinale bei einer Weltmeisterschaft. Dieses unterlagen sie dann klar gegen die USA und später gegen Finnland. Dennoch war der 4. Rang die beste Platzierung einer Frauen-Teams bei einer WM. Zuvor hatten die deutschen Frauen dreimal den fünften Platz erreicht (2001, 2005 und 2013). Im Erfolgsteam mit dabei: Nina Kamenik.

 

Judo
Carolin Weiß holte bei der Judo-EM in Warschau in der Gewichtsklasse + 78 kg die Bronze-medaille. Die Deutsche Meisterin dominierte den Kampf um Bronze gegen die Ukrainerin und holte sich schnell drei Waza-ari-Wertungen sowie am Ende ein Ippon. Es war für die 24-Jährige die erste, internationale Einzelmedaille im Erwachsenenbereich.

 

Gewichtheben
Bei den Europameisterschaften in Split hat Robert Joachim überraschend Silber und Bronze gewonnen. Mit Bravour absolvierte er seine sechs Versuche und stellte in allen drei Disziplinen -Stoßen, Reißen, Zweikampf- eine persönliche Bestleistung auf. Im olympischen Zweikampf reichte es mit 317kg zu Bronze; im Stoßen mit 176kg zu Silber. Es war die erste internationale Medaille nach 12 Jahren für die hauptstädtische Gewichtheber-Familie. Auch Michael Müller überzeugte in der kroatischen Metropole Split. Dabei stellte er mit 157 Kg im Reißen und 345 Kg im Olympischen Zweikampf gleich zwei neue persönliche Bestleistungen auf. Am Ende rangierte er in der Zweikampfwertung mit 4 gültigen Versuchen auf dem 7. Platz.

 

Leichtathletik
Hochspringerin Jossie Graumann belegte bei der Halleneuropameisterschaft in Belgrad (Serbien) einen hervorragenden fünften Platz. Als einzige deutsche Hochspringerin zog die 22-jährige Studentin in das EM-Finale der besten acht ein und stellte im Finale ihre persönliche Bestleistung von 1,92m ein. Der Wahl-Berliner Timo Benitz kam im Finale über 1.500m in 3:46,73 min auf den 7. Platz.

 

Turnen
Lukas Dauser gewann in Cluj (Rumänien) in seinem ersten EM-Finale am Barren die Silbermedaille. Der 23-Jährige war in der Entscheidung als Sechster ans Gerät gegangen, zeigte eine sehr saubere Kür und leistete sich nur einen kleinen Standfehler. Mit 15,366 Punkten übernahm er die zwischenzeitliche Führung, und allein Olympiasieger Oleg Wernjajew war als letzter Starter mit 15,466 Punkten noch etwas besser. Bereits im Sechskampf hatte Lukas mit Platz sieben eine hervorragende Leistung gezeigt. Auch Philipp Herder schaffte als Zehnter mit 81,305 Punkten den erhofften Sprung in die Top Ten. Debütant Nils Dunkel, mit 19 Jahren der jüngste im Team, überzeugte mit einer guten Leistung im Mehrkampfwettbewerb.

 

Eiskunstlauf
Bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Helsinski holte das deutsche Team mit den drei Berlinern Minerva Hase, Nolan Seegert und Paul Fentz vier Startplätze für die Olympischen Winterspiele in PyeongChang, davon zwei im Paarlauf und je einen in der Einzelkonkurrenz.
Minerva Hase und Nolan Seegert konnten ihre persönliche Bestleistung von 51,27 Punkten, die sie bei der EM vor wenigen Wochen aufstellten, deutlich übertreffen. Sie überzeugten im Kurzprogramm mit 59,76 Punkten. Die beiden wurden letztendlich 19. von 28 Startern und verpassten damit das Finale knapp. Paul Fentz belegte nach der Kurzkür Rang 20. Den Song „Wonderwall" von Paul Anka interpretierte Fentz mit viel Gefühl und genoss den Zuspruch der Zuschauer in der Hartwall Arena. Im anschließende Finale zeigte er seine Höchstschwierigkeiten und am Ende sogar die Dreifach-Salchow-Dreifach-Toeloop Kombi und den dreifachen Lutz. Dank seiner kämpferischen Leistung verteidigte er seinen 20. Platz im Endklassement und holte damit den ersehnten Quotenplatz.

 

Radsport
Bei der Bahnrad-Weltmeisterschaft in Hongkong hat Charlotte Becker im Punktefahren eine WM-Medaille knapp verfehlt. Mit dem 5. Platz bewies sie ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze.
Gut ins Omnium startete Maximilian Beyer. Der amtierende Deutsche Meister wurde im Scratch Vierter, bei den Temporunden fuhr er auf den siebten Rang. Im abschließenden und alles entscheidenden Punktefahren konnte er seine gute Ausgangslage nicht nutzen und rutsche am Ende noch auf Rang neun ab. Die deutschen Mannschaftsverfolgerinnen und -verfolger verpassten die Qualifikation für die nächste Runde. Die Männer belegten Rang zwölf mit Henning Bommel und Theo Reinhardt und die Frauen mit Charlotte Becker Rang 14. Die besten Acht kamen weiter. Die deutschen Teamsprinter kamen über einen zwölften Rang nicht hinaus. Anfahrer Robert Förstemann hatte bereits im Vorfeld gesundheitliche Probleme und dann kam noch ein bitterer Fahrfehler hinzu.

 

Cornelia Leukert

 

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