Olympiastützpunkt Berlin
Drehscheibe des Spitzensports

Sportliche Ergebnisse Januar/Februar

Das Wettkampfjahr 2017 steht für die Wintersportler ganz im Zeichen der kommenden Olympischen Winterspiele 2018 in PyeongChang. Es gilt im vorolympischen Jahr, Qualifikationswettbewerbe erfolgreich zu meistern und bestmögliche Leistungen zu erzielen. Aber auch bei den Sommersportlern heißt es „nach Olympia ist vor Olympia" und es gilt, Weichen zu stellen für die kommenden Saisonhöhepunkte.

 

Aus Berliner Sicht begann das Sportjahr 2017 verheißungsvoll: Claudia Pechstein und Bente Kraus sind auf „olympischem Kurs". Peter Liebers und Paul Fentz bestechen durch Anmut und Höchst-schwierigkeiten und ein Berliner Bobfahrer rast mit über 100km/h in die Zielkurve.

 

In den Sommersportarten gab es ebenfalls schon erste Medaillen und Rekorde: Lena Schöneborn gelang ein glänzender Start in die neue Saison der Modernen Fünfkämpfer. Sie gewann die Auftaktveranstaltung in Los Angeles und feierte damit ihren insgesamt neunten Weltcupsieg. Patrick Hausding sorgte mit seinem Partner Stephan Feck gleich bei seinem ersten Wettkampf nach Rio 2016 für eine Überraschung. Im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett verwies das Duo die Chinesen klar auf den zweiten Platz. Bogenschützin Lisa Unruh wurde nach ihrer Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro zur "Weltschützin des Jahres 2016" gewählt. Caroline Weiß erkämpfte den deutschen Meistertitel im Judo. Hochspringerin Jossie Graumann steigerte ihre bisherige Hallenbestleistung von 1,82 m auf 1,92 und Marc Koch sicherte sich mit einem 400 m-Lauf in 46,40 Sekunden den Deutschen Hallen-Meistertitel. Beide erfüllten damit die Norm für die Hallen-EM in Belgrad.

 

Auch die Spielsportarten warteten mit TOP-Ergebnissen auf: Der ttc Berlin eastside gewann zum vierten Mal in Folge das Pokalfinale im Tischtennis. Der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gelang bei der Eishockey-Weltmeisterschaft der U18 der Aufstieg in die Top-Division. Die BR Volleys sind zum vierten Mal in die Playoff-Phase der CEV Champions League eingezogen und stehen somit einmal mehr unter den zwölf besten Klubs des Kontinents.

 

Auch im Jugend- und Juniorbereich stimmen die Ergebnisse der letzten Wochen zuversichtlich: so z.B. gewannen Berliner Eiskunstläufer alle vier möglichen Meistertitel bei den Deutschen Meisterschaften und ähnliches gelang drei Eisschnellläufern bei den nationalen Titelkämpfen. Lea Sophie Scholz, Tabea Theurich und Lukas Mann erzielten TOP-Ergebnisse bei den Junioren Weltmeisterschaften in Helsinki. Überragend der Junioren-Europameistertitel für die Tischtennisspielerin Chantal Mantz.

 

Aber es gab auch Wettkämpfe, bei denen nicht alle Ziele in Erfüllung gingen. Dazu gehörten das frühzeitige Aus unserer Handballer bei der WM und das Scheitern der Eishockey-Damen im Qualifikationsturnier für PyeongChang 2018.

 

Hier ausgewählte Wettkampfergebnisse/ WM und EM im Detail:


Bob: Eric Franke fährt zu EM-Silber und WM-Bronze
Im Rahmen des 3. Weltcups wurde auch die "Europameisterschaft" ausgetragen. Auf der Bob- und Rodelbahn im westfälischen Winterberg belegte der Vierer-Bob von Steuermann Nico Walther (BSC Oberbärenburg) mit seinen Anschiebern Kevin Kuske (SC Potsdam), Kevin Korona (Mitteldeutscher SC) und dem Berliner Eric Franke (BSC Oberbärenburg) einen hervorragenden zweiten Platz in der Weltcup-Wertung. Lediglich der andere deutsche Bob von Johannes Lochner war schneller und sicherte sich den Weltcup-Sieg.

 

Bei der BMW IBSF World Championships Bob & Skeleton Meisterschaft am Königssee kam es zu einem historisch einmaligem Endergebnis im Vierer-Bob: Ein deutscher Dreifach-Triumph und dazu noch zwei erste Plätze. Nach vier Durchgängen kamen die Teams um Francesco Friedrich und Johannes Lochner zeitgleich ins Ziel. Nur 16 Hundertstel dahinter kam der Bob mit Pilot Nico Walther und dem Berliner Anschieber Eric Franke (für Oberbärenburg startend) auf den dritten Platz. Zuvor belegte Eric mit Nico im 2-er Bob den 9. Platz.

 

Eiskunstlauf: Paul Fentz mit TOP-10 Platzierung
Der Deutsche Vizemeister, Paul Fentz, konnte sowohl mit Kurzkür als auch Kür überzeugen und absolvierte beide Programme hoch konzentriert. Nach dem Kurzprogramm lag er auf Platz 12 und beendete mit vielen technisch sauberen Sprüngen seine Kür. Das bedeutete Platz 10 bei den Europameisterschaften in Ostrava. Somit sicherte Paul nicht nur sein WM-Ticket, sondern auch den begehrten zweiten Startplatz bei der nächsten Europameisterschaft 2018 in Moskau für die Deutsche Eislaufunion. Bei ihrer zweiten Europameisterschaft liefen Minerva Hase und Nolan Seegert ein fehlerfreies Kurzprogramm und verbesserten sich in der anschließenden Kür mit persönlicher Bestleistung auf Rang 12.

 

Eisschnelllauf
Der Chemnitzer Nico Ihle - häufig am OSP-Berlin trainierend - gewann bei den Europameisterschaften im Sprint-Mehrkampf seine erste Medaille bei einem internationalen Titelkampf. Claudia Pechstein erreichte bei der Allround-EM in Heerenveen/Niederlande den sechsten Platz. Im abschließenden 5.000-Meter-Finale erreichte die Berlinerin in 7:12,18 Minuten Rang sechs; zuvor lief Claudia über 500m persönliche Saisonbestleistung (40,59sec).


Noch besser lief die WM in PyeongChang für die deutschen Eisschnellläufer. Claudia Pechstein hat auf der Olympiabahn von PyeongChang 2018 (Gangneung/Südkorea ) sensationell Silber gewonnen. Sie musste sich über 5.000 Meter in 6:53,93 Minuten nur Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Martina Sablikova (Tschechien/6:52,38) geschlagen geben. Es ist bereits ihre 61. Medaille bei internationalen Titelkämpfen. Zuvor war sie Vierte in der Teamverfolgung geworden und belegte am letzten Wettkampftag im Massenstart den elften Platz. Über die 5.000 m belegte Bente Kraus als zweite deutsche Starterin in 7:00,62 Minuten den achten Rang. Wie bei den 5.000 m hatte Bente auch über 1.500 m in 1:59,35 Minuten ihren persönlichen Rekord erzielt. Trotzdem reichte die Bestzeit nur zu Platz 15. Im Massenstart kam sie wie im Vorjahr auf Rang 16. Auch Nico Ihle konnte hier seine Top-Form abrufen und wurde Vizeweltmeister über 500m in einer Zeit von 34,66 Sekunden.

 

Handball
Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson spielte bei der Weltmeisterschaft in Frankreich eine makellose Vorrunde: Das deutsche Team mit unseren RIO-Bronzemedaillengewinnern Paul Drux, Steffen Fäth und Silvio Heinevetter - gewann alle Vorgruppenspiele gegen Chile, Kroatien, Ungarn, Saudi-Arabien, Weißrussland und sicherten sich mit 10:0 den Gruppensieg. Im Achtelfinale wartete Vize-Weltmeister Katar auf die Mannschaft. Zu viele technische Fehler führten zur 20:21 Niederlage und damit zu Platz Neun.

 

Tischtennis: Chantal Mantz ist Junioren-Europameisterin
Bei der Premiere der U21-Europameisterschaft in Sotschi (Russland) sicherte sich die Berlinerin Chantal Mantz mit einem 4:2-Erfolg in einem deutschen Finale den Europameisterltitel vor Yuan Wan aus Bingen. Die beiden Finalistinnen lieferten sich ein Match auf Augenhöhe, in dem Wan eine 1:0- und 2:1-Satzführung nicht zu ihrem Vorteil nutzen konnte. Nach dem Finale war die neue Europameisterin, die 2014 bei den Mädchen ebenfalls Gold im Einzel gewonnen hatte, überwältigt von ihrem Erfolg.

 

Eisschnelllauf: Drei Berliner bei der Junioren-Weltmeisterschaft
Lea Sophie Scholz, Tabea Theurich und Lukas Mann qualifizierten sich für die Junioren Weltmeister-schaften in Helsinki. Tabea erzielte einen hervorragenden 5. Platz im Massenstart. Einen 4. Platz in der B-Jugend gewann Lea im Massenstart und Platz 11 über 1000m. Lukas, als einer der jüngsten Teilnehmer im gesamten Feld, hatte zum Teil Pech mit den widrigen äußeren Bedingungen und konnte an seinen 6. Platz beim Junioren-Weltcup in Erfurt über 3.000m, eine Woche vor der JWM, nicht anknüpfen. Lukas wurde 22. über 1500m und 24. über 5000m und mit dem Team 9. im Team-Pursuit.

 

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